Bachelorarbeit, 2016
71 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1. Notwenigkeit einer strategischen Frühaufklärung
1.2. Ziel der Arbeit
1.3. Aufbau der Arbeit
2. GRUNDLAGEN
2.1. Strategische Unternehmensführung
2.1.1. Unternehmenserfolg
2.2. Strategisches Controlling
2.3. Steuerungsinstrumente
2.4. Aufgaben von Frühwarnindikatoren (Risikomanagement)
2.5. Strategische Frühaufklärung
2.5.1. Historische Entwicklung der strategischen Frühaufklärung
2.5.2. Diskontinuitäten
2.5.3. Prozess der strategischen Frühaufklärung
2.5.4. Methoden strategischer Frühaufklärung
2.5.5. Einflussfaktoren auf die Methodenwahl
3. PRAXISBEISPIELE
3.1. Positive Praxisbeispiele
3.1.1. Blackberry
3.1.1.1. Unternehmensporträt
3.1.1.2. Praxisbeispiel
3.1.1.3. Abgeleitete Erkenntnisse
3.1.2. Media Markt
3.1.2.1. Unternehmensporträt
3.1.2.2. Praxisbeispiel
3.1.2.3. Abgeleitete Erkenntnisse
3.2. Negative Praxisbeispiele
3.2.1. Nokia
3.2.1.1. Unternehmensporträt
3.2.1.2. Praxisbeispiel
3.2.1.3. Abgeleitete Erkenntnisse
3.2.2. Schlecker
3.2.2.1. Unternehmensporträt
3.2.2.2. Praxisbeispiel
3.2.2.3. Abgeleitete Erkenntnisse
4. EINORDNUNG DER PRAXISBEISPIELE IN DEN THEORETISCHEN BEZUGSRAHMEN DER STRATEGISCHEN FRÜHAUFKLÄRUNG
4.1. Erfolgsfaktoren strategischer Frühaufklärung
4.2. Stärken und Schwächen der Methoden strategischer Frühaufklärung
5. HANDLUNGSEMPFEHLUNG ZUR UMSETZUNG STRATEGISCHER FRÜHAUFKLÄRUNG
5.1. Bewertung der Scorecard als Kernelement des Konzeptes
5.1.1. Implementierungsgeschwindigkeit der Scorecard
5.1.2. Komplexität der Scorecard in der praktischen Anwendung
5.1.3. Frühaufklärungshorizont der Scorecard
5.1.4. Berücksichtigung von Branchenabhängigkeiten mit Hilfe der Scorecard
5.2. Abschließende Begründung der Handlungsempfehlung zur Umsetzung und Kombination in einem in sich geschlossenen Kreislauf
5.2.1. Kombination vorangestellter Methoden mit der Scorecard
5.2.2. Kombination begleitender Methoden mit der Scorecard
6. FAZIT UND KRITISCHE REFLEXION
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein ganzheitliches, offenes und zugleich in sich geschlossenes Konzept für ein strategisches Frühaufklärungssystem zu entwickeln, das branchenübergreifend anwendbar ist. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch die frühzeitige Identifikation von Diskontinuitäten mittels spezifischer Methoden und deren Verknüpfung in einem steuerungsrelevanten Kreislauf erfolgreich auf Marktveränderungen reagieren können.
2.5.1 Historische Entwicklung der strategischen Frühaufklärung
In der Einleitung der vorliegenden Arbeit wurde bereits die Daseinsberechtigung strategischer Frühaufklärung, respektive deren Notwenigkeit beschrieben. Neben den bereits dargelegten wirtschaftlichen Gründen ist anzumerken, dass Menschen seit jeher bedacht sind Gefahren abzuwenden und Chancen zu erkennen um frühzeitig einzugreifen. Mit einem funktionierenden Frühaufklärungssystem soll zudem die Aktivität eines akuten Krisenmanagements möglichst gering gehalten werden. Der erste dokumentierte Versuch die Umwelt nach entscheidenden Trendänderungen mit Hilfe eines neuen strategischen Planungssystems zu untersuchen, welches die Aspekte einer Frühaufklärung erfüllen, wurde 1967 vom Unternehmen General Electric durchgeführt. Die erste wissenschaftliche Arbeit zu diesem Themengebiet erschien im gleichen Jahr (1967) von Aquilar´s mit dem Titel „Scanning the Business Environment“.
Der jedoch in der Literatur stärker vertretene Ansoff (1976) bereitete durch die Entwicklung des Konzeptes der schwachen Signale den Weg für die Umsetzung einer strategischen Frühaufklärung. In Folge einer sich neuen Rahmenbedingungen anpassenden Entwicklung von Frühwarnung, bis zum integrierten Frühaufklärungssystem aufgrund informationstechnologischer Fortschritte und Entwicklung ist es möglich von einer Evolution zu sprechen. Die jeweils nachfolgende Evolutionsstufe ist als konkrete Weiterentwicklung zu beschreiben und ersetzt die Vorläuferstufe nicht sondern hat diese als Bestandteil in sich. Mit voranschreitender Entwicklung steigt die Komplexität in allen für ein Anwender relevanten Bearbeitungspunkten. Im Folgenden werden die vier Generationen prägnant dargestellt.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer strategischen Frühaufklärung aufgrund zunehmender Dynamik und Komplexität in den Märkten und definiert Zielsetzung sowie Aufbau der Arbeit.
2. GRUNDLAGEN: Hier werden die theoretischen Fundamente, einschließlich strategischer Unternehmensführung, Controlling und der historischen Entwicklung sowie Methoden der strategischen Frühaufklärung, erarbeitet.
3. PRAXISBEISPIELE: Anhand von positiven Beispielen (Blackberry, Media Markt) und negativen Fällen (Nokia, Schlecker) wird die praktische Relevanz der Früherkennung von Diskontinuitäten illustriert.
4. EINORDNUNG DER PRAXISBEISPIELE IN DEN THEORETISCHEN BEZUGSRAHMEN DER STRATEGISCHEN FRÜHAUFKLÄRUNG: Die Erkenntnisse aus den Praxisbeispielen werden genutzt, um Erfolgsfaktoren sowie Stärken und Schwächen der Methoden in den theoretischen Kontext einzubetten.
5. HANDLUNGSEMPFEHLUNG ZUR UMSETZUNG STRATEGISCHER FRÜHAUFKLÄRUNG: Der Autor präsentiert eine Scorecard als Kernelement eines in sich geschlossenen Frühaufklärungskreislaufs als konkrete Empfehlung für die Umsetzung.
6. FAZIT UND KRITISCHE REFLEXION: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit des entwickelten Konzeptes in der Unternehmenspraxis.
Strategische Frühaufklärung, Diskontinuitäten, Unternehmensführung, Strategisches Controlling, Früherkennung, Schwache Signale, Scorecard, Szenario-Analyse, Cross-Impact-Analyse, Delphi-Methode, Wettbewerbsvorteil, Risikomanagement, Innovationsdruck, Transformation, Unternehmenserfolg
Die Bachelorarbeit behandelt die Entwicklung eines systematischen Konzepts für die strategische Frühaufklärung, das Unternehmen helfen soll, Marktveränderungen und Diskontinuitäten frühzeitig zu erkennen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der strategischen Unternehmensführung, die Evolution von Frühaufklärungssystemen, die Analyse verschiedener Prognosemethoden sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte.
Ziel ist es, ein offenes, in sich geschlossenes und branchenunabhängiges Konzept für ein strategisches Frühaufklärungssystem zu entwickeln, das Unternehmen eine gezielte Steuerung ermöglicht.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine Fallstudienanalyse (Praxisbeispiele), um die Relevanz der Konzepte zu untermauern und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen insbesondere reale Praxisbeispiele analysiert und daraus spezifische Erfolgsfaktoren sowie die Stärken und Schwächen verschiedener Methoden abgeleitet.
Wichtige Begriffe sind strategische Frühaufklärung, Diskontinuitäten, Scorecard, Früherkennung, schwache Signale und strategisches Controlling.
Der Autor wählte die Scorecard aufgrund ihrer hohen Flexibilität, ihrer individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und ihrer Fähigkeit, sowohl operative als auch strategische Perspektiven ganzheitlich zu verknüpfen.
Diese dienen als Negativbeispiele, um zu illustrieren, wie eine fehlende oder mangelhafte strategische Frühaufklärung zu Wettbewerbsnachteilen, strategischen Fehlentscheidungen und letztlich zur Insolvenz führen kann.
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