Masterarbeit, 2016
104 Seiten, Note: 5,7
1 Einleitung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Motivation
1.3 Zielsetzung und Fragestellung
1.4 Abgrenzung
2 Methodisches Vorgehen
3 Darstellung der Ergebnisse
3.1 Relevante begriffliche und konzeptionelle Grundannahmen
3.2 Bedeutung der Sehbehinderung am Lebensende
3.3 Sicherung der Lebensqualität von Menschen mit einer
3.4 Sehbehinderung am Lebensende
4 Diskussion und Schlussfolgerung
4.1 Reflexion anhand vorhandener Fachliteratur
4.2 Schlussfolgerungen für die Praxis
4.3 Grenzen und Ausblick der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Sehbehinderungen am Lebensende im Kontext der Palliative Care, um Ansätze zur Stützung und Sicherung der Lebensqualität für betroffene Patienten durch interprofessionelle Unterstützung zu identifizieren.
3.2.1 Medizinische Faktoren
Die SB ist zum grössten Teil eine Alterserscheinung (Golde, 2007, S. 5; Seifert & Schelling, 2014). Auch das Auge bleibt vom Fortschreiten des Alterns nicht verschont und die altersbedingten Volkskrankheiten fördern diesen Prozess (Kampamann et al., 2015, S. 2). Die vier häufigsten Augenkrankheiten (AMD, Glaukom, diabetische Retinopathie und Katarakt) waren 2006 für ungefähr 70% aller SB verantwortlich (Bertram, Gante & Hilgers, 2014, S. 757; Heussler, Seibl & Wildi, 2013; Spring et al., 2014, S. 8; Trauzettel-Klosinski, 2015, S. 659).
Diese erhöhten sich in den letzten dreizehn Jahren in Deutschland massiv. Sie sind auf eine steigende Lebenserwartung und ein längeres Überleben mit Grunderkrankungen zurückzuführen (Trauzettel-Klosinski, 2015, S. 657). Besonders stark nahm die Zahl der AMD in den Altersgruppen ab 70 Jahren und die diabetische Retinopathie zu (Bertram et al., 2014). Die SB kann des Weiteren durch Lidfehlstellungen, Tumore, Gesichtsfeldeinschränkungen bei Schlaganfall und neurologischen Erkrankungen auftreten (Chahin, Balcer, Miller, Zahng & Galetta, 2015, S. 1; Kampamann et al., 2015, S. 18). So ist z.B. beim Parkinson Syndrom die Anpassung der Übergänge von schwachen zu starken Kontrasten beeinträchtigt (Lin et al., 2015, S. 125). Das heisst, dass SB in verschiedenster Art und Weise einschränkt. Sie geht meistens mit chronisch, fortschreitenden Krankheiten einher.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Problematik von Sehbehinderungen am Lebensende, die Motivation zur wissenschaftlichen Bearbeitung und die Zielsetzung der Arbeit unter Einbeziehung des Konzepts Palliative Care.
2 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert das gewählte Design des integrativen Reviews sowie den systematischen Rechercheprozess in medizinischen und pflegewissenschaftlichen Datenbanken.
3 Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Literaturanalyse synthetisiert, wobei verschiedene Einflussfaktoren wie medizinische, familiäre, soziale und kognitive Dimensionen auf die Lebensqualität beleuchtet werden.
4 Diskussion und Schlussfolgerung: In diesem Kapitel werden die Resultate kritisch reflektiert, Empfehlungen für die Praxis abgeleitet sowie die Grenzen der vorliegenden Arbeit aufgezeigt.
Sehbehinderung, Lebensende, Palliative Care, Lebensqualität, Symptomkontrolle, interprofessionelle Zusammenarbeit, Alterserscheinung, Coping Strategie, visuelle Rehabilitation, Spiritualität, Angehörigenbetreuung, psychosoziale Unterstützung, Assessment, Autonomie, Hilfsmittel.
Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen und Auswirkungen von Sehbehinderungen bei Menschen am Lebensende und wie diese durch Palliative Care fachgerecht begleitet werden können.
Die Arbeit analysiert medizinische, psychologische, soziale und spirituelle Einflussfaktoren sowie die Notwendigkeit von spezifischen Assessments und interprofessioneller Betreuung.
Das Ziel ist es, ein wissenschaftliches Verständnis für die Bedeutung von Sehbehinderungen am Lebensende zu entwickeln und Handlungsempfehlungen für die Palliative-Care-Praxis abzuleiten.
Es wurde ein integratives Review durchgeführt, das eine systematische Literaturrecherche und eine kritische Synthese verschiedener Studienergebnisse umfasst.
Im Hauptteil werden die verschiedenen Faktoren – wie medizinische, kompensatorische, orientierungsbezogene, finanzielle, familiäre, kommunikative und kognitive Aspekte – der Sehbehinderung am Lebensende detailliert analysiert.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Sehbehinderung, Palliative Care, Lebensqualität, Symptomkontrolle, interprofessionelle Zusammenarbeit und Coping-Strategien.
Das SENS-Modell dient als Grundlage für eine professionelle, patientenorientierte Palliative Care und strukturiert die Begleitung entlang der Punkte Symptomkontrolle, Entscheidungsfindung, Netzwerk und Support.
Die Familie fungiert als wichtigstes Netzwerk. Eine unterstützende, nicht bevormundende Begleitung stärkt das Selbstwertgefühl der Betroffenen, während Überlastung bei pflegenden Angehörigen zu depressiven Symptomen führen kann.
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