Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2 Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
2.1 Begriffsdefinition
2.1.1 Definition des Begriffes „unbegleitet“
2.1.2 Definition des Begriffes „minderjährig“
2.1.3 Definition des Begriffes „Flüchtling“
2.2 Fluchtursachen und Motive
2.3 Aktuelle Situation in Deutschland
3 Rechtliche Lage von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
3.1 Internationale Schutzkonventionen für unbegleitete Minderjährige
3.1.1 Die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK)
3.1.2 Die UN – Kinderrechtskonvention (KRK)
3.1.3 Das Haager Kinderschutzübereinkommen (KSÜ)
3.1.4 Entschließung des Rates der Europäischen Union vom 26. Juni 1997
3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen der Europäischen Union
3.2.1 EU-Aufnahmerichtlinie und Qualifikationsrichtlinie
3.2.2 Die Dublin III-Verordnung
3.3 Rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland
3.3.1 Das Grundgesetz (GG)
3.3.2 Das Aufenthaltsgesetz (AufenthG)
3.3.3 Das Asylgesetz (AsylG)
3.3.4 Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
3.3.5 Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII)
4 Die Lebenssituation von UMF und psychisches Befinden
4.1 Der Hintergrund der Lebenssituation von UMF
4.1.1 Erfahrungen aus der Heimat
4.1.2 Erfahrungen auf der Flucht
4.2 Psychisches Befinden
4.2.1 Adoleszenz im Fluchtkontext
5 Der Begriff Trauma und Traumafolgestörungen
5.1 Trauma. Begriffsdefinition
5.2 Arten von Traumatisierungen
5.3 Traumafolgestörungen
5.3.1 Akute Belastungsstörung
5.3.2 Posttraumatische Belastungsstörung
5.3.2.1 Symptome des intrusiven Wiedererlebens
5.3.2.2 Symptome des Vermeidungsverhalten
5.3.2.3 Erhöhte Angstbedingte Erregung
5.3.3 Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung - DESNOS
5.4 Erkennungsmöglichkeiten einer Traumatisierung bei UMF
6 Traumabewältigung und Integrationsmöglichkeiten von UMF
6.1 Unterstützungsmaßnahmen für traumatisierte UMF
6.1.1 Bezugspersonen
6.1.2 Forderung von Resilienz
6.2 Therapie zur Traumabewältigung
6.2.1 Stabilisierungsphase
6.2.2 Bearbeitungsphase
6.2.3 Integrationsphase
6.3 Besonderheiten der Traumatherapie mit UMF
6.4 Möglichkeiten der Integration
6.4.1 Integration durch Bildung
6.4.1.1 Vorschulprogramm als die erste Stufe der Bildungsintegration
6.4.1.2 Integration in der Schule
6.4.1.3 Ausbildung
6.4.2 Projekte
7 Herausforderungen für die Soziale Arbeit
7.1 Spezifisches Wissen und Können
7.2 Herausforderungen
8 Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Herausforderungen für die Soziale Arbeit im Umgang mit traumatisierten, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf die rechtlichen, sozialpolitischen und psychosozialen Rahmenbedingungen in Deutschland gelegt, um aufzuzeigen, welche Auswirkungen die Fluchterfahrungen auf den psychischen Zustand der jungen Menschen haben und welche Unterstützungsmaßnahmen für eine gelingende Traumabewältigung und Integration essenziell sind.
5.1 Trauma. Begriffsdefinition
Nach Gottfried Fischer und Peter Riedesser wird der Begriff „Trauma“ folgendernaßen definiert:
„ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und individuellen Bewältigungsmöglichkeiten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst und Weltverständnis bewirkt“.135
Für eine traumatische Situation ist das Erleben von Bedrohung, Ausgeliefertsein, Entsetzen, Hilflosigkeit sowie Todesangst charakteristisch. Wenn diese Kriterien im Zusammenhang mit bestimmten Ereignissen zur Anwendung kommen, kann auch eine posttraumatische Folgestörung festgestellt werden.136
Allerdings reagiert jeder Mensch auf traumatische Ereignisse individuell und damit wird begründet, warum nicht jeder Flüchtling eine Traumatisierung hat. Bei gleichen Situationsfaktoren weist auch jeder Mensch unterschiedliche Bewältigungsmöglichkeiten auf und dadurch kann diagnostiziert werden, ob ein Trauma entsteht oder nicht.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und definiert das Forschungsziel sowie die zentralen Fragestellungen der Arbeit.
2 Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten definiert und ein Überblick über Fluchtursachen sowie die aktuelle Situation in Deutschland gegeben.
3 Rechtliche Lage von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung internationaler Konventionen sowie nationaler Gesetzesgrundlagen, die den rechtlichen Rahmen für UMF bilden.
4 Die Lebenssituation von UMF und psychisches Befinden: Das Kapitel analysiert die belastenden Erfahrungen aus der Heimat und auf der Flucht sowie deren Einfluss auf die psychische Gesundheit und die Adoleszenz.
5 Der Begriff Trauma und Traumafolgestörungen: Hier wird der Trauma-Begriff definiert, verschiedene Störungsbilder erläutert und Möglichkeiten der Erkennung bei UMF aufgezeigt.
6 Traumabewältigung und Integrationsmöglichkeiten von UMF: Dieses Kapitel stellt Unterstützungsmaßnahmen, therapeutische Ansätze und Möglichkeiten der Integration, insbesondere durch Bildung und Projekte, vor.
7 Herausforderungen für die Soziale Arbeit: Abschließend werden die spezifischen Anforderungen und Kompetenzen diskutiert, die SozialarbeiterInnen im Umgang mit dieser Zielgruppe benötigen.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf die notwendigen Bedingungen für eine effektive Soziale Arbeit.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, UMF, Soziale Arbeit, Traumatisierung, Traumafolgestörungen, Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Integration, Kinder- und Jugendhilfe, Kindeswohl, Asylrecht, Fluchtursachen, Resilienz, Traumabewältigung, Rechtslage
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen für die Soziale Arbeit im Umgang mit traumatisierten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in Deutschland.
Die Themenfelder umfassen rechtliche Rahmenbedingungen, psychische Folgen von Fluchterfahrungen, Traumadefinitionen und Konzepte zur Traumabewältigung sowie Integration.
Das Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen an die Soziale Arbeit herauszuarbeiten, um traumatisierte UMF effektiv bei der Traumabewältigung und Integration zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Fachliteratur sowie rechtlicher Grundlagen und nationaler Gesetze.
Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Situation, die Lebenssituation der Jugendlichen, theoretische Aspekte der Traumatisierung sowie praktische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten.
Wesentliche Begriffe sind UMF, Soziale Arbeit, Trauma, PTBS, Integration, Asylrecht und Kindeswohl.
Sie zeichnet sich durch ein breiteres Symptomspektrum aus, insbesondere im Bereich der Gefühlsregulation, und resultiert häufig aus langfristigen Traumatisierungen wie Misshandlungen in der Kindheit.
Das Clearing dient dazu, im Rahmen einer individuellen Prüfung den spezifischen Betreuungsbedarf des jeweiligen Jugendlichen festzustellen, da UMF keine homogene Gruppe mit gleichen Bedürfnissen sind.
Das Jugendamt ist gemäß SGB VIII verpflichtet, unbegleitete ausländische Minderjährige in Obhut zu nehmen, sofern diese ohne Personensorgeberechtigte in Deutschland eintreffen.
Sie bildet die notwendige Basis der Behandlung, in der durch den Aufbau einer tragfähigen Beziehung und die Sicherung sozialer Rahmenbedingungen innere und äußere Sicherheit geschaffen wird.
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