Masterarbeit, 2017
145 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit und Forschungsfrage
1.3 Wissenschaftliche Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Gesundheit im betrieblichen Kontext
2.1 Veränderung der Arbeitswelt
2.1.1 Geschlechtsspezifische Arbeitsbedingungen und Gesundheitsgefahren
2.2 Daten zur Gesundheit von Arbeitskräften
2.3 Daten zur Gesundheit von Führungskräften
2.4 Fazit
3 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als ganzheitlicher Ansatz
3.1 Erfahrungen zur praktischen Umsetzung von BGF
3.2 Rolle der Führungskräfte in der betrieblichen Gesundheitsförderung
3.2.1 Rahmenbedingungen in Klein- und Mittelbetrieben
3.3 Chronologie und Förderstruktur der betrieblichen Gesundheitsförderung in Österreich
3.4 Fazit
4 Theoretischer Hintergrund von Führung
4.1 Charismatische Führung
4.2 Transformationale Führung
4.3 Das „Full range model of leadership“
4.4 Authentisches Leadership
4.5 Servant Leadership
4.6 Fazit
5 Zusammenhang von Führung und Gesundheit – Stand der Forschung
5.1 Modelle von gesunder Führung
5.1.1 HPLC (health-promoting leading culture) von Jiménez et al.
5.1.2 Health oriented Leadership (HoL) von Franke und Felfe
5.1.3 Analyse von gesundheits- und entwicklungsförderlichem Führungsverhalten (GEFA) nach Vincent
5.1.4 Vier-Ebenen-Modell gesundheitsförderlichen Führens nach Spieß und Stadler
5.1.5 „Sozialkapitalkonzept“ von Badura
5.1.6 Gesundheitsgerechte Führung nach Matyssek
5.1.7 Gesunde Führung in KMUs nach Pelster
5.2 Fazit
6 Erwerbsarbeit und Führung in Verbindung mit Genderaspekten
6.1 Theoretische Grundlagen und Daten
6.1.1 Geschlechterungleichheiten in Führungspositionen
6.2 Stand der Forschung
6.2.1 Genderaspekte in Verbindung mit Führungsstilen
6.2.2 Effektivität von männlichen und weiblichen Führungskräften
6.3 Fazit
7 Methodischer Forschungsansatz
7.1 Inhalt der Studie
7.2 Qualitativer Forschungsansatz
7.3 Design des Interviewleitfadens
7.4 Auswahl der InterviewpartnerInnen
7.5 Datenauswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse
8 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
8.1 Begriffsverständnis gesunder Führung
8.2 Merkmale der Einführungsphase von gesunder Führung
8.3 Identifikation von Genderunterschieden
9 Conclusio und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die praktische Einführung und Umsetzung gesunder Führung in österreichischen Betrieben, wobei der Fokus darauf liegt, inwiefern geschlechtsspezifische Unterschiede bei diesem Prozess eine Rolle spielen. Ziel ist es, die Relevanz von Genderaspekten im Kontext gesundheitsförderlicher Führung zu ergründen und Erkenntnisse für eine geschlechtersensible Gestaltung zu gewinnen.
2.1.1 Geschlechtsspezifische Arbeitsbedingungen und Gesundheitsgefahren
Um in weiterer Folge Genderaspekte herauszuarbeiten, sind bezüglich der arbeitsweltbezogenen Situation von Frauen folgende Gesichtspunkte einzubeziehen (Kuhn, 2008):
Die mangelnde Gleichstellung von Männern und Frauen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Arbeit wirkt sich auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Frauen aus. Diskriminierung hängt mit dem Befinden und der Gesundheit zusammen.
Selbst bei einer Vollzeitbeschäftigung sind in erster Linie Frauen mit der häuslichen Arbeit und der Betreuung von Kindern und Verwandten betraut.
Dadurch wird die tägliche Arbeitszeit entscheidend erhöht und bringt weibliche Arbeitnehmerinnen mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter Druck.
Die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Arbeitsorganisation und die Arbeitsmittel orientieren sich nachweislich am Modell des „Durchschnittsmannes“ und benachteiligen so weibliche Beschäftigte.
Die Beschäftigungsbedingungen sind geschlechtsspezifisch und haben erhebliche Auswirkungen auf die arbeitsbedingten Gesundheitsergebnisse. Studien, aber auch konkrete Maßnahmen, sollten im Blick haben, welchen Arbeiten Männer und Frauen nachgehen und wie sie somit in unterschiedlicher Weise von Belastungen und Arbeitsbedingungen betroffen sind.
Die arbeitsbedingten Risiken und Gefahren von Frauen wurden bisher in Untersuchungen und Maßnahmen unterbewertet und vernachlässigt. Dazu hat der geschlechtsneutrale Ansatz in Politik und Gesetzgebung beigetragen. Dem sollte entgegengewirkt werden.
Frauen üben oft Tätigkeiten aus, die gewerkschaftlich schwächer vertreten sind. Damit sind sie auf vielen Entscheidungsebenen unterrepräsentiert.
Nicht zuletzt sind Frauen keine homogene Gruppe und nicht alle Frauen arbeiten in typischen Frauenberufen. Dasselbe gilt für Männer. Ein ganzheitlicher Ansatz sollte der Vielfältigkeit und Diversität der Belegschaft gerecht werden.
Pieck (Pieck, 2008) plädiert somit auch beim Thema Gesundheitsmanagement für eine geschlechtssensible Herangehensweise. Zunächst stellt sich die Frage, ob die Tätigkeitsbereiche und Belastungen der Frauen im Rahmen eines Projektes überhaupt erfasst werden.
1 Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach der Relevanz von Genderunterschieden bei der Einführung gesunder Führung und skizziert das methodische Vorgehen.
2 Gesundheit im betrieblichen Kontext: Beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt sowie die gesundheitliche Situation von Arbeitskräften und Führungskräften unter Berücksichtigung von Geschlechteraspekten.
3 Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als ganzheitlicher Ansatz: Erläutert Konzepte der betrieblichen Gesundheitsförderung, deren praktische Umsetzung und die zentrale Rolle der Führungskräfte.
4 Theoretischer Hintergrund von Führung: Gibt einen historischen Abriss über Führungskonzepte und ihre Relevanz im organisationalen Kontext.
5 Zusammenhang von Führung und Gesundheit – Stand der Forschung: Analysiert den Forschungsstand zu gesundheitsförderlicher Führung und stellt relevante Modelle vor.
6 Erwerbsarbeit und Führung in Verbindung mit Genderaspekten: Diskutiert theoretische Grundlagen und empirische Daten zu Geschlechterverhältnissen in Führungspositionen.
7 Methodischer Forschungsansatz: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Datenerhebung durch Experteninterviews und die Auswertung mittels Inhaltsanalyse.
8 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Präsentiert und analysiert die empirischen Befunde aus den Experteninterviews hinsichtlich Begriffsverständnis, Umsetzung und Genderunterschieden.
9 Conclusio und Ausblick: Führt die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und leitet Implikationen für die Praxis ab.
Gesunde Führung, betriebliche Gesundheitsförderung, Gender, Führungskräfte, Arbeitswelt, Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung, Gesundheitsmanagement, Genderaspekte, Arbeitszufriedenheit, Führungseffektivität, qualitative Inhaltsanalyse, berufliche Gesundheit, Geschlechterrollen, Betriebliches Gesundheitsmanagement
Die Arbeit untersucht die praktische Einführung und Umsetzung von "gesunder Führung" in österreichischen Unternehmen und analysiert dabei insbesondere, welche Rolle Genderunterschiede in diesem Prozess spielen.
Die zentralen Themen umfassen betriebliche Gesundheitsförderung, verschiedene Führungsmodelle, theoretische Grundlagen zu Genderaspekten in der Erwerbsarbeit sowie die Analyse von Führungskräfteverhalten im Kontext von Mitarbeitergesundheit.
Die Forschungsfrage lautet: "Inwiefern sind Genderunterschiede bei der Einführung von gesunder Führung in einem Unternehmen relevant?" Ziel ist es, diese Relevanz aus der Praxisperspektive von Experten zu beleuchten.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Dies umfasst leitfadengestützte Experteninterviews mit Fachleuten aus den Bereichen betriebliche Gesundheitsförderung und Führungskräfteentwicklung, ausgewertet durch die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Gesundheitskonzepte, Führungsmodelle, Genderaspekte) und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Experteninterviews zu Begriffsverständnis, Einführungsphase und identifizierten Geschlechterunterschieden dargestellt werden.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe "Gesunde Führung", "betriebliche Gesundheitsförderung", "Gender", "Führungskräfte" und "Unternehmenskultur" beschreiben.
Die Studie zeigt, dass Unternehmensgröße eine wichtige Kontextvariable ist. Kleinbetriebe agieren oft flexibler, haben jedoch weniger formale Ressourcen, während Großbetriebe stärker in Konzernstrukturen eingebettet sind, was den Veränderungsprozess beeinflussen kann.
Ja, Experten beobachteten, dass weibliche Führungskräfte tendenziell stärker beziehungsorientiert und kommunikativ agieren, während männliche Führungskräfte ihre Stärken häufiger in der Abgrenzung und Aufgabenorientierung sehen.
Die Arbeit stellt fest, dass Führungskräfte selbst oft unter Stress stehen ("Sandwich-Position"). Es gibt Hinweise darauf, dass weibliche und männliche Führungskräfte unterschiedliche Bewältigungsstrategien wählen und sich in ihrer Offenheit bezüglich der Thematisierung von Gefühlen unterscheiden.
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