Diplomarbeit, 2004
163 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Problemstellung und Zielsetzung
3 Ausgangssituation
3.1 Lage, Bevölkerung und Geographie
3.2 Klima und Vegetation
3.3 Geologie und Böden
3.4 Politische und Ökonomische Entwicklung bis 2003
3.5 Landwirtschaft Albaniens
3.5.1 Historische Entwicklung der landwirtschaftlichen Nutzung bis 1990
3.5.2 Entwicklung der Landwirtschaft nach 1990
3.5.3 Ernährungssituation
3.5.4 Landwirtschaftliche Produktion und Erträge
3.5.5 Durchschnittliche Produktpreise
3.5.6 Fachkräfte, Vermarktung, Betriebsausstattung, Bewässerung, Mineraldünger und chemischer Pflanzenschutz
3.5.7 Schlaggrößen, Pacht und Kauf von Ackerland
3.5.8 Exporte / Importe
3.6 Situation in den ländlichen Gebieten
3.7 Lebensmittelverarbeitende Industrie
3.8 Artenvielfalt und Umweltprobleme
3.9 Landwirtschafts- und Umweltpolitik
3.10 Internationale Zusammenarbeit
4 Methodik
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der Betriebserhebungen
5.1.1 Region I – Tropoja / Bergland (Nordalbanien)
5.1.2 Modellrechnungen Region I
5.1.3 Region II – Tirana / Hügelland (Mittelalbanien)
5.1.4 Modellrechnungen Region II
5.1.5 Region III – Korça / Hochebene (Südostalbanien)
5.1.6 Modellrechnungen Region III
5.1.7 Region IV – Fier / Küstenebene (Südwestalbanien)
5.1.8 Modellrechnungen Region IV
5.1.9 Bodenuntersuchungen
5.1.10 Vergleich weiterer Betriebsmerkmale
5.1.11 Stand der Bauern in der Gesellschaft
5.1.12 Vergleich der Wirtschaftsweise der befragten Höfe, mit ausgewählten Anforderungen der EU Richtlinie 2092/91 an einen ökologisch wirtschaftenden Betrieb
5.2 Gegenwärtige Situation der Landwirtschaft
5.2.1 Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz, Saatgutimport, Gentechnik
5.2.2 Bewässerung
5.2.3 Lebensmittelverarbeitende Industrie
5.2.4 Auswirkungen der gesellschaftlichen Veränderungen auf die Agrarumwelt
5.3 Ökologischer Landbau – Situation und Entwicklungsperspektive
5.3.1 Recherche beim Verband für Ökologische Landwirtschaft Albaniens (OAA) und beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL /Schweiz)
5.3.2 Recherche beim albanischen Ökohof „Aris Frucht“
6 Diskussion
6.1 Betriebsbefragungen
6.1.1 Sozioökonomische Untersuchungen
6.1.2 Landwirtschaftliche Nutzflächen, Produktionsspektrum und Marktbeziehungen
6.1.3 Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln
6.1.4 Einsatz von organischen Düngemitteln
6.1.5 Bodenuntersuchungen
6.1.6 Vergleich weiterer Betriebsmerkmale
6.1.7 Stand der Bauern in der Gesellschaft
6.1.8 Modellrechnungen
6.1.9 Vergleich der Wirtschaftsweise der befragten Höfe, mit ausgewählten Anforderungen der EWG Richtlinie 2092/91 an einen ökologisch wirtschaftenden Betrieb
6.2 Gegenwärtige Situation der Landwirtschaft
6.2.1 Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz, Saatgutimport
6.2.2 Bewässerung
6.2.3 Lebensmittelverarbeitende Industrie
6.2.4 Auswirkungen der gesellschaftlichen Veränderungen auf die Agrarumwelt
6.2.5 Gesamtsituation der Albanischen Landwirtschaft
6.3 Entwicklungsperspektiven durch den Ökologischen Landbau
6.4 Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Perspektiven für die albanische Landwirtschaft durch den ökologischen Landbau aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob die kleinteilige und derzeit niedrigproduktive albanische Landwirtschaft in der Lage ist, auf Basis der EU-Richtlinie 2092/91 zu wirtschaften und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu erhalten.
3.1 Lage, Bevölkerung und Geographie
Die Republik Albanien liegt im südöstlichen Teil Europas zwischen 39°38‘ und 42°39‘ Nördlicher Breite, sowie zwischen 19°16‘ und 21°40‘ Östlicher Länge. Sie bedeckt eine Fläche von 28.748 km² (AGOLLI, 2000) und ist damit etwas kleiner als das Bundesland Brandenburg. Davon sind 1.350 km² Wasserfläche und dementsprechend 27.398 km² Festlandsfläche. Im Norden grenzt die Teilrepublik Montenegro der Republik Serbien und Montenegro an Albanien, im Nordosten die unter Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen stehende serbische Provinz Kosovo, im Osten die Republik Mazedonien und im Südosten und Süden die Republik Griechenland. Die westliche Grenze bilden das Ionische Meer und die Adria. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes beträgt ca. 340 km. Die durchschnittliche Ost-West Ausdehnung erreicht 148 km (NEZHA et al., 2003).
In Albanien leben derzeit 3.07 Mio. Einwohner (INSTAT, 2002; AUSWÄRTIGES AMT, www. 2003), von denen über 95% Albaner sind. Die anderen Bewohner gehören zu drei anerkannten nationalen Minderheiten (3% Griechen, dazu slawische Mazedonier und Montenegriner), sowie zu den zwei kulturellen Minderheiten (Walachen und Roma), (KOMMISSION DER EG, 2003). Weiterhin leben auf dem gesamten Balkan noch einmal mehr als 2,1 Mio. ethnische Albaner (TROEBST, 1998).
Die Bevölkerungsdichte sank nach der neusten Zählung im Jahr 2001 von 113 Ew./km² 1993 (SCHMIDT-NEKE et al., 1993) auf 107 Ew./km² ab (INSTAT, 2003). Seit 1990 emigrierten 15 % der Bevölkerung (UNDP, 2002 B) oder geschätzte 650.000 Personen, davon 67% gut ausgebildete Fachkräfte (UN RESIDENT COORDINATOR, 2001) in andere Länder. Nach UNDP Angaben (2002 B) liegt das Bevölkerungswachstum bei 0,88 % im Jahr und ist damit das höchste auf dem Balkan.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Übergang von der Kollektivwirtschaft zur privatisierten Familienlandwirtschaft und die daraus resultierende Herausforderung der Konkurrenzfähigkeit.
2 Problemstellung und Zielsetzung: Hier werden die Forschungsschwerpunkte definiert, die sich mit der Intensität der derzeitigen Landbewirtschaftung und der Eignung für den ökologischen Landbau befassen.
3 Ausgangssituation: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte geografische, klimatische und ökonomische Analyse des Landes sowie einen Überblick über die landwirtschaftliche Struktur.
4 Methodik: Es wird das Vorgehen bei der Literaturauswertung, der Internetrecherche, den Expertenbefragungen und der Betriebserhebung in den vier gewählten Regionen beschrieben.
5 Ergebnisse: Die erhobenen Daten aus den Betriebsbefragungen und Modellrechnungen werden hier systematisch aufbereitet und regionalspezifisch dargestellt.
6 Diskussion: Dieser Abschnitt wertet die Ergebnisse hinsichtlich der sozioökonomischen Aspekte, des Düngemitteleinsatzes und der Eignung für den Ökolandbau kritisch aus.
Albanien, Landwirtschaft, Ökologischer Landbau, Familienfarmen, Bodenfruchtbarkeit, Nachhaltigkeit, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Bewässerung, Agrarstruktur, EU-Richtlinie 2092/91, Export, Vermarktung, Umweltschutz, Ländliche Entwicklung.
Die Arbeit untersucht die gegenwärtige Situation der albanischen Landwirtschaft und analysiert, ob diese kleinteilige Struktur als Basis für eine Umstellung auf ökologischen Landbau nach EU-Richtlinien dienen kann.
Zu den Schwerpunkten gehören die aktuelle Produktionsweise, der Einsatz von Betriebsmitteln (Dünger/Pflanzenschutz), die Bodenfruchtbarkeit, die Vermarktungssituation und die sozioökonomische Lage der Bauern.
Ziel ist es nachzuweisen, ob albanische Kleinbetriebe unter den gegebenen Bedingungen in der Lage sind, ökologisch zu wirtschaften und dabei die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten.
Die Autorin/der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturauswertung, Expertenbefragungen und einer detaillierten Erhebung von Betriebsdaten in vier spezifischen Regionen, ergänzt durch Modellrechnungen zur Nährstoffbilanz.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der albanischen Landwirtschaft, die Präsentation empirischer Daten aus Befragungen und Bodenanalysen sowie eine detaillierte Diskussion der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind albanische Landwirtschaft, ökologischer Landbau, EU-Öko-Verordnung, Familienbetriebe, Bodenfruchtbarkeit, Bewässerung und nachhaltige Landnutzung.
Viele Landwirte sind auf Subsistenzwirtschaft angewiesen, leiden unter einer unzureichenden Infrastruktur und haben kaum Zugang zu Beratungsdiensten oder Krediten, was die Spezialisierung erschwert.
Die albanische Regierung erkennt die Notwendigkeit nachhaltiger Landwirtschaft zwar an, kämpft jedoch mit der Umsetzung der Gesetze, während das Potenzial des Ökolandbaus durch den Verband OAA aktiv beworben wird.
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