Masterarbeit, 2017
136 Seiten, Note: 1,1
Einleitung
Erster Teil: Möglichkeiten und Grenzen einer passiven Zinsbuchsteuerung
1 Grundlagen einer integrierten Zinsbuchsteuerung
1.1 Gegenstand und Ziel einer Zinsbuchsteuerung vor dem Hintergrund eines ertragsorientierten Bankmanagements
1.2 Erfordernis einer dualen Betrachtung aus periodischer und barwertiger Sichtweise
1.3 Wertorientierte Risiko- und Performancemessung als Steuerungsgrundlage
2 Prozessschritte einer passiven Zinsbuchsteuerung
2.1 Generierung des Zinsbuch-Cashflow
2.2 Strukturanalyse und Bewertung des Cashflowprofils
2.3 Ermittlung von Performance und Risikostatus
2.4 Risikolimitierung und Ableitung von Steuerungsmaßnahmen
2.5 Ex post Analyse und Risikoreporting
3 Möglichkeiten und Grenzen einer passiven Zinsbuchsteuerung
3.1 Systematische und zielorientierte Steuerung als Grundvoraussetzung zur Definition und Abgrenzung passiven Managements
3.2 Ansatzspezifische Stärken und Schwächen im effizienten und nicht effizienten Marktumfeld
3.3 Betrachtung praxisrelevanter Besonderheiten
Zweiter Teil: Empirische Rendite-/Risikountersuchung ausgewählter Benchmarks im Niedrigzinsumfeld aus Gesamtbankperspektive
1 Konzeption der empirischen Untersuchung
1.1 Anforderungen an den Untersuchungsrahmen, Zielsetzung und Ablauf der Untersuchung
1.2 Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes
1.3 Prämissen der Untersuchung
2 Durchführung der Rendite-/Risikountersuchung am Beispiel zehnjähriger gleitender Benchmarks
2.1 Vorgehensweise zur Generierung ungehebelter Zinsbuch-Cashflows
2.2 Vorgehensweise zur Generierung gehebelter Zinsbuch-Cashflows
2.3 Ermittlung der Rendite- und Risikoeigenschaften
3 Analyse und Interpretation der Untersuchungsergebnisse
3.1 Betrachtung der Rendite-/Risikoeigenschaften ungehebelter Benchmarks
3.2 Betrachtung der Rendite-/Risikoeigenschaften gehebelter Benchmarks
Dritter Teil: Kritische Würdigung des Untersuchungsganges
1 Würdigung der Untersuchungsergebnisse
1.1 Ergebnisbeurteilung und Ableitung von Implikationen für eine integrierte Zinsbuchsteuerung
1.2 Ergebnislimitationen bezüglich der rendite-/risikooptimalen Zinsbuchdisposition aus Perspektive der Gesamtbank
2 Würdigung der analytischen Vorgehensweise
2.1 Beurteilung des Untersuchungsgegenstandes
2.2 Beurteilung der Untersuchungsprämissen
3 Weitere Forschungsbedarfe und Handlungsempfehlungen
3.1 Zukünftige Forschungsbedarfe
3.2 Handlungsempfehlungen für eine Zinsbuchsteuerung in der Bankenpraxis
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rendite- und Risikoeigenschaften von Benchmarks für die Zinsbuchsteuerung im europäischen Niedrigzinsumfeld. Das primäre Ziel ist die Identifizierung von Potenzialen zur Ertrags- und Risikooptimierung von Zinsbüchern sowie die Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit eine passive Zinsbuchsteuerung zur Abbildung eines spezifischen Rendite-/Risikoprofils sinnvoll und praktikabel ist.
3.3 Betrachtung praxisrelevanter Besonderheiten
In Anbetracht des gesetzten Teilziels dieser Arbeit, die Anwendbarkeit einer passiven Zinsbuchsteuerung als Umsetzungsvehikel effizienter Benchmarks zu untersuchen, sind ebenfalls praktische Besonderheiten zu berücksichtigen. Im Folgenden werden Wesentliche davon betrachtet.
Die bisherigen Ausführungen haben unbeantwortet gelassen, welche Aufgaben bei der Angleichung des Zinsbuch-Cashflow an den der Benchmark im Detail durchzuführen sind. Während im Rahmen einer statischen Betrachtung stichtagsbezogen das bestehende Zinsgeschäft vergleichsweise einfach analysiert und erforderliche Dispositionsmaßnahmen ermittelt werden können, gestaltet sich dies bei einer praxisorientierten dynamischen Vorgehensweise schwieriger. Es sind zusätzliche Bilanzstruktureffekte zu berücksichtigen, die fortlaufende Anpassungen erfordern, um die Identität zwischen Benchmark- und Zinsbuch-Cashflow aufrechtzuerhalten bzw. wiederherzustellen.
Ursächlich hierfür ist einerseits, dass sich das abgeschlossene Kundenneugeschäft der Aktiv- und Passivseite hinsichtlich der Zinsbindungsfristen in der Regel unterscheidet. Die sich hieraus ergebenden Überhänge sind laufend so zu disponieren, dass sie der Struktur der Benchmark entsprechen. Andererseits verkürzt sich der Zinsbuch-Cashflow im Zeitablauf. Eine notwendige Eigenschaft von Benchmarks ist dem entgegen eine konstante Zahlungsstruktur. Entsprechend sind die im Zeitablauf fälligen Geschäfte laufend so anzulegen, dass das Abbild der Benchmark jederzeit erhalten bleibt.
Problematisch hinsichtlich der Umsetzbarkeit erscheint an Erstgenanntem, dass das Kundengeschäftsvolumen auf unterschiedlichste Fristen gestückelt ist, welche in der Regel nicht den Standardlaufzeiten am Interbankenmarkt entsprechen. Darüber hinaus wird insbesondere bei kleineren Kreditinstituten das abgeschlossene Geschäftsvolumen zu gering sein, um strukturkongruente Gegengeschäfte zu akzeptablen Konditionen oder überhaupt am GKM abschließen zu können. Ungeachtet dessen wäre eine Vielzahl von Maßnahmen erforderlich, weshalb sich eine Umsetzung als praxisfremd und unter Aufwands- bzw. Kostengesichtspunkten als nicht effizient erweisen würde.
1 Grundlagen einer integrierten Zinsbuchsteuerung: Erläutert die bankbetrieblichen Grundlagen und Ziele des ertragsorientierten Bankmanagements sowie die Bedeutung der Zinsbuchsteuerung.
2 Prozessschritte einer passiven Zinsbuchsteuerung: Beschreibt den methodischen Ablauf von der Cashflow-Generierung bis zur Ex-post-Analyse in einem Zinsbuch.
3 Möglichkeiten und Grenzen einer passiven Zinsbuchsteuerung: Analysiert die Vor- und Nachteile passiver Strategien, insbesondere im Hinblick auf Markteffizienz und Komplexität.
1 Konzeption der empirischen Untersuchung: Definiert den methodischen Rahmen, die Zielsetzungen und die Anforderungen an die Datenbasis der empirischen Analyse.
2 Durchführung der Rendite-/Risikountersuchung am Beispiel zehnjähriger gleitender Benchmarks: Detailliert das Vorgehen zur Generierung und Bewertung der untersuchten Benchmarks.
3 Analyse und Interpretation der Untersuchungsergebnisse: Wertet die Rendite- und Risikokennzahlen aus und interpretiert die Performanceunterschiede.
1 Würdigung der Untersuchungsergebnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse bezüglich der Praktikabilität einer benchmarkgestützten Zinsbuchsteuerung.
2 Würdigung der analytischen Vorgehensweise: Reflektiert die methodischen Prämissen der Untersuchung wie Modellrisiken und Datenaufbereitung.
3 Weitere Forschungsbedarfe und Handlungsempfehlungen: Formuliert Ansätze für zukünftige Arbeiten und gibt praxisorientierte Ratschläge für die Zinsbuchsteuerung.
Zinsbuchsteuerung, Bankmanagement, Marktzinsmethode, Fristentransformation, Benchmark, Performance, Risikokapital, Value at Risk, RORAC, Niedrigzinsumfeld, Zinsänderungsrisiko, Cashflow, Historische Simulation, Gesamtbanksteuerung, Zinsergebnis.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der passiven Zinsbuchsteuerung in einem Niedrigzinsumfeld und analysiert die Effizienz von Benchmarks aus einer Gesamtbankperspektive.
Zentrale Felder sind das ertragsorientierte Bankmanagement, die Modellierung von Zinsbuchrisiken und die empirische Überprüfung verschiedener Benchmark-Strategien.
Ziel ist es zu beurteilen, inwieweit eine passive Zinsbuchsteuerung praktikabel ist, um ein spezifisches Rendite-/Risikoprofil abzubilden und Ertragspotenziale zu optimieren.
Es wird eine Historische Simulation zur Risikobewertung verwendet, ergänzt durch die Analyse von Performance-Kennzahlen wie RORAC und die Untersuchung von Zinsänderungsrisiken.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen, prozessuale Schritte der Steuerung und eine empirische Rendite-/Risikountersuchung von 690 Benchmarks im europäischen und japanischen Kontext.
Die Arbeit fokussiert auf Zinsbuchsteuerung, Performance-Messung (RORAC), Risikokapital, Value at Risk und die Herausforderungen des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes.
Da Europa keine lange Historie eines Niedrigzinsumfeldes aufweist, dient Japan als Vergleich, um mögliche langfristige Entwicklungen in Europa besser einschätzen zu können.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass eine rein passive Zinsbuchsteuerung aufgrund von Marktineffizienzen und praxisrelevanter Besonderheiten in der Realität kaum exakt umsetzbar ist.
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