Bachelorarbeit, 2014
63 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 AKTUELLE RECHTSLAGE – IAS 18 UND IAS 11
3.1 IAS 18 „Umsatzerlöse“
3.1.1 Verkauf von Gütern
3.1.2 Erbringung von Dienstleistungen
3.1.3 Zinsen, Nutzungsentgelte und Dividenden
3.1.4 Angabe Vorschriften des IAS 18
3.2 IAS 11 „Fertigungsaufträge“
3.2.1 Definition und Geltungsbereich
3.2.2 Segmentierung von Fertigungsaufträgen
3.2.3 Definition der Auftragserlöse nach IAS 11
3.2.4 Definition der Auftragskosten nach IAS 11
3.2.5 Die Erfassung von Auftragserlösen und Auftragskosten
3.2.6 Angabe Vorschriften des IAS 11
3.3 Abschließende Würdigung der Standards IAS 18 und IAS 11
4 NEUE RECHTSLAGE – IFRS 15
4.1 Einführung
4.1.1 Erläuterung der Zusammenarbeit von FASB und IASB
4.1.2 Verlauf der Entwicklung des IFRS 15
4.1.3 Internationaler und nationaler Einsatz
4.1.4 Integration des neuen Standards
4.2 Erfassung der Umsätze durch das Fünf-Schritte-Modell
4.2.1 1. Schritt : Identifizierung des Vertrags oder der Verträge mit einem Kunden
4.2.1.1 Voraussetzungen für einen Vertrag
4.2.1.2 Segmentierung von Verträgen
4.2.1.3 Modifikation von bestehenden Verträgen
4.2.1.4 Portfolio-Ansatz
4.2.2 2. Schritt – Identifikation der eigenständigen Leistungsverpflichtungen
4.2.2.1 Eigenschaften eigenständiger Leistungsverpflichtungen
4.2.2.2 Identifikation des Übertragungszeitpunktes der einzelnen Leistungsverpflichtungen
4.2.2.2.1 Übertragung über einen bestimmten Zeitraum
4.2.2.2.2 Übertragung zu einem bestimmten Zeitpunkt
4.2.2.3 Relevanz der Vertragsaufteilung im Kontext der Erlösrealisation
4.2.3 3. Schritt – Bestimmung des Transaktionspreises
4.2.3.1 Variable Gegenleistungen
4.2.3.2 Finanzierungskomponenten
4.2.3.3 Nicht zahlungswirksame Gegenleistungen in Form von Gütern oder Dienstleistungen
4.2.3.4 Vertraglich definierte Forderungen des Kunden
4.2.4 4. Schritt – Verteilung des ermittelten Transaktionspreis auf die Leistungsverpflichtungen des Vertrages
4.2.4.1 Verteilung einer Preisreduktion
4.2.4.2 Nachträgliche Veränderung des Transaktionspreises
4.2.5 5. Schritt – Erlöserfassung bei Übertragung der Leistungsverpflichtungen
4.2.5.1 Erlösrealisation zu einem bestimmten Zeitpunkt
4.2.5.2 Erlösrealisation über einen bestimmten Zeitraum
4.2.5.3 Kosten des Vertrages
4.2.5.3.1 Kosten verbunden mit der Anbahnung eines Vertrages
4.2.5.3.2 Kosten verbunden mit der Erfüllung eines Vertrages
4.3 Geforderte Angaben im Jahresabschluss
5 ABLEITUNG DER PRIMÄR RELEVANTEN ÄNDERUNGEN FÜR DIE PRAXIS
5.1 Erläuterung der primären Einflüsse auf die Erfassung von Erlösen
5.1.1 Neue Definition der Zielsetzung und der damit verbundene Ausschluss einzelner Umsatzgruppen des IAS 18
5.1.2 Änderung der Liquiditätsprüfung im Rahmen des Erlöserfassungsprozess
5.1.3 Segmentierung von Verträgen und Definition einzelner Leistungsverpflichtungen
5.1.4 Erfassung von variablen Gegenleistungskomponenten
5.1.5 Erfassung von Finanzierungskomponenten
5.1.6 Neue Regelungen für Vertragsmodifikationen
5.1.7 Erweiterung der geforderten Angabe Vorschriften
5.2 Empfehlungen für die Erstanwendung und mögliche Komplikationen für Unternehmen
6 DISKUSSION UND ABSCHLIEßENDE WÜRDIGUNG DES NEUEN STANDARDS IFRS 15
7 ANHANG
7.1 Literaturverzeichnis
7.2 Anwendungsbeispiele für den IFRS 15
7.2.1 Beispiel zur Liquiditätsprüfung innerhalb der Identifikation eines Vertrages (nach IFRS 15.IE3-15.IE6)
7.2.2 Beispiel zur Untergliederung eines Vertrages in einzelne Leistungsverpflichtungen (nach IFRS 15.IE44-15.IE48)
7.2.3 Beispiel zur Erlösverteilung nach IAS 18 und IFRS 15
7.2.4 Beispiel zur Erfassung einer Modifikation (nach IFRS 15.IE19-IE24)
7.2.5 Beispiel zur Erfassung einer Finanzierungskomponente im Rahmen einer Vorauszahlung (nach IFRS 15.IE148-IE151)
7.2.6 Beispiel zur Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen eines Vertrages (nach IFRS 15.IE164-IE166)
7.2.7 Beispiel zur Erfassung der Höhe einer variablen Gegenleistung ( nach IFRS 15.IE110-IE115
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 15 auf die Erlöserfassung von Unternehmen. Ziel ist es, einen Überblick über die wesentlichen Änderungen gegenüber den bisherigen Standards IAS 18 und IAS 11 zu geben, die praktische Relevanz für Unternehmen zu analysieren und mögliche Herausforderungen bei der Erstanwendung aufzuzeigen.
1 Einleitung und Problemstellung
Kaum eine Erfolgsgröße ist für Unternehmen heutzutage so relevant wie der Umsatz. Er zeigt sich als elementare Größe im Jahresabschluss und beeinflusst die wesentlichen Kennzahlen der Ertragskraft. Die inhaltliche Zusammensetzung des Umsatzes kann jedoch unterschiedlich ausfallen. Dies wird dadurch begründet, dass innerhalb der verschiedenen Rechnungslegungssysteme keine homogene inhaltliche Definition des Begriffs Umsatz existiert, da jedes System seine eigenen Richtlinien besitzt. Hinzukommt der Einfluss der Unternehmen, welche den Umsatzbegriff oftmals zu ihrem Vorteil auslegen. Nach Meinung von einzelnen Autoren ist dabei eine Nutzung der Umsatzgröße als „Spielball des Gewinnmanagements“ zu erkennen mit Tendenzen zum Bilanzbetrug. Dies wird insbesondere durch den Fall des IT-Unternehmens „ComROAD“ im Jahr 2001 verdeutlicht. Das Unternehmen konnte damals Shareholder und führende Wirtschaftsmagazine wie das „Manager-Magazin“ durch eine hohe Steigerung der Ertragskraft überzeugen. Der Aktienkurs stieg während dieser Zeit rapide an. Erst durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Rödl & Partner“ konnte festgestellt werden, dass ganze 98 % der Umsätze nur vorgetäuscht waren.
An dieser Stelle soll jedoch vermerkt werden, dass die Umsatzgröße nicht nur durch illegale Handlungen beeinflusst werden kann, sondern vor allem auch durch die zumeist legale Auslegung der Rechtsnormen. Besonders relevant wird diese Tatsache im Rahmen von internationalen Konzernen. Für diese Konzerne spielt die internationale Rechnungslegung, auch IFRS genannt, eine besonders wichtige Rolle. Änderungen an der Umsatzdefinition innerhalb dieses Rechnungslegungssystems können daher maßgebliche Effekte auf die ausgewiesene Ertragskraft von Großkonzernen erzeugen. So entstand dem weltweit agierenden Unternehmen „Nestle“ nur durch die veränderte Anwendung der IFRS Rechnungslegung ein um 15 % reduzierter Konzernumsatz. Man erkennt anhand dieses Beispiels die bereits genannte Abhängigkeit der Umsatzgröße von den angewandten Rechtsnormen.
Aus diesem Grund wird die Einführung des neuen Standards IFRS 15 – „Erlöse auf Verträgen mit Kunden“, welcher die Erfassung von Umsätzen innerhalb der internationalen Rechnungslegung neu strukturiert, für anwendende Unternehmen zu einem zentralen Thema.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Relevanz der Umsatzgröße für Unternehmen und Darstellung der Problematik unterschiedlicher Umsatzdefinitionen.
2 ZIELSETZUNG: Darlegung der Zielsetzung der Arbeit, einen Überblick über die Änderungen durch den IFRS 15 zu verschaffen.
3 AKTUELLE RECHTSLAGE – IAS 18 UND IAS 11: Erläuterung der bisherigen Standards zur Umsatzrealisierung sowie deren Schwachstellen in der Praxis.
4 NEUE RECHTSLAGE – IFRS 15: Detaillierte Darstellung des neuen Fünf-Schritte-Modells zur Erlösrealisierung gemäß IFRS 15.
5 ABLEITUNG DER PRIMÄR RELEVANTEN ÄNDERUNGEN FÜR DIE PRAXIS: Analyse der praktischen Auswirkungen und Empfehlungen für die Implementierung in Unternehmen.
6 DISKUSSION UND ABSCHLIEßENDE WÜRDIGUNG DES NEUEN STANDARDS IFRS 15: Kritische Würdigung der Zielerreichung des neuen Standards und Ausblick.
IFRS 15, Umsatzrealisierung, Erlöserfassung, IAS 18, IAS 11, Leistungsverpflichtung, Transaktionspreis, Vertragsmodifikation, Finanzierungskomponente, Bilanzierung, Rechnungslegung, Konvergenzprogramm, Erstanwendung, Portfolioansatz, Umsatzbegriff
Die Arbeit befasst sich mit der Umstellung der Umsatzrealisierung von den bisherigen Standards IAS 18 und IAS 11 auf den neuen internationalen Standard IFRS 15.
Zentrale Themen sind die Analyse der neuen IFRS 15-Richtlinien, der Vergleich zur alten Rechtslage, die Identifikation von Leistungsverpflichtungen und die praktische Anwendung bei verschiedenen Vertragstypen.
Das Ziel ist es, einen Überblick über die primär relevanten Änderungen durch den IFRS 15 zu geben und aufzuzeigen, welche Auswirkungen diese auf die Unternehmenspraxis haben.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse führender Fachliteratur, Journals zur internationalen Rechnungslegung sowie Kommentare internationaler Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der aktuellen Rechtslage (IAS 18/11), die ausführliche Erläuterung der Inhalte des IFRS 15 (insbesondere das Fünf-Schritte-Modell) und die Ableitung der Änderungen für die Praxis.
Die zentralen Begriffe sind IFRS 15, Umsatzrealisierung, Leistungsverpflichtung, Transaktionspreis und Vertragssegmentierung.
Während IAS 18 die Liquidität des Kunden eher gesondert prüft, integriert das Fünf-Schritte-Modell des IFRS 15 die Liquiditätsprüfung als notwendigen Schritt direkt in die Vertragserfassung.
Unternehmen sollten die Auswirkungen der neuen Richtlinien frühzeitig analysieren, ihre IT-Systeme entsprechend anpassen und insbesondere bei komplexen Mehrkomponentenverträgen mit einem höheren Arbeitsaufwand rechnen.
Obwohl der Portfolioansatz Erleichterungen bieten kann, stellt das IASB keine detaillierten Richtlinien zu Aufbau und Größe der Portfolios bereit, was für Unternehmen in der Umsetzung in der Praxis eine Herausforderung darstellt.
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