Bachelorarbeit, 2015
36 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 ARBEITSMARKT
2.1 Theoretische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
2.1.1 Wettbewerbsfall
2.1.2 Monopsonfall
2.1.3 Effizienzlohntheorien
2.2 Praktische Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
2.3 Debatte in Deutschland - Arbeitsmarkt
2.3.1 Expertenmeinungen
2.3.2 Status quo
2.3.3 Zu erwartende Beschäftigungseffekte
3 EINKOMMENSVERTEILUNG
3.1 Theoretische Auswirkungen auf die Einkommensverteilung
3.2 Praktische Auswirkungen auf die Einkommensverteilung
3.3 Debatte in Deutschland – Einkommensverteilung
4 SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese wissenschaftliche Arbeit evaluiert, ob der zum 01.01.2015 eingeführte gesetzliche Mindestlohn in Deutschland sein Ziel erreicht, den Niedriglohnsektor zu stärken, ohne dabei negative Beschäftigungseffekte hervorzurufen oder die Einkommensverteilung zu verschlechtern. Dabei wird untersucht, inwiefern der Mindestlohn ein geeignetes Instrument zur Armutsbekämpfung darstellt.
2.1.1 Wettbewerbsfall
Um die theoretischen Auswirkungen eines Mindestlohns darzustellen, ist es sinnvoll sich zuerst mit dem neoklassischen Wettbewerbsfall zu befassen. Dieses Modell ist absoluter Standard in volkswirtschaftlichen Textbüchern und obliegt folgenden Annahmen:
Auf dem Markt gibt es nur zwei Akteure, Firmen und Haushalte.
Alle Firmen und Haushalte sind absolut identisch.
Es herrscht vollkommene Konkurrenz, d.h. Firmen haben keine Marktmacht und sind deshalb Preis- und Lohnnehmer.
Auf dem Markt herrscht vollkommene Information.
Davon ausgehend, dass Arbeitnehmer ihren Nutzen maximieren wollen und bei steigenden Löhnen dazu bereit sind, ihre Freizeit für Arbeit zu substituieren, um mehr konsumieren zu können, lässt sich eine wachsende Arbeitsangebotsfunktion Ls darstellen. Ebenso ist anzunehmen, dass bei steigenden Löhnen die Arbeitgeber weniger Arbeitskräfte nachfragen. Da die Arbeitgeber ebenfalls ihren Nutzen maximieren wollen, fragen sie also nur so lange nach Arbeitskräften, wie sie ihnen zusätzlichen Profit liefern, bzw. bis die Grenzproduktivität der Arbeit dem Lohn entspricht. Dadurch stellt sich die Nachfragefunktion nach Arbeitskräften in einer fallenden Arbeitsnachfragefunktion LD dar. Im Schnittpunkt dieser beiden Funktionen befindet sich der Arbeitsmarkt im Gleichgewicht bei einem Lohn w* und einer Beschäftigung L*.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland und Definition der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich Beschäftigungseffekten und Verteilungswirkungen.
2 ARBEITSMARKT: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Mindestlöhnen durch ökonomische Modelle sowie Analyse empirischer Studien und der aktuellen deutschen Debatte.
3 EINKOMMENSVERTEILUNG: Analyse der Effekte des Mindestlohns auf die Einkommensstruktur, die Lohngerechtigkeit und die Eignung als Instrument zur Armutsbekämpfung.
4 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit zur ökonomischen Sinnhaftigkeit der Mindestlohneinführung unter Berücksichtigung der analysierten Beschäftigungs- und Verteilungseffekte.
Mindestlohn, Deutschland, Arbeitsmarkt, Einkommensverteilung, Beschäftigungseffekte, Neoklassik, Monopson, Effizienzlohn, Lohngerechtigkeit, Armutsbekämpfung, Lohnungleichheit, Niedriglohnsektor, Sozialversicherungspflicht, Transferentzugsraten, Arbeitslosengeld II
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Auswirkungen des in Deutschland eingeführten gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen auf das Beschäftigungsniveau (Arbeitsmarkt) sowie der Veränderung der Einkommensverteilung in privaten Haushalten.
Es soll evaluiert werden, ob der Mindestlohn Arbeitsplätze gefährdet und ob er tatsächlich ein effektives Mittel zur Armutsbekämpfung darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ökonomischer Modelle (z.B. neoklassischer Wettbewerb, Monopson, Effizienzlohntheorien) und einer Auswertung empirischer Studien aus verschiedenen Ländern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische und empirische Betrachtung des Arbeitsmarktes sowie eine umfassende Analyse der Einkommensverteilungseffekte, ergänzt durch die spezifische Debatte in Deutschland.
Zentrale Begriffe sind Mindestlohn, Beschäftigungseffekte, Lohngerechtigkeit, Armutsbekämpfung und die ökonomische Analyse von Arbeitsmarktstrukturen.
Der Monopsonfall dient als theoretische Begründung, warum Mindestlöhne unter bestimmten Marktbedingungen Beschäftigung sogar steigern könnten, im Gegensatz zum neoklassischen Standardmodell.
Die Analyse zeigt, dass Mindestlohnempfänger über alle Einkommensklassen verteilt sind und hohe Transferentzugsraten bei Arbeitslosengeld-II-Beziehern den Einkommensgewinn neutralisieren.
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