Bachelorarbeit, 2017
49 Seiten, Note: 1,5
1 Bedeutung von Unternehmensakquisitionen und Problemstellung
1.1 Einleitung
1.2 Ziel und Abgrenzung
1.3 Aufbau
2 Grundlagen der Konzernrechnungslegung nach IFRS
2.1 Definitorische Abgrenzung und gesetzliche Grundlagen
2.2 Ziel und Funktion des Konzernabschlusses
2.3 Bestandteile des Konzernabschlusses
2.4 Grundlagen des bilanziellen Aufstellungsprozesses
2.5 Die Aufstellungspflicht
2.6 Das Beherrschungskonzept
2.7 Der Konsolidierungskreis
2.8 Konsolidierungsvorbereitung
2.8.1 Vereinheitlichung der Abschlussstichtage
2.8.2 Vereinheitlichung des Bewertungs- und Bilanzansatzes
2.8.3 Vereinheitlichung der Währung
3 Fallbeispiel von Unternehmensakquisitionen
3.1 Bilanzielle Darstellung im Konzernabschluss
3.1.1 Vollkonsolidierung
3.1.1.1 Erwerbsmethode bei 100 % -iger Beteiligung
3.1.1.2 Erwerbsmethode bei Vorhandensein von Minderheiten
3.1.2 Behandlung von Unterschiedsbeträgen
3.1.2.1 Geschäfts- oder Firmenwert
3.1.2.2 Passivischer Unterschiedsbetrag
3.1.3 Abgrenzung latenter Steuern
3.1.4 Ermittlung und Ausweis latenter Steuern anhand des Fallbeispiels
3.1.5 Equity-Methode
3.2 Darstellung in weiteren relevanten Bestandteilen des Konzernabschlusses
3.2.1 Gesamtergebnis- und Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
3.2.2 Konzernkapitalflussrechnung
3.2.3 Konzernanhang
3.2.3.1 Pflichtangaben in Folge von Unternehmensakquisitionen
3.2.3.2 Zusätzliche Angaben ausgewählter Standards
3.2.3.3 Zusätzliche Angaben für deutsche IFRS-Anwender
4 Abschließende Betrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kritische Beurteilung
Ziel dieser Arbeit ist es, die Abbildung von Unternehmensakquisitionen im Rahmen der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss unter Berücksichtigung der IFRS-Vorschriften zu untersuchen und anhand einer fiktiven Fallstudie praxisnah zu veranschaulichen.
3.1.1.1 Erwerbsmethode bei 100 % -iger Beteiligung
Bei der Betrachtung der Acquisition Method (Erwerbsmethode) mit einem kompletten Anteilserwerb an einem Tochterunternehmen existieren neben dem Erwerber keine weiteren Gesellschafter mehr. Nach IFRS 3.19 besteht zwischen der Verwendung der Full Goodwill- oder der Neubewertungsmethode bei einem 100 %-igem Anteilsbesitz kein Unterschied. Beiden Methoden zur Folge, müssen in einem der Kapitalkonsolidierung vorgelagerten Schritt zuerst alle Vermögensgegenstände und Schulden zu ihren Zeitwerten (Fair Value) neu angesetzt werden. In Folge ist es möglich, stille Reserven bzw. Lasten aufzudecken und bisher nicht bilanziertes Vermögen anzusetzen, wofür z.B. unterschiedliche Bewertungsansätze zwischen Mutter- und Tochterunternehmen verantwortlich sein können. Ausgangspunkt der Neubewertung bildet dabei die einzelgesellschaftliche Rechnungslegung (HB II).
Nachfolgend soll das theoretische Konzept an dem Fallbeispiel verdeutlicht werden. Dazu wird angenommen, dass eine Analyse des Vermögens der H-GmbH zur Aufdeckung von stillen Reserven i.H.v. jeweils 40 TEUR in den Positionen „Grundstücke” und „Maschinen” sowie 50 TEUR im Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte (Immaterielle VW)”, geführt hat. Zunächst wird von der Berücksichtigung von latenten Steuern aus Gründen der Übersichtlichkeit noch abgesehen (Beträge in TEUR):
1. Bedeutung von Unternehmensakquisitionen und Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Unternehmenskäufe und Definition der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Grundlagen der Konzernrechnungslegung nach IFRS: Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Bestandteile des Konzernabschlusses und des Beherrschungskonzepts nach IFRS.
3. Fallbeispiel von Unternehmensakquisitionen: Detaillierte Darstellung der bilanziellen Behandlung von Unternehmenserwerben unter Anwendung der Vollkonsolidierung und der Equity-Methode anhand einer fiktiven Fallstudie.
4. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Würdigung der Untersuchungsergebnisse und kritische Reflexion der Herausforderungen bei der Umsetzung der IFRS-Standards.
Unternehmensakquisition, Konzernabschluss, IFRS, Kapitalkonsolidierung, Vollkonsolidierung, Equity-Methode, Goodwill, Kaufpreisallokation, Latente Steuern, Konzernanhang, Neubewertungsmethode, Bilanzierung, Finanzberichterstattung.
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Darstellung von Unternehmensakquisitionen im Konzernabschluss unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS).
Die Schwerpunkte liegen auf der Kapitalkonsolidierung, der Behandlung von Unterschiedsbeträgen wie Goodwill und Badwill sowie den erweiterten Anhangsangaben bei Unternehmenskäufen.
Das Ziel ist es, einen Leitfaden für die Bilanzanalyse und die Konzernabschlussaufstellung zu schaffen, indem die komplexen IFRS-Regelungen systematisch auf Akquisitionsszenarien angewendet werden.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung der theoretischen Grundlagen sowie eine fallstudienbasierte Analyse, um die Anwendung der Rechnungslegungsstandards anhand fiktiver Bilanzdaten zu verdeutlichen.
Der Hauptteil behandelt ausführlich die Methoden der Erstkonsolidierung, die Kaufpreisallokation bei 100%-iger und anteiliger Akquisition sowie die Ermittlung und den Ausweis latenter Steuern.
Wichtige Begriffe sind Unternehmensakquisition, IFRS, Kapitalkonsolidierung, Goodwill, Kaufpreisallokation, Konzernanhang und latente Steuern.
Der wesentliche Unterschied liegt im Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes: Während die Neubewertungsmethode nur den anteiligen Goodwill der Konzernmutter berücksichtigt, bildet die Full Goodwill-Methode den Goodwill des gesamten Unternehmens ab.
Sie entstehen durch temporäre Differenzen zwischen den beizulegenden Zeitwerten des akquirierten Vermögens und deren steuerlichen Wertansätzen, was im Konzernabschluss zu einer separaten Erfassung als latente Steuerpositionen führt.
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