Bachelorarbeit, 2017
68 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Emotion
2.1.1 Verwandte Begriffe der Emotion
2.2 Von der Emotion zu der Emotionsregulation
2.3 Emotionsregulation
2.3.1 Verwandte Begriffe der Emotionsregulation
2.3.2 Das Prozessmodell der Emotionsregulation
2.3.3 Emotionsregulation im Jugendalter
2.3.4 Emotionsdysregulation
2.4 Emotionsdysregulation und Psychopathologie
2.4.1 Depression
2.4.2 Aggressives Verhalten
2.4.3 Komorbidität internalisierender und externalisierender Störungen
2.5 Forschungsstand und Hypothesen
2.5.1 Kognitive Neubewertung und Psychopathologie
2.5.2 Expressive Suppression und Psychopathologie
2.5.3 Rumination und Psychopathologie
3 Methode
3.1 Suchprozess und Auswahl der Studien
3.2 Ein- und Ausschlusskriterien für die Literaturrecherche
3.3 Herausforderungen bei der Auswahl der Studien
4 Ergebnisse
4.1 Empirische Befunde zur Überprüfung der Hypothese 1
4.1.1 Kognitive Neubewertung und depressive Symptome (H1a)
4.1.2 Kognitive Neubewertung und aggressives Verhalten (H1b)
4.2 Empirische Befunde zur Überprüfung der Hypothese 2
4.2.1 Expressive Suppression und depressive Symptome (H2a)
4.2.2 Expressive Suppression und aggressives Verhalten (H2b)
4.3 Empirische Befunde zur Überprüfung der Hypothese 3
4.3.1 Rumination und depressive Symptome (H3a)
4.3.2 Rumination und aggressives Verhalten (H3b)
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Interpretation der Ergebnisse und Erkenntnisgewinn
5.2.1 Der Einfluss kognitiver Neubewertung auf depressive Symptome
5.2.2 Der Einfluss kognitiver Neubewertung auf aggressives Verhalten
5.2.3 Der Einfluss expressiver Suppression auf depressive Symptome
5.2.4 Der Einfluss expressiver Suppression auf aggressives Verhalten
5.2.5 Der Einfluss von Rumination auf depressive Symptome
5.2.6 Der Einfluss von Rumination auf aggressives Verhalten
5.2.7 Aggressives Verhalten und depressive Symptome
5.3 Wechselwirkung mit weiteren Faktoren
5.4. Limitationen
5.5 Fazit und Implikationen für die zukünftige Forschung
Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, Zusammenhänge zwischen habituellen Emotionsregulationsstrategien (kognitive Neubewertung, expressive Suppression, Rumination) und internalisierenden sowie externalisierenden Verhaltensweisen im Jugendalter durch ein systematisches Review aktueller empirischer Forschung zu identifizieren und deren Rolle als Schutz- oder Risikofaktoren für psychische Störungen zu untersuchen.
2.3.2 Das Prozessmodell der Emotionsregulation
In den letzten 10 bis 20 Jahren hat sich die Emotionsregulationsforschung zu einem eigenen Forschungsgebiet entwickelt (Staubmann, 2014), das sich insbesondere kognitiven Emotionsregulationsstrategien beziehungsweise kontrollierten Prozessen der Emotionsregulation widmet (Barnow, 2013; In-Albon, 2013). Besondere Beachtung erfährt hierbei das Prozessmodell der Emotionsregulation nach Gross (1998a, 2001). Es beschreibt spezifische Strategien, die entlang des zeitlichen Verlaufs während der Emotionsentstehung differenziert werden können (Gross, 2001, 2002). Das wesentliche Postulat dieses Modells ist, dass Emotionsregulationsstrategien sich hinsichtlich des Zeitpunkts ihrer primären Auswirkungen auf den Prozess der Emotionsentstehung unterscheiden (Gross, 2002).
Dementsprechend beschreibt Gross (2001, 2002) die antizipatorische und die reaktive Emotionsregulation und hebt hierbei insbesondere die kognitive Neubewertung und die expressive Suppression als spezifische antizipatorische sowie reaktive Emotionsregulationsstrategien hervor (siehe Abbildung 1). Bei der antizipatorischen Emotionsregulation wird die Emotion reguliert, bevor sie sich entfaltet; es wird also der Input zur Emotionsentstehung manipuliert (Gross 1998a, 2001, 2002). Die reaktive Emotionsregulation ist dadurch gekennzeichnet, dass der Output der Emotionsentstehung, also das Erleben der Emotion, das Verhalten sowie physiologische Reaktionen manipuliert werden (Gross, 1998a, 2001, 2002). Sie fokussiert somit die unmittelbare emotionale Reaktion.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Emotionen und deren Regulation für die Gesundheit sowie Darlegung der Relevanz des Themas im Jugendalter.
2 Theoretischer Hintergrund: Theoretische Fundierung der Emotionsregulation, Prozessmodell von Gross, Abgrenzung verwandter Begriffe und Zusammenhänge mit Psychopathologien.
3 Methode: Beschreibung des systematischen Suchprozesses, der Auswahlkriterien für die 20 Primärstudien und der methodischen Herausforderungen.
4 Ergebnisse: Ausführliche Darstellung der empirischen Befunde zu den aufgestellten Hypothesen, unterteilt in kognitive Neubewertung, expressive Suppression und Rumination.
5 Diskussion: Synthese der Ergebnisse, Interpretation im Kontext aktueller Theorien, Limitationen der Arbeit sowie Fazit für zukünftige Präventionsmaßnahmen.
Emotionsregulation, Jugendalter, kognitive Neubewertung, expressive Suppression, Rumination, depressive Symptome, aggressives Verhalten, externalisierendes Verhalten, internalisierendes Verhalten, Schutzfaktor, Risikofaktor, systematisches Review, Psychopathologie, Adoleszenz, Impulskontrolle
Die Arbeit untersucht, wie verschiedene alltägliche Strategien zur Regulation von Emotionen bei Jugendlichen mit depressiven Symptomen und aggressivem Verhalten zusammenhängen.
Die zentralen Themen sind Emotionsregulation, Psychopathologie, spezifische Regulationsstrategien (kognitive Neubewertung, expressive Suppression, Rumination) und deren Ausprägung im Jugendalter.
Das Ziel ist es, anhand eines systematischen Reviews der aktuellen Forschung zu klären, ob bestimmte Emotionsregulationsstrategien als Schutz- oder Risikofaktoren für psychische Belastungen bei Jugendlichen fungieren.
Es handelt sich um ein systematisches Review der empirischen Forschungsliteratur, bei dem 20 Primärstudien analysiert und verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Ergebnisdarstellung zur Hypothesenüberprüfung und die anschließende Diskussion der Befunde.
Wichtige Begriffe sind Emotionsregulation, Jugendalter, Depression, Aggression, kognitive Neubewertung, expressive Suppression und Rumination.
Die Ergebnisse bestätigen weitgehend, dass kognitive Neubewertung als Schutzfaktor fungiert und mit einer geringeren Ausprägung depressiver Symptome einhergeht.
Rumination wird in der Arbeit konsistent als Risikofaktor identifiziert, da sie depressive Symptome sowie aggressives Verhalten verlängern oder verstärken kann.
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