Diplomarbeit, 2007
128 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Adoption
2.1 Definition und Anzahl der Adoptionen
2.2 Adoptionsdreieck
2.3 Adoptionsformen
2.4 Rechtlicher Rahmen
2.5 Adoptionsvermittlungsstellen in Berlin
2.6 Die Adoptionsvermittlungsstelle des Landesjugendamtes Berlin
2.7 Beratung und Verfahrensweg mit Fokus auf die leiblichen Mütter
2.7.1 Die Beratung vor dem Antrag auf Adoption
2.7.2 Der Verfahrensweg
2.7.3 Beratung und Begleitung während der Adoptionspflege und danach
2.8 Alternativen zur Adoption
2.8.1 Beratung, Förderung und Hilfen nach dem SGB VIII
2.8.2 Finanzielle Hilfen
3 Forschungsstand
3.1 Forschungsstand zu den leiblichen Müttern
3.2 Dimensionen des Vergleiches
3.2.1 Die Studie von SWIENTEK
3.2.2 Die Studie von BARTH
4 Die Berliner Studie
4.1 Untersuchungsinteresse
4.2 Methodik der Untersuchung
4.3 Darstellung der Ergebnisse der Berliner Studie
4.3.1 Kinder und Schwangerschaft
4.3.2 Die namentliche Bekanntheit der leiblichen Mütter
4.3.3 Das Alter der leiblichen Mütter
4.3.4 Nationalität und Konfession der leiblichen Mütter
4.3.5 Der Familienstand der leiblichen Mütter
4.3.6 Schul- und Berufsausbildung der leiblichen Mütter
4.3.7 Weitere Kinder der leiblichen Mütter und deren Aufenthalt
4.3.8 Erwerbsleben und Lebensunterhalt der leiblichen Mütter
4.3.9 Wohnverhältnisse und Wohnbezirk der leiblichen Mütter
4.3.10 Gesundheitszustand und soziale Kontakte der leiblichen Mütter
4.3.11 Die Herkunftsfamilie der leiblichen Mütter
4.3.12 Kindheit und Jugend der leiblichen Mütter
4.3.13 Reaktion der Familie der leiblichen Mütter
4.3.14 Beziehung der leiblichen Mütter zum leiblichen Vater des Kindes
4.3.15 Die Nennung des leiblichen Vaters durch die leiblichen Mütter
4.3.16 Informationsbestand zu den leiblichen Vätern
4.3.17 Gründe für die Adoptionsvermittlung des Kindes
4.3.18 Kontakte zur Adoptionsvermittlungsstelle
4.3.19 Darstellung von Fallbeispielen
4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Berliner Studie
5 Vergleich der Studien
5.1 Vergleich der Ergebnisse zu Kindheit und Jugend der leiblichen Mütter
5.2 Vergleich der Gründe für die Adoptionsvermittlung
5.3 Diskussion zur Methode und Grundhaltung
5.4 Letzter Ausweg Adoption?
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Lebensumstände von leiblichen Müttern, die sich zu einer Adoption ihres Kindes entschließen, und beleuchtet ihre Beweggründe sowie die Kontakte zur Adoptionsvermittlungsstelle. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Lebensumstände veranlassen leibliche Mütter zur Adoptionsvermittlung ihres Kindes?“
4.3.17 Gründe für die Adoptionsvermittlung des Kindes
Im Folgenden werden die Gründe der leiblichen Mütter für die Adoptionsvermittlung des Kindes ausführlich dargestellt. Dazu wird zunächst betrachtet, wer der Entscheidungsträger der Adoption ist. Dann werden die Gründe für die Adoptionsvermittlung mit Möglichkeit der Mehrfachnennungen dargelegt und schließlich wird jeder Fall einer bestimmten Gruppe zugeordnet. Das Vorgehen wird zu Anfang der jeweiligen Punkte nochmals detailliert verdeutlicht.
Die Ergebnisse der Dimension „Gründe für die Adoptionsvermittlung des Kindes“ werden nochmals zusammenfassend dargestellt.
Entscheidungsträger: Hier wird dargestellt, wer die Entscheidung zur Adoption getroffen hat. Zunächst werden die Zahlen genannt und im Anschluss erläutert, welche Bedeutung mit der jeweiligen Konstellation verknüpft ist.
Will man die Gründe der Adoptionsvermittlung des Kindes erfassen, ist es zunächst wichtig zu wissen, wer der Entscheidungsträger ist. Die folgenden Zahlen geben Aufschluss über zwei Dimensionen der Entscheidung. Erstens sind sie ein Indikator dafür, inwieweit die leiblichen Mütter die Entscheidung ohne die leiblichen Väter treffen müssen oder wollen (Isoliertheit vom Vater). Zweitens indizieren die Zahlen, inwieweit nachweislich Fremdbestimmung zur Adoption führt. In 21,1 % (8) der Fälle kann nicht mit letzter Sicherheit gesagt werden, ob die Mütter die Entscheidung allein oder gemeinsam mit den Vätern treffen, es kann aber ausgeschlossen werden, dass in diesen Fällen ein Sorgerechtsentzug bei den Müttern vorliegt.
1 Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung der Forschungsfrage und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise der Berliner Studie.
2 Adoption: Definition der Adoption, Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Vorstellung der Beratungsprozesse und Alternativen.
3 Forschungsstand: Überblick über existierende Studien und wissenschaftliche Ansätze zur Problematik der leiblichen Mütter im Adoptionskontext.
4 Die Berliner Studie: Detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse basierend auf der Analyse von 38 Fällen aus dem Jahr 2003.
5 Vergleich der Studien: Gegenüberstellung der eigenen Ergebnisse mit den Studien von BARTH und SWIENTEK sowie methodische Diskussion.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenführung der Ergebnisse und Diskussion, ob die Adoption einen letzten Ausweg darstellt.
Adoption, leibliche Mütter, Berliner Studie, Lebensumstände, Adoptionsvermittlung, Sozialarbeit, Kindheit, Jugend, Fremdunterbringung, Adoptionsforschung, SGB VIII, Sorgerechtsentzug, Beratung, Familiensituation, Adoptionspflege
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Adoptionsvermittlung von Kindern durch das Landesjugendamt Berlin und insbesondere mit der Lebenssituation der leiblichen Mütter, die sich zu diesem Schritt entschließen.
Die Schwerpunkte liegen auf den biographischen und sozioökonomischen Lebensumständen der Mütter, den Gründen für ihre Adoptionsentscheidung sowie ihren Erfahrungen mit der Adoptionsvermittlungsstelle.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Lebensumstände leibliche Mütter dazu veranlassen, ihr Kind zur Adoption freizugeben.
Die Berliner Studie basiert auf einer empirischen Aktenanalyse von 38 Adoptionsfällen des Jahres 2003, ergänzt durch einen Vergleich mit bestehenden Forschungsarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche und theoretische Grundlagen der Adoption, den wissenschaftlichen Forschungsstand, die detaillierte Auswertung der Berliner Studie sowie einen vergleichenden Teil mit früheren Studien.
Wichtige Begriffe sind Adoptionsvermittlung, leibliche Mütter, Lebensumstände, Kindeswohl, Beratungsangebote und soziale Benachteiligung.
Die Studie zeigt, dass die Herkunftsfamilie in den meisten Fällen keine ausreichende Unterstützung bietet, was die isolierte Entscheidungssituation der Mütter oft verschärft.
Die Studie stellt fest, dass das Beratungsangebot in vielen Fällen nur in geringem Maße genutzt wird, was teilweise mit der Anonymität der Übergabe oder mit Scham- und Schuldgefühlen der Mütter zusammenhängt.
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