Masterarbeit, 2015
185 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik der Arbeit
1.3 Inhaltliche Gliederung
1.3.1 Eingrenzung
1.3.2 Begriffsklärung
2 Globalisierung von Wertschöpfungsnetzwerken
2.1 Die Automobilindustrie als Prototyp der Globalisierung
2.2 Fertigungstiefe in der Automobilindustrie
2.3 Internationalisierung mittelständischer Zulieferunternehmen
2.3.1 Zunehmendes Wachstum im Ausland
2.3.2 Entwicklung der globalen Zulieferindustrie
2.3.3 Asien als Wachstumsmarkt für Zulieferindustrie und Hersteller
3 Erklärungsmodelle der Internationalisierung
3.1 Beweggründe der Internationalisierung von KMU
3.2 Internationalisierung als kontinuierlicher Prozess
3.2.1 Behavioristische Theorie von AHARONI
3.2.2 Internationalisierung als Ansatz der Kostendegression
3.2.3 Produktlebenszyklusansatz von VERNON
3.2.4 Diamant-Ansatz von PORTER
3.2.5 Eklektisches Paradigma von DUNNING
3.2.6 Internationalisierungsmodell der UPPSALA-Schule
3.3 Gründung international tätiger Unternehmen
3.3.1 Charakterisierung des „Born Global“-Begriffs
3.3.2 Erkenntnisse der „Born-Global“-Forschung
4 Strategien der Internationalisierung
4.1 Relevanz der strategischen Planung
4.2 SWOT-Analyse im Rahmen der Internationalisierung
4.3 Stoßrichtungen internationaler Strategien
4.3.1 Zielmarktstrategien
4.3.2 Timing-Strategien
4.3.3 Allokationsstrategien
4.3.4 Koordinationsstrategien
4.3.5 Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien
5 Markteintrittsformen und Marktbearbeitung
5.1 Einleitender Überblick und Systematisierung
5.2 Internationalisierung durch Export
5.2.1 Indirekter Export
5.2.2 Direkter Export
5.3 Funktionale Kooperationen im Ausland
5.3.1 Lizenzierung
5.3.2 Franchising
5.3.3 Vertragsfertigung
5.4 Institutionelle Formen des Markteintritts
5.4.1 Joint Ventures
5.4.2 Tochtergesellschaften
5.4.3 Konzernstrukturen
6 Internationalisierungsstrategie mittelständischer Zulieferunternehmen
6.1 Einflussfaktoren der Internationalisierung
6.1.1 Umweltfaktoren des Unternehmens
6.1.2 Ressourcen des Unternehmens
6.1.3 Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren in Asien
6.2 Internationalisierungsstrategie als Modell
6.2.1 Unternehmensumwelt als Einflussfaktor
6.2.2 Internationalisierungsentscheidung und Planung
6.2.3 Verfolgte Motive und strategische Planung
6.2.4 Markteintritt und Internationalisierungspfad
6.2.5 Internationalisierungsstrategie als Gesamtmodell
6.3 Implikationen für Zulieferunternehmen
6.3.1 Asien als Wachstumsmarkt im Spannungsfeld der Globalisierung
6.3.2 Interpretation des Strategiebegriffs
6.3.3 Zentralle Rolle des Eigentümers
6.3.4 Wandel der Organisationsstruktur
6.3.5 Markteintritt trotz knapper Ressourcen
6.3.6 Erklärungsmodelle und Strategien
7 Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, auf Basis der vorhandenen Literatur ein Erklärungsmodell für die Internationalisierung mittelständischer Zulieferunternehmen (insbesondere der Automobilbranche) in den asiatischen Märkten (China und Indien) zu entwickeln. Da KMU oft nur über begrenzte Ressourcen verfügen, soll die Arbeit Entscheidungsträgern dabei helfen, individuelle und situativ angepasste Internationalisierungsstrategien zu entwerfen, ohne dabei die Existenz des Unternehmens durch Fehlplanung zu gefährden.
1.3.1.2 China und Indien als Zielmärkte
China und Indien sind zwei Länder der Extreme. Sie sind nicht nur mit Abstand die größten Länder des asiatischen Kontinents, sondern stellen 2014 auch gemeinsam über ein Drittel der Weltbevölkerung dar.
China hat in den letzten Jahrzehnten ein enormes Wirtschaftswachstum erzielt. Von 1978 bis 2006 hat es seinen Anteil am Weltexport von 0,8 auf 8% verzehnfacht. Heute hat China Deutschland als Exportweltmeister abgelöst und weit hinter sich gelassen. Als Beschaffungsmarkt und Werkbank der Welt spielt es für die globale Wirtschaft eine zentrale Rolle. Der chinesische Anteil am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt verdoppelte sich von 2004 bis 2014 auf 16%. Aber nicht nur als Beschaffungsmarkt ist das asiatische Land bei Internationalisierungsstrategien für Zulieferunternehmen von großer Bedeutung. Im vorherigen Abschnitt wurden die Automobilbranche als Referenzindustrie definiert. China stellt nicht nur knapp ein Viertel der Produktionskapazitäten für die globale Automobilproduktion zur Verfügung, es wird prognostiziert, dass hier bis zu 30% aller Kraftfahrzeuge abgesetzt werden.
Auch Indien hat seit Beginn der Reformen 1991 einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Betrachtet man die ökonomischen Rahmenbedingungen im Land, so sind die Wachstumsraten inzwischen auf dem Niveau von China. Öffentliche und private Investitionen haben in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Infrastruktur geführt. Eine positive demografische Entwicklung und steigende Einkommen sorgen für ein nachhaltiges Ansteigen des privaten Konsums in Indien. Verschiebungen des indischen Bruttosozialproduktes von der Landwirtschaft hin zum Dienstleistungs- und Industriesektor belegen ein dynamisches und stabiles Wachstum von Schlüsselbranchen.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Exports für den deutschen Mittelstand, definiert das Forschungsziel der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Globalisierung von Wertschöpfungsnetzwerken: Analysiert die Automobilindustrie als Prototyp globalisierter Branchen und untersucht Fertigungstiefe sowie die Internationalisierung im Kontext von Zulieferstrukturen.
3 Erklärungsmodelle der Internationalisierung: Stellt klassische Stufenmodelle und moderne Ansätze wie „Born Global“ gegenüber, um die theoretische Fundierung für die Internationalisierung von KMU zu schaffen.
4 Strategien der Internationalisierung: Behandelt die Relevanz der strategischen Planung und analysiert verschiedene Stoßrichtungen wie Zielmarkt-, Timing- und Koordinationsstrategien.
5 Markteintrittsformen und Marktbearbeitung: Systematisiert verschiedene Formen wie Export, Kooperationen und Tochtergesellschaften im Hinblick auf den Ressourcenbedarf und Kontrollmöglichkeiten.
6 Internationalisierungsstrategie mittelständischer Zulieferunternehmen: Konstruiert ein Erklärungsmodell für Internationalisierungsstrategien unter Berücksichtigung von Umweltfaktoren, Ressourcen und Erfolgsfaktoren.
7 Fazit: Fasst die Kernerkenntnisse zusammen und verdeutlicht, dass eine differenzierte, situative Betrachtung bei der Internationalisierung für KMU unerlässlich ist.
Internationalisierung, mittelständische Unternehmen, KMU, Automobilindustrie, Zulieferer, Asien, Markteintrittsstrategie, Wertschöpfungsnetzwerke, Globalisierung, Export, Direktinvestition, Born Global, Strategische Planung, Kooperation, Joint Venture.
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittelständische Unternehmen der Zulieferindustrie (speziell in der Automobilbranche) die Herausforderungen der Internationalisierung in asiatischen Märkten bewältigen können.
Die zentralen Themen umfassen die Globalisierung von Wertschöpfungsketten, theoretische Modelle der Internationalisierung, spezifische Strategien für den Markteintritt sowie die Einflüsse von Unternehmensumwelt und Ressourcen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Erklärungsmodells, das KMU als Orientierungshilfe dient, um Internationalisierungsentscheidungen fundiert und ressourcenschonend zu treffen.
Es handelt sich um eine rein theoretische Arbeit, die konzeptionelle Erkenntnisse aus relevanter Fachliteratur und Studien zusammenführt und modelliert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse globaler Wertschöpfungsnetzwerke, die Vorstellung theoretischer Internationalisierungsmodelle sowie die detaillierte Ausarbeitung von Strategien und Markteintrittsformen.
Wichtige Begriffe sind Internationalisierung, mittelständische Unternehmen (KMU), Zulieferindustrie, Automobilbranche, Markteintrittsstrategie und Wertschöpfungsnetzwerke.
Der Eigentümer hat in KMU eine zentrale Funktion, da seine persönlichen Präferenzen, seine Risikobereitschaft und sein Wissen die strategische Planung und den Internationalisierungspfad maßgeblich bestimmen.
Während traditionelle Modelle von einer stufenweisen, sequentiellen Expansion ausgehen, beschreibt der „Born Global“-Ansatz Unternehmen, die bereits kurz nach der Gründung aufgrund spezieller Ressourcen oder Netzwerke international agieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

