Bachelorarbeit, 2015
79 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Merkmale von kleinen und mittleren Unternehmen
2.1 Definition von kleinen und mittleren Unternehmen
2.1.1 Quantitative Merkmale
2.1.2 Qualitative Merkmale
2.2 Volkswirtschaftliche Bedeutung
3 Grundlagen der Unternehmensbewertung
3.1 Grundbegriffe der Unternehmensbewertung
3.2 Entwicklung der Unternehmensbewertung
3.3 Funktionen der Unternehmensbewertung
3.3.1 Hauptfunktionen
3.3.2 Nebenfunktionen
3.3.3 Funktionen der Unternehmensbewertung nach IDW S 1
3.4 Anlässe der Unternehmensbewertung
3.4.1 Transaktionsbezogene Bewertungsanlässe
3.4.2 Nicht transaktionsbezogene Bewertungsanlässe
3.4.3 Anlässe der Unternehmensbewertung nach IDW S 1
3.5 Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensbewertung
4 Bewertungsverfahren
4.1 Gesamtbewertungsverfahren
4.1.1 Ertragswertverfahren
4.1.2 Discounted-Cashflow-Verfahren
4.1.3 Multiplikatorverfahren
4.2 Einzelbewertungsverfahren
4.2.1 Substanzwertverfahren
4.2.2 Liquidationswertverfahren
4.3 Mischverfahren
4.3.1 Mittelwertverfahren
4.3.2 Übergewinnverfahren
4.3.3 Praktikerverfahren
5 Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen
5.1 Grenzen der Aussagefähigkeit eines Unternehmenswertes
5.2 Besonderheiten bei der Bewertung von KMU
5.2.1 Probleme und Besonderheiten bei der Bewertung von KMU
5.2.2 Besonderheiten bei der Bewertung von KMU nach IDW S 1
5.3 Auswahl des Bewertungsverfahrens
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Grundlagen der Unternehmensbewertung zu erläutern und einen Überblick über gängige Bewertungsverfahren zu geben, um daraus eine fundierte Basis für die spezifische Problematik der Bewertung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) abzuleiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der kritischen Untersuchung der Eignung dieser Verfahren für KMU unter Berücksichtigung ihrer individuellen Besonderheiten.
4.1.2 Discounted-Cashflow-Verfahren
Wird der Unternehmenswert durch ein DCF-Verfahren ermitteln, so wird der Wert aus der künftigen Ertragskraft des Unternehmens abgeleitet. Die DCF-Verfahren bestimmen den Unternehmenswert, indem die zukünftigen Cashflows des Unternehmens diskontiert werden. Um den Diskontierungszinssatz zu ermitteln, werden bei den DCF-Verfahren in der Regel auf das Capital Asset Pricing Modell (CAPM) zurückgegriffen. Als Ergebnis der DCF-Verfahren gilt der zu berechnende Marktwert des Eigenkapitals. Nach Gabler ist der Cashflow der „Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen, d.h. der Nettozugang an flüssigen Mitteln aus dem Umsatz und sonstigen Aktivitäten eines Unternehmens.“ Die ermittelten Cashflows stellen die erwarteten Zahlungen an die Kapitalgeber des Unternehmens dar.
Die DCF-Verfahren lassen sich danach unterscheiden, ob ihnen eine Netto- oder Bruttokapitalisierung zugrunde liegt. Bei der Nettokapitalisierung erfolgt die Ermittlung des Unternehmenswertes direkt in einem Schritt, bei der Bruttokapitalisierung hingegen in zwei Schritten. Hierzu erfolgt zunächst die Bestimmung des Gesamtkapitalwertes um daraufhin durch Abzug der Nettofinanzschulden den Marktwert des Eigenkapitals zu bestimmen.
Entsprechend der bewertungsrelevanten Cashflows können mehrere DCF-Verfahren unterschieden werden. Unterschieden wird zwischen dem Equity-Ansatz (Nettokapitalisierung) und dem Entity-Ansatz (Bruttokapitalisierung), der wiederum in den Weighted Average Cost of Capital – Ansatz (WACC-Ansatz) und den Adjusted Present Value – Ansatz (APV-Ansatz) untergliedert werden kann. Diese Unterscheidung resultiert aus der unterschiedlichen Berücksichtigung hinsichtlich der Abgrenzung der zu diskontierenden Casflows, der zu verwendenden Kalkulationszinssätze und der Berücksichtigung von Änderungen der Kapitalstruktur im Zeitablauf.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wachsende Bedeutung der Unternehmensbewertung im globalisierten Wirtschaftsumfeld und führt in die spezifische Problematik der Bewertung von KMU ein.
2 Merkmale von kleinen und mittleren Unternehmen: Dieses Kapitel definiert KMU anhand quantitativer und qualitativer Merkmale und hebt deren große volkswirtschaftliche Bedeutung hervor.
3 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Hier werden die zentralen Wertbegriffe, die historische Entwicklung der Bewertungslehre sowie die vielfältigen Anlässe und Funktionen der Unternehmensbewertung erläutert.
4 Bewertungsverfahren: Das Kapitel bietet eine systematische Übersicht der wichtigsten Bewertungsverfahren, gegliedert in Gesamt-, Einzel- und Mischverfahren.
5 Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen: Hier steht die kritische Analyse der Grenzen der Aussagefähigkeit eines Unternehmenswertes bei KMU sowie die Untersuchung der Eignung der verschiedenen Verfahren im Fokus.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass es kein allgemeingültiges Verfahren für KMU gibt und betont die Notwendigkeit einer individuellen Abwägung zwischen Kosten und Nutzen der Bewertung.
Unternehmensbewertung, KMU, Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren, Multiplikatorverfahren, Substanzwert, Unternehmerlohn, Prognoseproblem, Kapitalmarkttheorie, Funktionslehre, Bewertungsanlässe, IDW S 1, KMU-Besonderheiten, Unternehmensnachfolge, Kapitalkosten.
Die Bachelorthesis behandelt die speziellen Verfahren und Herausforderungen bei der Bewertung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland unter Berücksichtigung der IDW-Standards.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von KMU, die Grundlagen der Unternehmensbewertung, die gängigen methodischen Ansätze zur Wertermittlung sowie die kritische Prüfung, wie diese Methoden auf die spezifischen Gegebenheiten von KMU anzuwenden sind.
Hauptziel ist es, dem Leser die Bewertungsgrundlagen näherzubringen und zu untersuchen, welche Bewertungsverfahren für KMU am besten geeignet sind, besonders vor dem Hintergrund, dass KMU stark durch den Inhaber geprägt sind.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse, der Auswertung bestehender Bewertungsstandards (insb. IDW S 1) sowie empirischer Umfragedaten basiert.
Der Hauptteil analysiert im Detail die Gesamtbewertungsverfahren (Ertragswert/DCF), Einzelbewertungsverfahren sowie Mischverfahren und diskutiert die Besonderheiten bei KMU, wie etwa die Vermischung von privater und betrieblicher Sphäre.
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmensbewertung, KMU, Ertragswertverfahren, Discounted-Cashflow-Verfahren, Multiplikatorverfahren sowie die Berücksichtigung von KMU-spezifischen Faktoren bei der Planung.
Aufgrund der Personenbezogenheit, der oft mangelnden formalen Unternehmensplanung und der starken Abhängigkeit von einzelnen Inhabern ist die Prognose der künftigen Ertragskraft bei KMU deutlich komplexer und fehleranfälliger.
Da KMU häufig keine professionelle, integrierte Planungsrechnung vorweisen können, fehlen dem Bewerter fundierte Daten für die Zukunft, was die Ableitung zukünftiger finanzieller Überschüsse erschwert.
Das Praktikerverfahren bietet eine für die Beteiligten leicht nachvollziehbare und kostengünstige Möglichkeit der Wertindikation, was dem praktischen Bedürfnis bei kleineren Transaktionen entgegenkommt.
Bei KMU ist der Inhaber oft gleichzeitig Manager. Da für diese Arbeitsleistung häufig kein marktgerechtes Gehalt in der Bilanz erfasst ist, muss die Ertragsprognose um einen kalkulatorischen Unternehmerlohn bereinigt werden, um den wahren Unternehmenswert zu ermitteln.
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