Masterarbeit, 2016
73 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsklärungen
2.1.1 Beweis und Beweisen
2.1.2 Der mathematische Beweis: deduktive und argumentative Strukturen
2.2 Beweiskompetenz in der Schule
2.2.1 Argumentieren, Begründen und Beweisen
2.2.2 Beweisvorstellungen und ihre Kategorien
2.3 Funktionen von Beweisen
2.3.1 Beweisfunktionen im Mathematikunterricht
2.3.2 Das Beweisprinzip als Kommunikationsmittel
2.3.3 Zur Lehrerrolle im Mathematikunterricht
3 Forschungsdesign
3.1 Methodologische Überlegungen
3.2 Stichprobenauswahl
3.3 Erhebungsmethode
3.4 Interviewleitfaden
3.5 Analysemethode nach P. Mayring
3.6 Transkriptionsregeln
4 Auswertung
4.1 Frau K.
4.2 Frau P.
4.3 Herr K.
4.4 Frau S.
4.5 Herr W.
4.6 Frau P.
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Empirische und anwendungsbezogene Beweisschemata: Frau K., Frau P., Herr K.
5.2 Kommunizieren in mathematischen Inhalten als Prinzip: Frau S., Herr W., Frau P.
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die individuellen Beweisvorstellungen von Lehrkräften an bremischen Schulen, die ihre Ausbildung entweder in Deutschland oder in Russland absolviert haben, um kulturelle Einflüsse und berufliche Erfahrungen auf das Verständnis und die Vermittlung mathematischer Beweise zu identifizieren.
2.1.1 Beweis und Beweisen
Wie bereits oben erwähnt, findet eine unterschiedliche Akzentuierung von Beweisprodukt und Beweisprozess in der Mathematik statt, wobei das Fachverständnis ausschlaggebend ist. Die unterschiedlichen Ansichten im mathematikdidaktischen Diskurs werden von Brunner (2013, S. 33) folgendermaßen zusammengefasst:
„Betrachtet man Mathematik als ein streng hierarchisch aufgebautes Wissensgebiet, dann wird eher eine fertige Wissenschaft und damit die kulturelle Errungenschaft Mathematik als Produkt des menschlichen Geistes fokussiert. Ein solches Verständnis fragt nach eleganten, berühmten und besonderen Beweisen. Die Gegenposition postuliert, dass sich Mathematik ähnlich wie andere empirische Wissenschaften entwickle und sich von denen nur durch den höheren Abstraktionsgrad unterscheidet. Damit fokussiert der Quasi-Empirismus die Tätigkeit und den wissenschaftlichen Prozess.“
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung mathematischer Beweise dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Beweisvorstellungen von Lehrkräften in Bremen vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen Ausbildung.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel differenziert zwischen Beweisprodukt und Beweisprozess und erarbeitet die Grundlagen zu Beweiskompetenz, Beweisschemata und den Funktionen von Beweisen im Unterricht.
3 Forschungsdesign: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Sozialforschung erläutert, wobei das problemzentrierte Interview als Erhebungsinstrument gewählt und dessen Durchführung sowie Auswertung nach Mayring beschrieben wird.
4 Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Interviews mit sechs Lehrkräften, unterteilt in quantitative Übersichten und qualitative Interpretationen der individuellen Beweisvorstellungen.
5 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden in Beziehung zu den theoretischen Grundlagen gesetzt, wobei zwei Gruppen von Lehrkräften identifiziert werden, deren Handeln durch ihre Ausbildungsherkunft und persönliche Überzeugungen geprägt ist.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit reflektiert die wichtigsten Erkenntnisse und stellt fest, dass individuelle Überzeugungen und Ausbildungserfahrungen die didaktischen Entscheidungen beim Beweisen maßgeblich bestimmen.
Mathematikdidaktik, Beweisen, Beweisvorstellungen, Beweisschemata, Beweisfunktionen, Argumentieren, Begründen, Lehrerrolle, mathematischer Beweis, empirische Forschung, Lehrerbildung, deduktives Denken, schulischer Mathematikunterricht, qualitative Inhaltsanalyse, interkultureller Vergleich.
Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Vorstellungen von Lehrkräften zum Thema mathematisches Beweisen und wie diese durch ihre Ausbildung (in Deutschland vs. Russland) sowie durch ihre Praxiserfahrung geprägt sind.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Beweisprodukt und Beweisprozess, die didaktische Vermittlung von Argumentationskompetenzen und die Rolle des Lehrers bei der Förderung des logischen Denkens.
Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Vorstellungen über mathematische Beweise bei in Bremen tätigen Lehrkräften aufzuzeigen, abhängig von ihrem jeweiligen Ausbildungshintergrund.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, konkret problemzentrierte Interviews, deren Daten mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach P. Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zum Beweisverständnis, das Forschungsdesign sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der durchgeführten Interviews.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Beweiskompetenz, Beweisschemata, Beweisfunktionen, mathematische Didaktik und der interkulturelle Vergleich der Lehrerausbildung.
Die Beweisschemata dienen als analytisches Gerüst, um zu verstehen, wie Lehrkräfte den Übergang von induktiven, empirischen Überlegungen zu deduktiven, formalen Beweisen im Unterricht gestalten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Ausbildung (Deutschland/Russland) die didaktische Ausrichtung beeinflusst, wobei sich eine Gruppe stärker auf empirische Anwendungsbeispiele und die andere stärker auf systematisches Kommunizieren konzentriert.
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