Masterarbeit, 2017
99 Seiten
1 Einleitung
2 Stand der Technik
2.1 Fertigungsverfahren
2.1.1 Läppen
2.1.2 Doppelseitenplanschleifen mit Planetenkinematik
2.2 Qualitätsbeurteilung technischer Oberflächen
2.2.1 Oberflächenmessung
2.2.2 Datenvorbereitung und Filterung
2.2.3 Oberflächenkennwerte
2.3 Programmiertechnische Grundlagen
2.3.1 Programmierkonzepte
2.3.2 Programmierparadigmen
2.3.3 Programmiersprachen
3 Zielsetzung und Randbedingungen
3.1 Oberflächenmessgeräte
3.1.1 HOMMEL-ETAMIC nanoscan 855
3.1.2 FRT Microprof 100
3.2 Auswahl der Programmiersprache
4 Programmiertechnische Umsetzung
4.1 Programmlogik
4.2 Hierarchische Ordnerstruktur
4.3 Verwendete Python Bibliotheken
4.3.1 Python Standard Library
4.3.2 Matplotlib
4.3.3 NumPy
4.3.4 XlsxWriter
4.3.5 PyQt5
4.4 Umsetzung der Programmkomponenten
4.4.1 Programmstart
4.4.2 Importieren der Oberflächenmessdaten
4.4.3 F-Operator
4.4.4 Filterung
4.4.5 Berechnung der Oberflächenkennwerte
4.4.6 Erstellen und Exportieren der Ergebnisdaten
4.4.7 Graphische Benutzeroberfläche
5 Zusammenfassung und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Softwarebibliothek
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und softwaretechnische Umsetzung einer Anwendung, die eine systemübergreifende, automatisierte Auswertung von Oberflächenmessdaten verschiedener Messgeräte ermöglicht, um die Beurteilung der Bauteilqualität effizienter zu gestalten.
2.1.1 Läppen
Läppen ist ein spanendes Fertigungsverfahren und nach DIN 8589-0, der Hauptgruppe 3 „Trennen“ und der Gruppe 3.3 „Spanen mit geometrisch unbestimmten Schneiden“ zuzuordnen (Bild 2-2). In der DIN 8589-15 ist das Läppen als „spanen mit losem, in einer Paste oder Flüssigkeit verteiltem Korn, dem Läppgemisch, das auf einem meist formübertragenden Gegenstück (Läppwerkzeug) bei möglichst ungeordneten Schneidebahnen der einzelnen Körner geführt wird“ definiert [DIN8589-15]. Das Läppen kommt zum Einsatz, wenn Funktionsflächen mit hohen Oberflächengüten und mit hohen Anforderungen an die Form- und Maßgenauigkeit benötigt werden [HEI14, FRI15]. Weiterhin wird das Läppen in die Verfahrensvarianten Planläppen, Rundläppen, Schraubläppen, Wälzläppen und Profilläppen untergliedert [DIN8589-15]. Mit Hilfe des Planläppens, dass in der industriellen Praxis häufig zum Einsatz kommt, lassen sich planare Funktionsflächen erzeugen [KLO05].
Beim Planläppen ist zwischen dem einseitigen Planläppen und dem zweiseitigen oder doppelseitigen Planläppen zu unterscheiden. Das einseitige Planläppen findet auf einer Einscheibenläppmaschine statt, auf der eine planare Fläche bearbeitet wird (Bild 2-3a). Beim doppelseitigen Planläppen, dass auf einer Zweischeibenläppmaschine durchgeführt wird, werden zwei parallele, planare Flächen gleichzeitig bearbeitet (Bild 2-3b). Durch das gleichzeitige Bearbeiten von zwei parallelen, planaren Flächen, wird eine hohe Planparallelität erreicht [HEI14, FRI15]. Die Arbeitsscheibe, die als formübertragendes Gegenstück fungiert, ist beim Planläppen die Läppscheibe und besteht beispielsweise aus Gusseisen, Stahl oder Kupfer [ARD00].
1 Einleitung: Beschreibt die steigenden Qualitätsanforderungen an Werkstücke, die Notwendigkeit einer zentralisierten Auswertung von Messdaten und die Zielsetzung der Entwicklung einer modularen Analysesoftware.
2 Stand der Technik: Erläutert die relevanten Fertigungsverfahren, Methoden zur Qualitätsbeurteilung technischer Oberflächen sowie die programmiertechnischen Grundlagen der Softwareentwicklung.
3 Zielsetzung und Randbedingungen: Definiert die Anforderungen an die Software, stellt die spezifischen Messgeräte (HOMMEL-ETAMIC nanoscan 855 und FRT Microprof 100) vor und begründet die Wahl von Python als Programmiersprache.
4 Programmiertechnische Umsetzung: Dokumentiert detailliert die logische Struktur des Programms, die Paketauswahl, die Klassendiagramme und die Implementierung der einzelnen Softwarekomponenten.
5 Zusammenfassung und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Softwarebibliothek: Fasst die geleistete Arbeit zusammen und gibt Ausblicke auf zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten der Anwendung, beispielsweise durch zusätzliche Messgeräte oder Funktionalitäten.
Produktionstechnik, Oberflächenmessdaten, Qualitätskontrolle, Doppelseitenplanschleifen, Planetenkinematik, Python, Datenanalyse, F-Operator, Filterung, Oberflächenkennwerte, GUI, Softwaremodularisierung, Messdatenauswertung, Ebenheit, Rauheitswerte.
In der Arbeit geht es um die Entwicklung und softwaretechnische Implementierung einer Anwendung, die Messdaten verschiedener Oberflächenmessgeräte zentral und automatisiert auswerten kann, um die Bauteilqualität zu bewerten.
Die zentralen Themen umfassen Fertigungsverfahren in der Produktionstechnik, die Charakterisierung technischer Oberflächen, mathematische Verfahren zur Datenfilterung und moderne Prinzipien der Softwareentwicklung.
Das primäre Ziel ist die Steigerung der Auswerteeffizienz durch eine modulare Anwendung, die in der Lage ist, Oberflächenmessdaten unterschiedlicher Geräte (hier beispielhaft FRT Microprof 100 und HOMMEL-ETAMIC nanoscan 855) einheitlich zu verarbeiten und zu dokumentieren.
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung der Oberflächencharakterisierung und wendet Methoden der Informatik (objektorientierte Programmierung, Modularisierung) sowie mathematische Verfahren zur Signalverarbeitung (Filterung, Regressionsanalyse) zur technischen Umsetzung an.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Programmlogik, der Vorstellung der genutzten Python-Bibliotheken (wie NumPy, Matplotlib, PyQt5) und der Dokumentation der Klassenstruktur für die Datenverarbeitung.
Produktionstechnik, Oberflächenmesstechnik, automatisierte Datenauswertung, Software-Modularisierung, Datenfilterung und Qualitätssicherung.
Das FRT-Gerät liefert 3D-Messdaten (Flächen), während der HOMMEL-ETAMIC 2D-Messdaten (Profile) liefert. Die Anwendung differenziert dementsprechend bei der Vorbereitung, Filterung und den berechenbaren Oberflächenkennwerten (z. B. Ebenheit bei 3D, Rautiefe bei 2D).
Der Quelltext ist in Pakete und Python-Module gegliedert (z. B. getrennte Module für Datei-Import, Datenfilterung, Kennwertberechnung und Visualisierung), wodurch die Wartbarkeit erhöht und die Integration weiterer Messgeräte zukünftig erleichtert wird.
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