Examensarbeit, 2004
98 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
I. THEORETISCHER TEIL
1. Einleitung und Begründung des Themas
2. Die Bedeutung von Geschichten im frühen Fremdsprachenunterricht
2.1 Allgemein-pädagogische Zielsetzungen
2.2 Schulung des Hörverständnisses
2.3 Zielsprachliche Fertigkeiten
3. Authentische Kinderbücher im frühen Fremdsprachenunterricht
3.1 Allgemeine Unterrichtsprinzipien im Umgang mit Bilderbüchern
3.2 Auswahlkriterien
3.3 Big Books
3.4 Das Kinderbuch „What’s the time, Grandma Wolf?“ – Begründung zur Auswahl
4. Möglichkeiten des Einsatzes und der Umsetzung von Geschichten
4.1 Darbietung der Geschichte
4.1.1 Mimik, Gestik, Körpersprache und Stimme als Hilfen bei der Bedeutungsvermittlung
4.1.2 Total Physical Response (TPR)
4.1.2.1 Total Physical Response Storytelling (TPRS)
4.1.3 Requisiten als visuelle und akustische Unterstützung
4.1.4 Erzählen oder Vorlesen?
4.2 Arbeitsweisen und Techniken beim Umgang mit Geschichten
4.2.1 Persönliche Vorbereitung des Erzählers
4.2.2 Vor der Geschichte (Pre listening story warmers)
4.2.3 Während der Geschichte (Telling the story)
4.2.4 Retelling the story
4.3 Umsetzungsmöglichkeiten / Aktivitäten nach dem Erzählen der Geschichte
4.3.1 Herstellen von Bilderbüchern (Making books)
4.3.2 Rollenspiel / Szenische Umsetzung
II. Praktischer Teil
5. Die Unterrichtseinheit „What’s the time, Grandma Wolf?“ Planung und Durchführung
5.1 Situation der Klasse (Lernvoraussetzungen)
5.2 Ziele der Unterrichtseinheit
5.3 Aufbau der Unterrichtseinheit
5.4 Sachanalyse der Unterrichtseinheit
5.5 Didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
5.6 Methodische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
6. Ausführliche Darstellung der drei ausgewählten Unterrichtsstunden
6.1 Darstellung der Stunde: Animals in the woods“ (Zweite Stunde)
6.1.1 Ziele der Stunde
6.1.2 Sachanalyse
6.1.3 Überlegungen zur Didaktik
6.1.4 Begründung der methodischen Entscheidungen
6.1.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
6.1.6 Reflexion
6.2 Darstellung der Stunde: Telling the story „What’s the time, Grandma Wolf?“ (without the end) (Dritte Stunde)
6.2.1 Ziele der Stunde
6.2.2 Sachanalyse
6.2.3 Überlegungen zur Didaktik
6.2.4 Begründung der methodischen Entscheidungen
6.2.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
6.2.6 Reflexion
6.3 Darstellung der Stunde „What’s the time, Grandma Wolf?“ We create our own pocket book. (Fünfte Stunde)
6.3.1 Ziele der Stunde
6.3.2 Sachanalyse
6.3.3 Überlegungen zur Didaktik
6.3.4 Begründung der methodischen Entscheidungen
6.3.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
6.3.6 Reflexion
7. Gesamtreflexion
7.1 Reflexion der Unterrichtseinheit
7.2 Ausblick auf den zukünftigen Unterricht
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Methode des „Storytellings“ im Englischunterricht der Grundschule zu untersuchen und deren Möglichkeiten zur Förderung der zielsprachlichen Kompetenzen, insbesondere des Hörverstehens, aufzuzeigen. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie authentische Kinderbücher, konkret das Buch „What’s the time, Grandma Wolf?“, handlungsorientiert und unter Berücksichtigung methodischer Prinzipien wie Total Physical Response (TPR) in einer dritten Klasse zur Umsetzung von Geschichten eingesetzt werden können.
4.1.1 Mimik, Gestik, Körpersprache und Stimme als Hilfen bei der Bedeutungsvermittlung
Nach Jim Wingate, einem erfahrenen Geschichtenerzähler, machen Worte nur sieben Prozent der Kommunikation aus. 55 Prozent bestehen dabei aus Körpersprache und 38 Prozent aus der Stimme (vgl. Schätzlein 1999).
Die Lehrperson ist beim Storytelling besonders angesprochen, ihre 'schauspielerischen Fähigkeiten' sinnvermittelnd einzubringen. Auch wenn das Erzählte durch Bilder unterstützt wird, ist es für den Verstehensprozess zwingend notwendig Stimme, Mimik, Gestik und Körpersprache einzusetzen, denn dadurch kommunizieren wir mindestens genauso viel wie durch Worte (s.o.). So können die Figuren einer Geschichte verschiedene Stimmen bekommen; Gefühle, wie Angst oder Freude können durch einen bestimmten Gesichtsausdruck, sowie Tätigkeiten gestisch dargestellt werden (vgl. Schmid-Schönbein 2001).
Dabei sollen die Bewegungen nach Wright (1995) einfach und langsam ausgeführt werden und können ruhig übertrieben wirken. Auch die Kinder können durch Körpersprache mit einbezogen werden, indem sie bestimmte Tätigkeiten (z.B. „chop the wood“) ausführen (siehe auch 4.1.2, 4.1.2.1).
Wichtig erscheint mir, dass der Erzähler seine Zuhörer anschaut und ihre Reaktionen beobachtet. So fühlen sich die Kinder der Geschichte zugehörig und der Erzähler kann entsprechend auf die Kinder reagieren (z.B. Zwischenfragen stellen etc.).
Der Erzähler kann die ganze Vielfalt seiner Stimme nutzen. Die Persönlichkeit des Erzählers, die Zuhörer und der Verlauf der Geschichte entscheiden darüber, ob sich die Tonhöhe, die Lautstärke, der Rhythmus und das Tempo der Sprache ändert, oder ob und wann Pausen eingesetzt werden, welche die Kinder zu eigenen Denkprozessen anregen. Wichtige Wörter oder Strukturen sollten besonders betont werden, um ihre Bedeutung auszudrücken (vgl. Wright 1995).
Auf diese Weise wird durch Mimik, Gestik, Körpersprache und Stimme die innere Vorstellung der Kinder durch äußere Impulse gestützt.
1. Einleitung und Begründung des Themas: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Geschichten für Grundschulkinder dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Methode „Storytelling“ im Englischunterricht praktisch zu erproben.
2. Die Bedeutung von Geschichten im frühen Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel erläutert, warum Geschichten motivierend wirken und wie sie durch ganzheitliches Lernen das Hörverstehen sowie zielsprachliche Fertigkeiten fördern.
3. Authentische Kinderbücher im frühen Fremdsprachenunterricht: Hier werden Prinzipien für den Umgang mit Bilderbüchern, Auswahlkriterien und die Bedeutung von Big Books für das gemeinsame Klassenerlebnis diskutiert.
4. Möglichkeiten des Einsatzes und der Umsetzung von Geschichten: Dieser Teil behandelt konkrete Techniken wie den Einsatz von Stimme und Körpersprache, die Total Physical Response (TPR) Methode sowie Möglichkeiten zur kreativen Nachbereitung.
5. Die Unterrichtseinheit „What’s the time, Grandma Wolf?“ Planung und Durchführung: Hier werden die Lernvoraussetzungen der Klasse, die Ziele der Einheit und der didaktisch-methodische Aufbau der Unterrichtsreihe detailliert geplant.
6. Ausführliche Darstellung der drei ausgewählten Unterrichtsstunden: Dieses Kapitel dokumentiert die Durchführung, Sachanalyse und Reflexion von drei ausgewählten Stunden, von der Wortschatzeinführung bis zur szenischen Umsetzung.
7. Gesamtreflexion: Abschließend reflektiert die Autorin den gesamten Unterrichtsprozess und zieht Konsequenzen für den zukünftigen Fremdsprachenunterricht.
Storytelling, Fremdsprachenunterricht, Grundschule, Bilderbücher, Big Books, Hörverstehen, Total Physical Response, TPR, Sprachbewusstsein, handlungsorientiert, Unterrichtseinheit, Waldtiere, Pocket Books, Szenische Umsetzung, Sprechanteil
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Bedeutung und der praktischen Anwendung der Methode „Storytelling“ im Englischunterricht einer dritten Grundschulklasse.
Die Arbeit verknüpft den theoretischen Rahmen des frühen Fremdsprachenerwerbs durch Geschichten mit der konkreten Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit basierend auf einem authentischen Kinderbuch.
Das primäre Ziel ist es, den Einsatz und die Umsetzung von Geschichten im Englischunterricht aufzuzeigen, zu diskutieren und die praktische Anwendbarkeit der Methode „Storytelling“ an einem Beispiel zu erproben.
Neben der theoretischen Herleitung basierend auf Fachliteratur nutzt die Autorin handlungsorientierte Ansätze wie Total Physical Response (TPR) und TPRS, sowie eine Reflexion der eigenen Unterrichtspraxis (Handlungsforschung).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block über die Bedeutung von Bilderbüchern und Erzähltechniken sowie einen umfangreichen praktischen Teil, der die konkrete Planung und Reflexion der Unterrichtsstunden zur Geschichte „What’s the time, Grandma Wolf?“ darstellt.
Storytelling, Englischunterricht, Grundschule, Bilderbücher, Total Physical Response (TPR), handlungsorientiertes Lernen und Hörverstehen sind die zentralen Begriffe.
Die Wahl fiel auf dieses Buch, da es die Autorin persönlich anspricht, das Format als Big Book das gemeinsame Verstehen fördert und die Geschichte durch ihre Wiederholungen, die Sprechanlässe und den humorvollen Charakter ideal für eine dritte Klasse geeignet ist.
„Pocket Books“ dienen als schriftliche Fixierung der erlernten Dialogstrukturen. Sie fungieren als eine Art „Drehbuch“ für die Kinder und unterstützen sie beim Lernen ihrer Rollen für die szenische Umsetzung.
Die Planung verlief zunächst chaotisch, da jedes Kind seine eigenen Ideen einbringen wollte. Die Autorin löste dies, indem mit den Kindern Regeln für eine produktive Kritik aufgestellt wurden.
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