Bachelorarbeit, 2016
56 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Migration und Integration von Zuwanderern
2.1. Migration: Definitionen, Ursachen und Formen
2.2. Integration: Definitionen, Formen und Dimensionen
3. Deutschland - ein Einwanderungsland?
3.1. Die Migrationspolitik der Bundesrepublik Deutschland - eine Entwicklung
3.2. Die Flüchtlingswelle seit 2014/2015 als aktuelle Herausforderung - Herkunftsländer und Fluchtgründe
4. Die Grundschule als Ort der Integration für Kinder aus Zuwandererfamilien (vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte)
4.1. Die Schulpflicht in Deutschland
4.2. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule
4.3. Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund/Flüchtlingskindern in Deutschland/ im deutschen Bildungssystem
4.3.1. Die strukturelle Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland
4.3.2. Die Zuwanderung von (schulpflichtigen) Flüchtlingskindern 2014/ 2015
4.4. Die Ausstattung der Schulen und die Qualifizierung des Lehrpersonals - ein Überblick
5. Thematisierung der Heterogenität des kulturellen Hintergrundes von Kindern im Sachunterricht der Grundschule - der Lehrplan des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen für das Fach Sachunterricht
5.1. Die Aufgaben und Ziele des Faches Sachunterricht in der Grundschule
5.2. Die curricularen Richtlinien für das Fach Sachunterricht in Nordrhein-Westfalen - das interkulturelle Lernen und dessen Beitrag zur Integration von zugewanderten Schülerinnen und Schülern
5.2.1. Der Bereich „Mensch und Gemeinschaft“
5.2.2. Der Bereich „Zeit und Kultur“
5.2.3. Welchen Beitrag kann der Sachunterricht insbesondere durch die Bereiche „Mensch und Gemeinschaft“ und „Zeit und Kultur“ für die Integration von zugewanderten Kindern leisten?
6. Bewertung: Kann die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, im Speziellen von aktuell einreisenden Flüchtlingskindern, unter den derzeitigen Voraussetzungen gelingen?
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob das deutsche Bildungssystem in der Lage ist, die hohe Anzahl an geflüchteten Kindern im schulpflichtigen Alter erfolgreich aufzunehmen und ihnen eine realistische Perspektive auf eine schulische (Aus-)Bildung zu ermöglichen, insbesondere unter Berücksichtigung der Rolle des Sachunterrichts in der Grundschule.
Die Schulpflicht in Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland gilt für jedes Kind ab dem sechsten Lebensjahr die Schulpflicht. Die Bestimmungen über die Dauer und die Art der Beschulung unterscheiden sich dabei je nach Bundesland, da die Zuständigkeit für den Bereich Bildung den Bundesländern obliegt. In den Länderverfassungen bzw. den Schulgesetzen der Bundesländer ist die Schulpflicht verankert und deren genaue Bestimmungen ausformuliert. Grundsätzlich gilt die Schulpflicht mit einer Dauer von zwölf Jahren. In aller Regel untergliedert sich diese Pflicht in einen neun- oder zehnjährigen Besuch einer Vollzeitschule sowie einen dreijährigen Besuch einer Teilzeitschule, beispielweise einer Berufsschule während einer betrieblichen Ausbildung.
Schülerinnen und Schüler mit einer körperlichen und/ oder seelischen bzw. geistigen Einschränkung durchlaufen die Schulpflicht an einer auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmten Sonder- bzw. Förderschule, sofern ihnen der Besuch einer allgemeinen Schulform nicht zuzumuten ist. Die Erfüllung der Schulpflicht setzt die regelmäßige Teilnahme am Unterricht sowie an den übrigen verpflichtenden schulischen Veranstaltungen voraus. Bei Versäumnissen von Unterrichtszeiten oder anderen Veranstaltungen bedarf es einer Entschuldigung durch die Erziehungsberechtigten bzw. durch den volljährigen Schüler/ die volljährige Schülerin. Gegebenenfalls ist außerdem ein ärztliches Attest vorzulegen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderung für das Bildungssystem durch die hohe Zahl an Flüchtlingskindern und definiert den Rahmen der Untersuchung.
2. Die Migration und Integration von Zuwanderern: Es werden grundlegende Definitionen, Formen und Dimensionen von Migration und Integration erörtert, um eine theoretische Basis zu schaffen.
3. Deutschland - ein Einwanderungsland?: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der deutschen Migrationspolitik und analysiert die Flüchtlingswelle 2014/2015 sowie deren Ursachen.
4. Die Grundschule als Ort der Integration für Kinder aus Zuwandererfamilien (vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte): Hier werden die Schulpflicht, der Erziehungsauftrag und die spezifischen Herausforderungen bei der Integration von Flüchtlingskindern in Schulen untersucht.
5. Thematisierung der Heterogenität des kulturellen Hintergrundes von Kindern im Sachunterricht der Grundschule - der Lehrplan des Schulministeriums Nordrhein-Westfalen für das Fach Sachunterricht: Dieser Teil analysiert, wie das Fach Sachunterricht durch interkulturelles Lernen zur Integration beitragen kann.
6. Bewertung: Kann die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, im Speziellen von aktuell einreisenden Flüchtlingskindern, unter den derzeitigen Voraussetzungen gelingen?: Das Kapitel diskutiert kritisch die aktuellen Rahmenbedingungen und zeigt Möglichkeiten zur Verbesserung der Partizipation und Integration auf.
Migration, Integration, Flüchtlingskinder, Grundschule, Sachunterricht, Bildungssystem, Schulpflicht, Interkulturelles Lernen, Heterogenität, Deutschland, Migrationshintergrund, Sozialintegration, Lehrplan, Bildungsauftrag, Sprachförderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie das deutsche Bildungssystem, speziell die Grundschule, auf die Herausforderungen durch die hohe Anzahl an geflüchteten Kindern reagieren kann und welche Rolle die Schule bei deren Integration spielt.
Die Arbeit verbindet politikwissenschaftliche Aspekte der Migrationspolitik mit pädagogischen Fragestellungen zur schulischen Integration, insbesondere unter dem Aspekt des Sachunterrichts.
Das primäre Ziel ist es, zu bewerten, ob das derzeitige Bildungssystem in Deutschland die erfolgreiche Integration geflüchteter Kinder im Grundschulalter leisten kann.
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse, der Auswertung statistischer Daten sowie der Untersuchung curricularen Vorgaben basiert.
Der Hauptteil analysiert die rechtlichen Grundlagen der Schulpflicht, die Strukturen der Integrationsförderung an Schulen sowie die didaktischen Möglichkeiten, durch den Sachunterricht interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln.
Kernbegriffe sind Integration, Bildungssystem, Flüchtlingskinder, Migrationshintergrund, Sachunterricht und interkulturelle Kompetenz.
Der Sachunterricht wird als ein prädestiniertes Fach identifiziert, da er die kindliche Lebenswelt ganzheitlich thematisiert und durch seine mehrperspektivische Ausrichtung einen wesentlichen Beitrag zur interkulturellen Bildung leisten kann.
Die Autorin erkennt die Bemühungen des Landes NRW zur personellen Aufstockung und Bereitstellung von Sprachförderung an, betont jedoch, dass der aktuelle Betreuungsschlüssel für eine individuelle Förderung oft unzureichend ist und der Bedarf an qualifiziertem Personal weiter steigt.
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