Bachelorarbeit, 2012
47 Seiten, Note: 1,3
1 Motivation, Praxisrelevanz und Struktur der Arbeit
2 Grundlagen bezüglich der Bewertung von Arztpraxen
2.1 Definition einer Arztpraxis als freiberufliche Einrichtung
2.2 Komponenten des Gesamtwertes von Arztpraxen
2.3 Erläuterung von Bewertungsanlässen
2.4 Unterschiede zwischen Arztpraxen und Großunternehmen
2.5 Anforderungen an die Verfahren zur Ermittlung eines realistischen Praxiswertes
3 Methoden zur Bewertung von Arztpraxen
3.1 Methoden zur Ermittlung des Substanzwertes
3.1.1 Restwertmethode
3.1.2 Bundesärztekammermethode zur Substanzwertberechnung
3.1.3 Indizes-Methode
3.1.4 Evaluation der Methoden zur Berechnung des Substanzwertes
3.2 Methoden zur Ermittlung des Goodwills
3.2.1 Bundesärztekammermethode zur Goodwillberechnung von 1987
3.2.2 Bundesärztekammermethode zur Goodwillberechnung von 2008
3.2.3 Umsatz- und Gewinnmethode
3.2.4 Gemischte Umsatz- und Gewinnmethode
3.2.5 Indexierte Basis-Teilwert-Methode
3.2.6 Evaluation der Methoden zur Berechnung des Goodwills
3.3 Methoden zur Ermittlung des Gesamtpraxiswertes
3.3.1 Multiplikatoren
3.3.2 Ertragswertverfahren
3.3.3 Modifiziertes Ertragswertverfahren
3.3.4 Modifiziertes Discounted Cashflow-Verfahren
3.3.5 Stuttgarter Verfahren
3.3.6 Evaluation der Methoden zur Ermittlung des Gesamtpraxiswerts
3.4 Zusammenfassung der Analyse der Bewertungsmethoden
4 Diskussion der Bewertungsmethoden
5 Konzeption und Erstellung eines Standardbewertungs-Tools
5.1 Ziele und Aufgaben des Bewertungstools
5.2 Bewertung einer Beispielpraxis
5.3 Diskussion der ermittelten Praxiswerte
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Offene Forschungsfragen
6.3 Ausblick
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen bewertenden Überblick über bestehende Methoden zur Praxisbewertung zu geben, um deren Anwendung für außenstehende Betrachter transparent zu machen. Im Fokus steht die Frage, wie die spezifischen Besonderheiten einer Arztpraxis, insbesondere deren hohe Personenbezogenheit, in betriebswirtschaftlichen Bewertungsverfahren angemessen abgebildet werden können.
3.3.4 Modifiziertes Discounted Cashflow-Verfahren
In der Betriebswirtschaft ist die Discounted Cashflow-Methode weit verbreitet, für die Bewertung von Arztpraxen wurde sie jedoch nach heutigem Wissensstand bislang nicht angewendet. Durch Anwendung dieses Verfahrens „ermittelt man den Grenzpreis für ein Unternehmen als Differenz aus den Werten des Gesamtkapitals und des Fremdkapitals des Unternehmens.“ Die Methode ist mit dem Ertragswertverfahren verwandt, insbesondere was die verschiedenen Prognosezeiträume betrifft. Allerdings werden bei der Berechnung Cashflows und keine Erträge diskontiert.
Auch die klassische Discounted Cashflow-Methode lässt sich modifizieren, um den Reproduktions- und Verflüchtigungsaspekt bei Arztpraxen miteinzubeziehen. Wie bei der modifizierten Ertragswertmethode gelingt dies durch die Berechnung des Praxiswertes für die nächsten drei Jahre.
Die Berechnung des Unternehmenswerts erfolgt gemäß Gleichung 11: Vges,t = Summe (FCFt / (1 + WACC)^t) für t=1 bis 3.
FCFt = Free Cashflow in Periode t. WACC= Weighted Average Cost of Capital.
Die Cashflows lassen sich aus dem operativen Ergebnis ableiten (siehe Anhang 2 für die Berechnungsschritte zur Ermittlung des Free Cashflows). Im Unterschied zur modifizierten Ertragswertmethode wird hier mit den gewichteten Kapitalkosten, genannt WACC diskontiert. Diese berücksichtigen zudem die Kapitalstruktur der Arztpraxis (siehe Anhang 3 für die einzelnen Berechnungsschritte des WACC).
1 Motivation, Praxisrelevanz und Struktur der Arbeit: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit einer transparenten Praxisbewertung ein und erläutert den Aufbau der Arbeit als Antwort auf die Intransparenz der bisherigen Bewertungsverfahren.
2 Grundlagen bezüglich der Bewertung von Arztpraxen: Hier werden Arztpraxen definiert und die wesentlichen Unterschiede zu Großunternehmen, insbesondere die hohe Personenbezogenheit, herausgearbeitet, welche spezifische Anforderungen an Bewertungsverfahren stellen.
3 Methoden zur Bewertung von Arztpraxen: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse und Evaluation verschiedener Verfahren zur Ermittlung des Substanzwertes, des Goodwills sowie des Gesamtpraxiswertes.
4 Diskussion der Bewertungsmethoden: Die zuvor vorgestellten Verfahren werden kritisch anhand von zwei Dimensionen – der Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Grundsätze und der Besonderheiten bei Arztpraxen – gegenübergestellt und grafisch bewertet.
5 Konzeption und Erstellung eines Standardbewertungs-Tools: Die Konzeption eines Bewertungstools wird erläutert und die Anwendung der Methoden anhand einer Beispielpraxis aus der Orthopädie praktisch demonstriert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammenfassend bewertet, offene Forschungsfragen adressiert und zukünftige Entwicklungen im regulierten Umfeld der Arztpraxen diskutiert.
Praxisbewertung, Arztpraxen, Goodwill, Substanzwert, Discounted Cashflow-Verfahren, Ertragswertverfahren, Praxisübernahme, Bewertungsanlässe, Personenbezogenheit, betriebswirtschaftliche Methoden, Standardbewertungs-Tool, Praxisgesamtwert, Patientenstamm, Kalkulatorischer Arztlohn.
Die Arbeit befasst sich mit der finanziellen Bewertung von Arztpraxen. Ziel ist es, einen Überblick über existierende Methoden zu geben und diese vor einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund zu analysieren.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung des Substanzwertes und des Goodwills, die Berücksichtigung der hohen Personenbezogenheit von Arztpraxen und der Vergleich der Aussagekraft unterschiedlicher Bewertungsmodelle.
Das primäre Ziel ist es, die derzeitige Intransparenz bei der Praxisbewertung abzubauen und ein realistisches, nachvollziehbares Vorgehen zu definieren, das sowohl allgemeine betriebswirtschaftliche Standards erfüllt als auch die Spezifika von Arztpraxen berücksichtigt.
Die Arbeit analysiert und evaluiert existierende Verfahren wie die Restwertmethode, verschiedene Bundesärztekammermethoden, Ertragswertverfahren und die Discounted Cashflow-Methode, wobei letztere für Arztpraxen modifiziert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Analyse der Bewertungsverfahren, deren kritische Diskussion sowie die Konzeption eines praktischen Bewertungstools, welches an einer Beispielpraxis getestet wird.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Praxisbewertung, Arztpraxen, Goodwill, Substanzwert, Discounted Cashflow-Verfahren, Ertragswertverfahren und Praxisübernahme.
Sie wird aufgrund ihrer Vergangenheitsorientierung, der pauschalen Anwendung von Multiplikatoren und der mangelnden Transparenz bei der Berücksichtigung fachspezifischer Unterschiede in der Fachwelt kontrovers diskutiert und oft als unzureichend angesehen.
Es bietet einen wertorientierten Ansatz, der zukünftige Cashflows und die spezifische Kapitalstruktur berücksichtigt, und kann durch die Modifikation des Prognosezeitraums die hohen Anforderungen an die Personenbezogenheit von Arztpraxen am besten abbilden.
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