Bachelorarbeit, 2017
49 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Ziel und Fragestellung der Arbeit
3 Theoretische Basis
3.1 Anfänge der Faszienforschung
3.2 Anatomisch-physiologische Grundlagen
3.2.1 Das Bindegewebe und Faszienanatomie
3.2.2 Bindegewebstypen
3.2.3 Funktionen der Faszie
3.3 Das Tensegrity-Modell
3.3.1 Bedeutung: Fasziales Netzwerk des Körpers
3.3.2 Myofasziale Leitbahnen
3.4 Fasziale Störungen
4 Methodisches Vorgehen der Literaturrecherche
4.1 Erfassung des aktuellen Forschungsstandes
4.2 Einbezogene Studien zur Analyse
4.2.1 Subjektive Untersuchungsbeobachtung vom SMR mit der Blackroll
4.2.2 Einfluss einer einzigen Faszientherapie auf die Muskelstärke bei Sportlern mit subakuten Sprunggelenksdistorsion
4.2.3 Praktische Anwendung des Tensegrity-Modells der Faszie
4.2.4 Zusammenhang zwischen Hydratation und Faszienelastizität während einer Eigenbehandlung
4.3 Wissenschaftliche Grundlagen der Trainingsprinzipien im Faszientraining
5 Analyse von Therapie und Training der Faszien
5.1 Trainingsprinzipien
5.2 SMR – Self Myofascial Release
6 Konzeptableitung für gesunde Faszien
7 Zusammenfassung und Trainingssteigerung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein alltagsgerechtes Konzept für ein Faszientraining zu entwickeln, welches die allgemeine Beweglichkeit und das Körpergefühl verbessert. Dabei wird insbesondere der Frage nach fasziengerechten Trainingsprinzipien nachgegangen.
Die vier Grundfunktionen der Faszie
Trotz der verschiedenen, differenzierten Arten von faszialem Bindegewebe erkennt Schleip vier Hauptfunktionen:
1. „Formen: umhüllen, polstern, schützen, stützen, Struktur geben.“ (Schleip, Bayer 2015: 26) Das Bindegewebe verbindet alles miteinander und errichtet ein Spannungsnetzwerk im ganzen Körper, welches keinen Anfang und kein Ende aufweist. Das Skelettsystem nutzt Kapseln und Bänder als Bindeglied. Muskeln verjüngen sich in Sehnen und Faszienplatten, welche ihren Ursprung am Knochen finden. Organe stehen in ständiger Verbindung mit umliegenden Geweben durch fasziale Strukturen. Des Weiteren stellt die äußere Körperfaszie eine mechanische Schutzhülle dar, die Kräfte absorbieren und auf den Körper verteilen kann (vgl. Slomka 2014: 35).
2. „Bewegen: Kraft übertragen und speichern, Spannung halten, dehnen.“ (Schleip, Bayer 2015: 26) Faszien bilden im Körper ein Netzwerk aus Sehnen, Muskeln und Knochen, in dem Kräfte übertragen, gespeichert und entfesselt werden können. Weitere Ausführungen folgen im nächsten Kapitel.
3. „Versorgen: Stoffwechsel, Flüssigkeitstransport, Nahrung zuführen.“ (Schleip, Bayer 2015: 26) Vom Gefäßsystem gelangen Nährstoffe über das Bindegewebe zu dem Ort der Versorgung. Im Gegenzug werden Stoffwechselendprodukte zu den Venen oder Lymphgefäßen transportiert. Weiterhin befinden sich im faszialen Raum viele immunologische Zellen, die bei Angriffen von Bakterien und Viren aktiv werden (vgl. Slomka 2014: 35).
4. „Kommunizieren: Reize und Informationen empfangen und weiterleiten.“ (Schleip, Bayer 2015: 26) Die Faszien haben eine wichtige Aufgabe als Informationsmedium. Eine große Anzahl an Nervenrezeptoren lokalisiert sich im Bindegewebe und sorgt für deren Reizwahrnehmung und –weiterleitung (vgl. Slomka 2014: 35). Der „sechste Sinn“, auch der Bewegungssinn oder die Tiefensensibilität genannt, wird den neusten Forschungen zu folge durch Faszien realisiert. Sie melden durch Spannungs-, Druck- und Zugänderungen die aktuelle Lage und Position eines Körperteils im Raum. Somit besteht zwischen Bindegewebe und Gehirn eine direkte Verbindung, die durch Afferenz und Reafferenzen die Bewegung steuert (vgl. Schleip, Bayer 2015: 32 f.).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und definiert Faszien als komplexes, netzartiges Gewebe, das weit mehr als nur Füllmaterial ist und wesentliche Funktionen für den Körper erfüllt.
2 Ziel und Fragestellung der Arbeit: Es wird die Zielsetzung definiert, ein alltagsgerechtes Konzept für ein Faszientraining zu entwickeln, um Beweglichkeit und Körpergefühl zu verbessern.
3 Theoretische Basis: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung, die anatomischen Grundlagen, das Tensegrity-Modell und die Bedeutung myofaszialer Leitbahnen.
4 Methodisches Vorgehen der Literaturrecherche: Hier wird der aktuelle Forschungsstand dargelegt und eine Analyse ausgewählter Studien zur Faszientherapie und -hydratation vorgenommen.
5 Analyse von Therapie und Training der Faszien: In diesem Kapitel werden Trainingsprinzipien abgeleitet und praktische Methoden wie SMR analysiert, um eine Basis für das Trainingskonzept zu schaffen.
6 Konzeptableitung für gesunde Faszien: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet ein praktisches Trainingskonzept für verschiedene Zielgruppen ab.
7 Zusammenfassung und Trainingssteigerung: Den Abschluss bildet eine Synthese der Ergebnisse sowie ein Ausblick auf Möglichkeiten der Trainingssteigerung und Anwendung im Leistungssport.
Faszien, Faszientraining, Bindegewebe, Tensegrity-Modell, Myofasziale Leitbahnen, Self Myofascial Release, SMR, Hydratation, Beweglichkeit, Körperwahrnehmung, Fibroblasten, Faszienforschung, Regeneration, Trainingsprinzipien, Bewegungssteuerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Faszien für den menschlichen Körper und entwickelt ein wissenschaftlich fundiertes Konzept für ein Faszientraining zur Verbesserung von Beweglichkeit und Wohlbefinden.
Zentrale Themen sind die Anatomie und Physiologie der Faszien, das Tensegrity-Modell, myofasziale Leitbahnen, die Evidenzbasierung von Faszientherapien (wie SMR) und die praktischen Prinzipien des Faszientrainings.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines alltagsgerechten, evidenzbasierten Konzepts für ein Faszientraining, das als Prävention zur Erhaltung gesunder Faszien dienen kann.
Die Arbeit basiert auf einem Literaturreview, in dem der aktuelle Forschungsstand sowie randomisierte, kontrollierte Studien und systematische Reviews zum Thema analysiert und bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine methodische Analyse aktueller Studien und die praktische Herleitung von Trainingsprinzipien sowie konkreten Übungsinhalten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Faszien, Bindegewebe, Tensegrity-Modell, Faszientraining, SMR, Hydratation und Körperwahrnehmung charakterisiert.
Das Faszientraining fokussiert auf dynamische, federnde Bewegungen und die energetische Nutzung der Sehnen, anstatt auf die isolierte, konzentrische Anspannung einzelner Muskeln.
Die Faszien besitzen eine schwammähnliche Struktur; durch Druck und Bewegung wird Wasser verdrängt und anschließend wieder aus Kapillaren aufgenommen, was entscheidend für die Elastizität und Regeneration des Gewebes ist.
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