Bachelorarbeit, 2017
42 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Historischer Überblick und Verlauf der Erdölgeschichte
2.1 Die ersten Anfänge
2.2 Weltkriege
2.3 Die Golfkrise und der Aufschwung
3. Ölangebot
3.1 Grundlagen
3.2 Ölförderländer und Mengen
3.3 Arten der Förderung
3.3.1 Rohöl
3.3.2 Fracking
3.3.3 Ölsand
3.3.4 Ölschiefer
4. Nachfrage nach Öl
4.1 Verbrauch nach Länder
4.2 Nachgefragte Segmente
4.2.1 Straßenverkehr
4.2.2 Schiffsverkehr
4.2.3 Flugverkehr
4.3 Veränderungen in der Zukunft
5. Preisbildung
5.1 Handelsplätze
5.2 Faktoren der Preisbildung
5.3 Spekulationen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die wesentlichen Angebots- und Nachfragefaktoren auf dem globalen Ölmarkt sowie deren Auswirkungen auf die Preisbildung, um die Dynamik hinter Preisschwankungen und die Rolle von Spekulationen besser zu verstehen.
3.3.2 Fracking
Um den Ausbeutegrad an fossilen Rohstoffen noch weiter zu erhöhen setzen viele Länder -darunter die Spitzenreiter USA- auf das sogenannte „Hydraulic Fracturing“ oder besser bekannt als „Fracking“. Das Fracking wurde bereits Anfang der 50er Jahre betrieben, doch hat es erst seit einigen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen. „Beim Fracking wird das Gestein mit hohem Wasserdruck „aufgerissen“. Anschließend werden Öl und Gas aus den entstandenen Ritzen unter Einsatz von Chemikalien herausgelöst und in Bohrungen aufgefangen.“ Für das Fracking kommen aber nicht alle Gesteinsschichten für den Abbau in Frage. Schiefergestein eignet sich besonders dafür, weshalb das geförderte Gas auch als Schiefergas bezeichnet wird. Die weltweit größten Vorkommen an Schiefergas liegen in China, Argentinien, Algerien und den USA. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Anzahl der Bohranlagen und dem Ölpreis. Binnen weniger Jahre hat sich die Zahl der aktiven Frackingbohrplätze mehr als verfünffacht.
Dadurch stieg im gleichen Zeitraum die Fördermenge und diese wiederum sorgten für sinkende Preise auf den Rohstoffmärkten. Aber auch stillgelegte Industrieanlagen, die vorher zu kostenintensive im Unterhalt waren, können nun wieder in Betrieb genommen werden. Daher wird das Fracking in naher Zukunft aufgrund der knapper werdenden fossilen Rohstoffe immer mehr an Bedeutung gewinnen. Derzeit betragen die Kosten pro Barrel in den USA zwischen 30-40$. Allerdings bedeutet das auch, dass enorme Umweltschäden in Kauf genommen werden. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Spätfolgen des Frackings sind kaum vorhanden. In den USA, wo das Fracking bereits weit verbreitet ist, bestätigen unterschiedliche Studien diese Annahmen. Die eingesetzten Chemikalien haben eine hochtoxische Zusammensetzung und enthalten unter anderem Benzole, Biozide und Quecksilber.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Erdöl für die Weltwirtschaft dar und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Angebots- und Nachfragefaktoren sowie der Rolle von Spekulationen für die Preisbildung.
2. Historischer Überblick und Verlauf der Erdölgeschichte: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Ölförderung von den Anfängen bis zu den bedeutenden politischen Konflikten und Krisen des 20. Jahrhunderts nach.
3. Ölangebot: Hier werden die Grundlagen der Datenerhebung zur Ölproduktion sowie die verschiedenen Methoden der Förderung, von der konventionellen Rohölförderung bis hin zu unkonventionellen Verfahren wie Fracking und Ölsandabbau, erläutert.
4. Nachfrage nach Öl: Dieses Kapitel analysiert den weltweiten Ölverbrauch nach Ländern sowie nach spezifischen Segmenten wie dem Straßen-, Schiffs- und Flugverkehr und beleuchtet zukünftige Trends.
5. Preisbildung: Hier erfolgt eine detaillierte Betrachtung der internationalen Handelsplätze, der Einflussfaktoren auf den Ölpreis sowie die Auswirkungen spekulativer Aktivitäten auf dem Rohstoffmarkt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zusammen und plädiert für ein notwendiges Umdenken hinsichtlich des Energieverbrauchs und der Förderung nachhaltiger Alternativen.
Erdöl, Ölpreis, Fördertechnologien, Fracking, Ölsand, OPEC, globale Nachfrage, Preisbildung, Rohstoffbörsen, Spekulationen, Energiepolitik, fossile Brennstoffe, Marktmanipulation, Schwellenländer, Transportsektor.
Die Arbeit behandelt die grundlegenden Mechanismen des globalen Ölmarktes, insbesondere die Faktoren, die Angebot und Nachfrage bestimmen und maßgeblich zur Preisbildung beitragen.
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den verschiedenen Fördertechniken (konventionell vs. unkonventionell), der Analyse der Verbrauchersegmente und den Einflüssen auf die Preisentwicklung inklusive des Terminhandels.
Das Ziel ist es, die komplexen Einflussgrößen auf den Ölpreis zu identifizieren und zu analysieren, insbesondere im Kontext von geopolitischen Ereignissen, Marktentwicklungen in Schwellenländern und spekulativen Aktivitäten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, wobei historische Aufzeichnungen, Wirtschaftsberichte internationaler Energieagenturen und einschlägige Fachliteratur zur Auswertung herangezogen werden.
Im Hauptteil werden das Angebot (Förderländer und Methoden), die weltweite Nachfrage (nach Regionen und Sektoren wie Verkehr) sowie die Mechanismen der Preisbildung an den physischen und finanziellen Terminmärkten systematisch erarbeitet.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Erdöl, Fördertechnologien, globale Nachfrage, Preisbildung, Rohstoffbörsen und Spekulationen.
Besonders durch das starke Wirtschaftswachstum in China und Indien steigt der Bedarf an fossilen Energieträgern massiv an, was zu einer erhöhten globalen Nachfrage und entsprechendem Druck auf das Preisniveau führt.
Spekulanten können durch den Handel mit Papieröl auf Terminmärkten zur Volatilität des Ölpreises beitragen, wobei sie jedoch laut Expertenmeinungen auch eine Liquiditätsfunktion erfüllen können.
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