Masterarbeit, 2017
90 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise
2 Begriffsbestimmung
2.1 Negativzinsen
2.2 Treasury
2.2.1 Einordnung Treasury in die Unternehmenssteuerung
2.2.2 Ziele im Treasury Management
2.2.3 Funktionen im Treasury Management
3 Historische Darstellung - Entstehung von Negativzinsen
4 Treasury-Management
4.1 Liquiditätsplanung, Liquiditätssteuerung und Working Capital Management
4.1.1 Theoretische Grundlagen
4.1.2 Auswirkungen von Negativzinsen
4.2 Cash Pooling
4.2.1 Theoretische Grundlagen
4.2.2. Auswirkungen von Negativzinsen
4.3 Netting
4.3.1 Theoretische Grundlagen
4.3.2 Netting - Auswirkungen von Negativzinsen
4.4 Geldanlage und Finanzierung
4.4.1 Theoretische Grundlagen
4.4.1.1 Geldanlage
4.4.1.2 Finanzierung
4.4.2 Auswirkungen von Negativzinsen
4.4.2.1 Geldanlage
4.4.2.2 Finanzierung
4.5 Risikomanagement
4.5.1 Währungsrisiko-Management - Theoretische Grundlagen
4.5.2 Zins-Management - Theoretische Grundlagen
4.5.3 Auswirkungen von Negativzinsen
5 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit analysiert die Auswirkungen des seit 2014 bestehenden Negativzinsumfelds auf das operative Corporate Treasury von Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, nach einer historischen Herleitung der Geldpolitik der EZB und der Definition treasury-spezifischer Fachbegriffe, die operativen Konsequenzen für das Liquiditäts-, Cash-, Risiko- und Finanzierungsmanagement detailliert zu untersuchen.
4.1.2 Auswirkungen von Negativzinsen
Da in der Liquiditätsplanung alle relevanten Positionen und Eventualitäten zur Berechnung des CFs einbezogen werden müssen um eine möglichst präzise Prognose abgeben zu können, sind auch Auswirkungen von Negativzinsen zu integrieren. Banken geben mittlerweile die negativen Einlagezinsen der EZB in Form einer Verwahrgebühr auf gehaltene Kontoguthaben an die Unternehmen weiter. Dabei variiert die Höhe der Weiterbelastung i.d.R. bis zu einem Maximalbetrag des aktuellen Einlagezinssatzes für Banken von -0,4%. Berücksichtigt werden müssen auch sogenannte Sockelbeträge. Sockelbeträge sind ausgehandelte Freibeträge zwischen Finanzinstituten und Unternehmen, unter deren Grenze für Unternehmen keine Verwahrgebühr anfällt. Sie beziehen sich entweder auf einen absoluten Betrag oder einen durchschnittlichen Saldo in einem festgelegten Turnus. Somit erfolgt die Berechnung der Verwahrgebühr aus der Differenz zwischen Kontoguthaben und Sockelbetrag, die dann mit dem verhandelten Verwahrzinssatz multipliziert wird. Der CF wird durch die Verwahrgebühr reduziert. Aktuell haben ca. 80% der Unternehmen eine Sockel-Vereinbarung mit ihren Banken.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit vor dem Hintergrund der europäischen Negativzinspolitik.
2 Begriffsbestimmung: Definition zentraler Fachbegriffe wie Negativzins, Treasury und die Einordnung des Treasury-Managements in die Unternehmensstruktur.
3 Historische Darstellung - Entstehung von Negativzinsen: Historische Analyse der globalen Finanz- und Eurokrise sowie der geldpolitischen Reaktionen der EZB, die zu den heutigen Negativzinsen führten.
4 Treasury-Management: Detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Negativzinsen auf die verschiedenen Teilbereiche des Treasury, insbesondere Liquiditätssteuerung, Cash Pooling, Netting, Finanzierung sowie Risiko- und Zinsmanagement.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Herausforderungen und Handlungsoptionen für Unternehmen in einem Umfeld negativer Zinsen.
Negativzinsen, Treasury-Management, EZB, Geldpolitik, Liquiditätsplanung, Working Capital Management, Cash Pooling, Netting, Finanzierung, Zinsmanagement, Währungsrisiko, Derivate, Verwahrgebühr, Zinsswap, Bonitätsrisiko.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank auf das operative Treasury von Unternehmen.
Zentrale Themen sind Liquiditätsplanung, Cash Pooling, Netting, Geldanlage, Finanzierung sowie das Risiko- und Zinsmanagement in Unternehmen.
Ziel ist es, die Entstehung der Negativzinsen aufzuzeigen und deren spezifische Auswirkungen auf die Aufgabenbereiche eines Corporate Treasurers zu analysieren, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Die Arbeit verwendet eine quantitativ-empirische Forschungsmethode, basierend auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und kausalen Erklärungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Treasury-Aufgaben und die anschließende Analyse der Auswirkungen von Negativzinsen auf diese Gebiete, etwa bei der Kontodisposition oder der Preisgestaltung bei Derivaten.
Wichtige Begriffe sind Negativzinsen, Treasury-Management, Corporate Treasury, Liquiditätssicherung und Zinsänderungsrisiko.
Sockelbeträge sind vereinbarte Freibeträge, bis zu denen keine Verwahrgebühr für Kontoguthaben anfällt, was ein Instrument für Unternehmen zur Kostenminimierung ist.
Das Modell basiert auf der Annahme positiver Ausübungspreise und stößt bei negativen Zinssätzen an seine Grenzen, weshalb in der Praxis alternative Ansätze wie das "Shifted SABR"-Modell genutzt werden.
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