Masterarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 2.5
1 Einleitung
2 Überblick über die ethnokulturelle Zusammengehörigkeit der slawischen Völker
2.1 Entstehungsgeschichte der Ukrainer und Russen als ein Volk
2.2 Das ambivalente Verhältnis zwischen Russland und der Ukraine
2.3 Zusammenschluss zur Gemeinschaft ostslawischer Länder Ukraine, Russland und Weißrussland
2.4 Neuorientierung der Ukraine nach Ende der Sowjetunion
3 Bedeutung der Ukraine aus östlicher und westlicher Sicht
3.1 Verlauf und Auswirkungen des Ukrainekrieges
3.2 Die politische und wirtschaftliche Situation der Ukraine
3.3 Perspektiven der wirtschaftlichen Modernisierung durch den Westen
3.4 Probleme und Chancen bei der Teilnahme der Ukraine an Russlands Eurasischer Union als Gegenmodell zur EU
4 Russlands Stellung als Welt- und Nuklearmacht
4.1 Definition des Begriffs Weltmacht
4.2 Geschichtlicher Überblick der Entwicklung westlicher und östlicher Weltmächte
4.3 Konflikt- und Gefahrenpotentiale der Nuklearmächte
4.4 Russlands neue politische Rolle als Weltmacht mit Blick auf die Ukraine
4.5 Die wirtschaftliche Weiterentwicklung Russlands
5 Machtpolitische Erweiterungen des Einflussbereiches der EU und Russland
5.1 Die Bedeutung des eurasischen Raumes für die USA, Deutschland und Russland
5.2 Die Rolle der Europäischen Union und ihre geopolitischen Ziele bei der Ost-Erweiterung
5.3 Bedrohungen, Befürchtungen und Ängste Russlands bei der Lösung des Ukrainekonfliktes
5.4 Die wirtschaftliche und politische Aufteilung der Ukraine
6 Zusammenfassung und kritisches Fazit
Das primäre Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die geopolitische Stellung Russlands als Weltmacht im Verhältnis zur Europäischen Union und den USA. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie sich Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion neu positioniert hat und inwieweit der Konflikt in der Ukraine als Instrument der Machtpolitik genutzt wird, um den Einflussbereich in Eurasien zu sichern oder auszuweiten.
2.1 Entstehungsgeschichte der Ukrainer und Russen als ein Volk
Kiew und Moskau sind historisch gesehen schon lange miteinander verbunden. Die ukrainische und russische Geschichte können selten getrennt voneinander betrachtet werden, sie weisen häufig Schnittstellen sowie eine gemeinsame bzw. wechselseitig beeinflusste Entwicklung auf. Vor allem bestehen gemeinsame Wurzeln. Durch das Zusammenrücken ostslawischer Stämme bildete sich im 9. Jahrhundert das Reich von Kiew. Normannische Kaufleute und Krieger, die aus Skandinavien einwanderten, waren bei dieser Reichsgründung nicht nur anwesend, sondern auch für die Vorsilbe „Rus“ verantwortlich. Die Bezeichnung Rus hat somit zu einer allgemeinen Bezeichnung aller ostslawischen Völker geführt, ihnen einen Namen als Nation gegeben und hat bis heute einen grundlegenden Bestand.
Bei der Betrachtung der gemeinsamen Geschichte stellt sich heraus, dass diese von der Unterdrückung des ukrainischen Volkes durch Russland geprägt ist, die später ebenfalls durch die Sowjetunion fortgesetzt wurde. Als Gegenreaktion zu dieser Unterdrückung bildete sich der Widerstand der Kosaken, der bis heute im Hinblick auf die ukrainische nationale Identität eine bedeutende Rolle spielt. Die Kosaken stehen für Ideale der Freiheit und Gleichheit, für die Rebellion gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit, für zivilen Ungehorsam und für eine Unabhängigkeit den russischen Kriegern gegenüber.
Die Kosaken waren Krieger und Anführer vieler Volksaufstände. Besonders hervorzuheben ist hier die größte Erhebung im frühmodernen Osteuropa, eine Revolution, die 1648 von Bohdan Chmelnyzkyj angeführt wurde. Diese Revolution führte zur Tradition des bewaffneten Widerstandes und der Fähigkeit zur Gründung von politischen und gesellschaftlichen Organisationen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der geopolitischen Spannungen in Europa ein, die durch den Ukrainekrieg verschärft wurden und beleuchtet das Ziel der Arbeit, Russlands Rolle als Weltmacht kritisch zu analysieren.
2 Überblick über die ethnokulturelle Zusammengehörigkeit der slawischen Völker: In diesem Kapitel wird die gemeinsame historische Wurzel von Ukrainern und Russen sowie deren ambivalente Identitätsentwicklung und die daraus resultierende Spannungsdynamik untersucht.
3 Bedeutung der Ukraine aus östlicher und westlicher Sicht: Dieses Kapitel analysiert den Verlauf des Ukrainekrieges sowie die daraus resultierenden politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Modernisierung und Integration der Ukraine.
4 Russlands Stellung als Welt- und Nuklearmacht: Hier werden Definitionen von Weltmacht und die Konfliktpotentiale der Nuklearmächte untersucht, wobei insbesondere die Rolle Russlands und seine Ambitionen zur globalen Anerkennung im Fokus stehen.
5 Machtpolitische Erweiterungen des Einflussbereiches der EU und Russland: Dieses Kapitel thematisiert die machtpolitischen Interessen und Erweiterungsstrategien der EU, USA und Russlands, insbesondere mit Blick auf den eurasischen Raum.
6 Zusammenfassung und kritisches Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Analyse ab, die die geopolitischen Interessen der beteiligten Akteure kritisch reflektiert und die Zukunftsaussichten für eine friedlichere europäische Ordnung bewertet.
Ukrainekrieg, Russland, Europäische Union, USA, Eurasische Union, Weltmacht, Nuklearmacht, Geopolitik, Identität, slawische Völker, Wirtschaft, Integration, NATO, Sanktionen, Sicherheitspolitik.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Ukrainekrieges für die Rolle Russlands als Weltmacht im Spannungsfeld zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.
Zentrale Themen sind die historischen Verbindungen der slawischen Völker, die wirtschaftliche und politische Situation der Ukraine, die Rolle von Nuklearwaffen in der Geopolitik sowie die machtpolitischen Erweiterungen der EU und Russlands.
Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen des Krieges auf Russlands Status als Weltmacht zu erläutern und zu verstehen, wie geopolitische Interessen und Machtstreben die aktuelle Weltordnung beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die durch eigene Einschätzungen des Autors sowie die Berücksichtigung von persönlichen Erfahrungen und Expertenmeinungen ergänzt wird.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der ethnokulturellen Bindungen, der wirtschaftlichen Probleme, der nuklearen Abschreckung und der machtpolitischen Interessen in Eurasien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geopolitik, Weltmacht, Nuklearmacht, Ukrainekrieg und eurasische Integration charakterisiert.
Die Geschichte der Rus bildet das Fundament der ethnokulturellen Zusammengehörigkeit, auf die sich Russland beruft, um historische Ansprüche und eine Verbundenheit zur Ukraine zu legitimieren.
Das nukleare Arsenal dient Russland als strategisches Mittel, um sich trotz wirtschaftlicher Schwäche als bedeutende Weltmacht zu etablieren und westliche Handlungsspielräume im Ukrainekonflikt einzuschränken.
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