Examensarbeit, 2013
125 Seiten, Note: 1,0
Einleitung – Docendo doscimus?
1. Begründungszusammenhang
1.1. Legitimation durch curriculare und schulinterne Vorgaben
1.2 Einordnung bezüglich der Kompetenzbereiche APVO-Lehr
1.3. Analyse der Lerngruppe(n)
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1. Lernen durch Lehren
2.1.1. Definitorische Merkmale und Grundstruktur des Ldl
2.1.2 Ldl als innovativ-emanzipatorische Didaktik?
2.1.3 Ldl i.S. einer Schülerorientierung
2.1.4 Ldl i.S. einer [sozial-] konstruktivistischen Didaktik
2.1.5 Ldl und der Aufbau von Schlüsselqualifikationen (Kompetenzen)
2.1.6 Ldl i.S. des kooperativen Lernens
2.2 Cybermobbing
2.2.1 Definitorische Merkmale
2.2.2 Auswahl- und Reduktionsentscheidung im Rahmen der Cybermobbing-Workshops
2.2.3 Die konkrete Handlungsaufforderung an Institution Schule
3. Durchführung der Unterrichtseinheit
4. Evaluation der Workshops
4.1 Auswertung der Erhebung „berufliches Gymnasium“
4.2 Auswertung der Erhebung „Berufsfachschule Sozialassistenz – Schwerpunkt Sozialpädagogik“
4.3 Konsequenzen der Evaluation – Chancen und Grenzen des LdL
Abschließende Betrachtung – „Docendo doscimus!“
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation eines handlungsorientierten Unterrichtskonzepts zum Thema Cybermobbing, das auf dem Prinzip „Lernen durch Lehren“ (LdL) basiert und für berufsbildende Schulen konzipiert ist. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Schülerinnen und Schüler für die Entwicklung von Handlungskonzepten bei sozialen Problemstellungen sensibilisiert und dabei durch die Methode LdL in ihrer Fach- und Sozialkompetenz gefördert werden können.
2.1.1. Definitorische Merkmale und Grundstruktur des Ldl
Ldl artikuliert sich als „radikale Form der Schüler- und Handlungsorientierung“36, wobei die Implikation wesentlicher Bestandteile des kooperativen Lernens, der (sozial-) konstruktivistischen Didaktik und der Schülerorientierung einer Entfremdung des SuS vom Unterrichtsgegenstand und Lehrerzentriertheit entgegengewirkt. Durch die wesentlichen definitorischen Merkmale des Lernens durch Lehrens nach Martin,
„[…] wenn Schüler einen Lernstoffabschnitt selbstständig erschließen und ihren Mitschülern vorstellen, wenn sie ferner prüfen, ob die Informationen wirklich angekommen sind, und wenn sie schließlich durch geeignete Übung dafür sorgen, dass der neue Stoff verinnerlicht wird, dann entspricht das [idealtypisch] der Methode Lernen durch Lehren.“37
wird das wesentliche (Grund-) Prinzip des Ldl verdeutlicht: Die SuS übernehmen die Rolle des Lehrenden, indem sie fachliche Inhalte sowohl didaktisch als auch methodisch eigenständig aufbereiten und somit Phasen des Unterrichts – hier Workshops – übernehmen, respektive durchführen.38 Auf der Grundlage der Definition von J.P. Martin und dem sich hieraus ergebenden Grundprinzip soll die Methode Ldl i.S. eines konzeptionellen Rahmens die notwendige strukturelle Unterfütterung durch eine didaktische Inhaltsstruktur – respektive Schrittfolge – erfahren.39 Die erste Phase des Ldl – Aneignung von Expertenwissen – forciert eine Auseinandersetzung der SuS mit den zu vermittelnden Inhalten, wobei die Erlangung eines Expertenstatus das grundsätzliche Ziel dieser Phase markiert.
1. Begründungszusammenhang: Dieses Kapitel verankert die Unterrichtseinheit in den curricularen Vorgaben und analysiert die Lernvoraussetzungen der beteiligten Lerngruppen.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden das didaktische Prinzip „Lernen durch Lehren“ sowie das Phänomen Cybermobbing theoretisch hergeleitet und begründet.
3. Durchführung der Unterrichtseinheit: Dieser Abschnitt beschreibt die konkrete methodische Umsetzung und Inhaltsstruktur der Makrosequenz.
4. Evaluation der Workshops: Das letzte Kapitel analysiert die Ergebnisse der durchgeführten Erhebungen und reflektiert Chancen sowie Grenzen des gewählten Ansatzes.
Lernen durch Lehren, LdL, Cybermobbing, Handlungsorientierung, berufsbildende Schule, Sozialpädagogik, Medienkompetenz, Prävention, Konstruktivismus, Kooperatives Lernen, Unterrichtsevaluation, Handlungskonzepte, Schülerorientierung, Medienverantwortung, Berufsfachschule.
Die Arbeit behandelt die Konzeption und Durchführung einer Unterrichtseinheit zum Thema Cybermobbing an berufsbildenden Schulen unter Anwendung der Methode „Lernen durch Lehren“.
Die zentralen Themenfelder sind die didaktische Methode des LdL, die theoretische Aufarbeitung von Cybermobbing als soziales Phänomen sowie die Entwicklung präventiver Handlungskonzepte für den Schulalltag.
Das Ziel ist es, durch eine „radikale Schülerorientierung“ die intrinsische Motivation der Schülerinnen und Schüler zu steigern und sie zu befähigen, komplexe sozialpädagogische Problemstellungen eigenverantwortlich zu bearbeiten.
Die Arbeit nutzt die Methode „Lernen durch Lehren“ (LdL) nach Jean-Pol Martin, ergänzt durch Elemente der konstruktivistischen Didaktik und des kooperativen Lernens.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des LdL-Prinzips, die Analyse von Cybermobbing-Merkmalen, die Strukturierung der Unterrichtsworkshops sowie die Auswertung der Evaluation durch Schülerfragebögen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Lernen durch Lehren (LdL), Cybermobbing, Handlungsorientierung, Medienkompetenz und sozialpädagogische Handlungsaufforderung.
Der Autor arbeitet heraus, dass Cybermobbing durch die digitale Distanz und Anonymität gekennzeichnet ist, was zu einer Enthemmung der Täter führen kann und das Opfer durch die ständige Verfügbarkeit des Internets schutzloser lässt.
Medienverantwortung ist ein primäres Lernziel, da erst eine kritische Bewusstheit über das eigene Verhalten im Netz und die Konsequenzen von Cybermobbing zu verantwortlichem Handeln führt.
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