Masterarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Normzweck und historische Grundlagen
3. Tatbestandsvoraussetzungen
3.1 Inländerbeherrschung einer ausl. Gesellschaft
3.1.1 Unbeschränkte Steuerpflicht
3.1.2 Ausländische Gesellschaft i. S. d. KStG
3.1.3 Mehr als hälftige Beteiligung
3.2 Passive Einkünfte nach § 7 Abs. 1 i. V. m. § 8 Abs. 1 AStG
3.2.1 Überblick
3.2.2 Aktivkatalog § 8 Abs. 1 AStG
3.3 Niedrigbesteuerung § 8 Abs. 3 AStG
3.4 Motivtest § 8 Abs. 2 AStG
3.4.1 Inländerbeherrschung
3.4.2 Sitz oder Geschäftsleitung in einem EU/EWR Staat
3.4.3 Ausübung einer tatsächlichen wirtschaftlichen Tätigkeit
3.4.4 Vereinbarung i. S. d. EU-Amtshilfe-Richtlinie (2011/16/EU)
3.4.5 Fremdvergleichsgrundsatz
3.5 Freigrenze bei gemischten Einkünften § 9 AStG
4. Rechtsfolgen
4.1 Hinzurechnungsquote
4.1.1 Einstufige Beteiligungsstruktur
4.1.2 Zurechnung nach § 14 AStG
4.2 Ermittlung Hinzurechnungsbetrag
4.3 Steuerliche Behandlung des Hinzurechnungsbetrages
5. Spezialnorm § 20 Abs. 2 AStG
6. Verhältnis der Hinzurechnungsbesteuerung zu anderen Normen
6.1 Gewerbesteuer
6.2 Verfassungsrechtliche Bedenken
6.2.1 Aktivkatalog § 8 Abs. 1 AStG
6.2.2 § 8 Absatz 3 AStG
6.2.3 Erklärungspflichten
6.3 Völkerrechtliche Bedenken
6.4 Verhältnis zum DBA
6.5 Verhältnis zu einzelnen nationalen Normen
6.5.1 Zurechnung § 39 AO
6.5.2 Scheingeschäft § 41 AO
6.5.3 Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten § 42 AO
7. Belastungsrechnungen
7.1 Mutterkapitalgesellschaft (Anlage 6a und 6b)
7.2 Beteiligung im BV (Anlage 6c und 6d)
7.3 Beteiligung im PV (Anlage 6e und 6f)
8. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über die Hinzurechnungsbesteuerung nach dem deutschen Außensteuergesetz (AStG) zu vermitteln. Dabei wird die komplexe Systematik der §§ 7 bis 14 AStG analysiert, um die Tatbestandsvoraussetzungen und die daraus resultierenden steuerlichen Rechtsfolgen bei der missbräuchlichen Verlagerung von Einkünften in niedrig besteuernde Länder zu erörtern.
3.1.3.1 Mittelbare Beteiligung
Nicht nur unmittelbar gehaltene Beteiligungen werden zusammengerechnet, sondern auch mittelbare Anteile die nach § 7 Abs. 2 S. 2 AStG „durch eine andere Gesellschaft vermittelt werden“. Bei dieser anderen Gesellschaft muss es sich jedoch ebenfalls um eine ausländische Gesellschaft handeln, da bei einer Beherrschung über eine inländische Gesellschaft bereits bei dieser eine Hinzurechnungsbesteuerung zu erfolgen hätte. Sollte es sich bei der vermittelnden Gesellschaft ebenfalls um eine Zwischengesellschaft handeln, greifen die Regelungen des § 14 AStG.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen steuerlichen Herausforderungen ein und begründet die Einführung des Außensteuergesetzes zur Missbrauchsabwehr.
2. Normzweck und historische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Rolle der Hinzurechnungsbesteuerung als „Eckpfeiler“ des AStG und beleuchtet das Ziel, die Abschirmwirkung ausländischer Basisgesellschaften zu durchbrechen.
3. Tatbestandsvoraussetzungen: Das Kapitel analysiert die kumulativen Bedingungen für eine Hinzurechnungsbesteuerung, darunter die Inländerbeherrschung, die Qualifikation passiver Einkünfte und die Niedrigbesteuerung.
4. Rechtsfolgen: Hier werden die Ermittlung der Hinzurechnungsquote, der Hinzurechnungsbetrag sowie die steuerliche Behandlung der zugerechneten Einkünfte dargestellt.
5. Spezialnorm § 20 Abs. 2 AStG: Dieses Kapitel behandelt die „Switch-over-Klausel“, die bei Einkünften aus Betriebsstätten oder Personengesellschaften Anwendung findet.
6. Verhältnis der Hinzurechnungsbesteuerung zu anderen Normen: Eine kritische Untersuchung des Zusammenspiels mit der Gewerbesteuer, dem DBA sowie verfassungsrechtlichen und völkerrechtlichen Bedenken.
7. Belastungsrechnungen: In diesem Kapitel werden diverse Fallbeispiele für Mutterkapitalgesellschaften sowie Beteiligungen im Betriebs- und Privatvermögen quantitativ analysiert.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden kritischen Würdigung der komplexen Rechtslage und einem Ausblick auf notwendige gesetzliche Reformen.
Hinzurechnungsbesteuerung, Außensteuergesetz, AStG, Basisgesellschaft, passive Einkünfte, Niedrigbesteuerung, Inländerbeherrschung, Missbrauchsabwehr, Zwischengesellschaft, Hinzurechnungsbetrag, Steuergestaltung, Verrechnungspreise, Konzernbesteuerung, Funktionsnachweis, Doppelbesteuerung
Die Arbeit befasst sich mit der deutschen Hinzurechnungsbesteuerung, die darauf abzielt, die missbräuchliche Verlagerung von Einkünften durch ausländische Kapitalgesellschaften zu unterbinden.
Zentrale Themen sind die Tatbestandsvoraussetzungen für die Hinzurechnung, die Ermittlung des Hinzurechnungsbetrags und die steuerlichen Folgen für den inländischen Anteilseigner.
Ziel ist es, die komplexen Grundlagen des Außensteuergesetzes zu vermitteln und dabei kritische Fragen zur Verfassungsmäßigkeit und Anwendbarkeit zu diskutieren.
Es handelt sich um eine juristisch-steuerliche Analyse, die gesetzliche Bestimmungen, Verwaltungsanweisungen und die aktuelle Rechtsprechung (insbesondere des BFH) untersucht.
Der Hauptteil behandelt detailliert die Tatbestandsvoraussetzungen wie Inländerbeherrschung, passive Einkünfte, Motivtests sowie die konkreten Rechtsfolgen und Belastungsrechnungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hinzurechnungsbesteuerung, AStG, Basisgesellschaft, passive Einkünfte, Inländerbeherrschung und Steuerbelastung.
Die Beteiligungsquote dient der Prüfung, ob eine Inländerbeherrschung nach § 7 AStG vorliegt, während die Hinzurechnungsquote bestimmt, welcher Anteil des Hinzurechnungsbetrags dem Anteilseigner tatsächlich zuzurechnen ist.
Das Urteil ist zentral für das Kapitel über die Gewerbesteuer, da der BFH hier entgegen dem bisherigen Willen des Gesetzgebers eine Kürzung des Hinzurechnungsbetrags bei Gewerbesteuern ermöglichte.
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