Examensarbeit, 2017
87 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
1.1 Gegenstand und Problemlage
1.2 Zentrale Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Veränderungen im Bildungssystem
2.2 Kompetenzen und Kompetenzentwicklung
2.3 Kompetenzorientierung in der Mathematik der Primarstufe
2.4 Inhalt und Genese des neuen Kerncurriculums für Hessen
2.5 Selbstreguliertes Lernen
2.6 Lernumgebungen und Lernaufgaben
2.7 Konkretisierung der Fragestellung
3 Kompetenzorientiert und differenziert unterrichten
3.1 Das Problemlösen
3.1.1 Das Problemlösen als prozessbezogene Kompetenz
3.1.2 Das Problem als Ausgangspunkt für das Problemlösen
3.1.3 Der Problemlöseprozess
3.1.4 Bedingungen für das Problemlösen
3.1.5 Förderung von Problemlösefähigkeiten
3.2 Das Problem mit einer Lernumgebung lösen
3.2.1 Schüleraktivität und natürliche Differenzierung
3.2.2 Das Problemlösen in einer Lernumgebung
3.3 Das Bilderbuch als Ausgangspunkt einer Lernumgebung
3.3.1 Das Geheimnis des Bilderbuches
3.3.2 Das Problem aus einem Bilderbuch mit einer Lernumgebung lösen
3.3.3 Existierende Bezüge zwischen Bilderbüchern und Mathematikunterricht
3.4 „Jan und Julia gehen einkaufen – Arbeit mit der Größe ‚Geld’“
3.5 Konzeption einer kompetenzorientierten Lernumgebung
3.5.1 Rahmenbedingungen und Ziele
3.5.2 Unterrichtspraktische Implikationen
3.5.3 Beschreibung der Lernumgebungen
4 Diskussion und Fazit
5 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie ein kompetenzorientierter und differenzierender Mathematikunterricht in der Primarstufe unter Einbeziehung von Bilderbüchern gestaltet werden kann, um insbesondere die Problemlösekompetenz von Schülerinnen und Schülern zu fördern.
3.1.3 Der Problemlöseprozess
Ein Problem zu lösen, erfordert die Motivation und die Anstrengungsbereitschaft, es auch lösen zu wollen. Ob Problemlöseaufgaben aus der Schule oder außerschulische Probleme, alle finden ihren Ursprung im Unvermögen des Problemlösers, dieses Problem sofort lösen zu können. Ein Problem entsteht somit erst dann, wenn man das Ziel hat, etwas zu lösen, aber nicht weiß, wie man es lösen soll.
Wie bereits aus Tabelle 3 erkennbar, besteht ein Problem aus drei Komponenten: dem Anfangszustand, dem noch nicht erreichten Zielzustand und dem Weg dorthin. Die Überführung von Anfangszustand in Zielzustand ist das Problemlösen und bedarf der Überwindung einer Barriere mithilfe der Anwendung von Lösungsverfahren, welche zunächst jedoch modifiziert oder erweitert werden müssen (Zech, 2002). Diese Barriere stellt für jeden Problemlöser eine ganz individuelle Hürde dar, da jedes Individuum über differentes deklaratives und prozedurales Wissen verfügt. Die Merkmale von Problemaufgaben bilden damit die Grundlage für den Problemlöseprozess.
In der Mathematikdidaktik existieren verschiedene Verlaufsmodelle für den Problemlöseprozess. Durchgesetzt hat sich besonders das 1949 von Pólya erstellte Modell, welches vier Teilschritte umfasst. Die Abbildung 3 stellt eine Erweiterung des von Pólya beschriebenen Problemlöseprozesses dar.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die bildungspolitischen Veränderungen und den resultierenden Reformdruck ein, der zur aktuellen Konzentration auf Kompetenzorientierung und Output-Steuerung geführt hat.
2 Theorie und Forschungsstand: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Kompetenzentwicklung, des selbstregulierten Lernens und des Kerncurriculums in Hessen dargelegt, welche als Basis für die weitere Argumentation dienen.
3 Kompetenzorientiert und differenziert unterrichten: Dieser Hauptteil verknüpft die Konzepte des Problemlösens, der Gestaltung von Lernumgebungen und des Einsatzes von Bilderbüchern, um daraus praktische Unterrichtsimplikationen abzuleiten.
4 Diskussion und Fazit: Die Erkenntnisse aus der Konzeption der Lernumgebungen werden zusammengeführt, um den Beitrag zur Förderung der Problemlösekompetenz kritisch zu reflektieren.
5 Ausblick: Abschließend werden Potenziale für weitere Lernumgebungen aufgezeigt und der fachübergreifende Mehrwert der Einbindung von Literatur in den Mathematikunterricht betont.
Kompetenzorientierung, Problemlösen, Primarstufe, Lernumgebungen, Mathematikunterricht, Selbstgesteuertes Lernen, Bilderbuch, Größe Geld, Natürliche Differenzierung, Bildungsstandards, Output-Steuerung, Problemlöseprozess, Lernaufgaben, Individuelle Förderung
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung eines kompetenzorientierten und differenzierenden Mathematikunterrichts in der Primarstufe, indem mathematische Lernumgebungen anhand von Bilderbüchern konzipiert werden.
Zentrale Themen sind die Kompetenzorientierung im Bildungssystem, die Theorie des selbstregulierten Lernens, die Didaktik des Problemlösens sowie der didaktische Einsatz von Bilderbüchern.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch kompetenzorientierte Lernumgebungen und entsprechende Aufgabenstellungen zum Thema „Größe Geld“ die Problemlösekompetenz von Kindern erweitert werden kann.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Überlegungen mit dem Ziel analysiert, diese in unterrichtspraktische Implikationen zu überführen.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Erläuterung des Problemlöseprozesses, der Konstruktion von Lernumgebungen sowie der Analyse des Bilderbuchs „Jan und Julia gehen einkaufen“ als Ausgangspunkt für mathematisches Lernen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kompetenzorientierung, Problemlösen, Lernumgebungen, natürliche Differenzierung und den Einsatz von Bilderbüchern im Mathematikunterricht bestimmt.
Die Größe Geld dient als exemplarischer Inhalt, da sie durch ihre lebensweltliche Bedeutung und ihre fehlende physikalische Messbarkeit besondere Anforderungen an den Unterricht stellt und sich hervorragend für authentische Problemlöseprozesse eignet.
Das Bilderbuch wurde gewählt, weil es Alltagserfahrungen der Kinder aufgreift, komplexe Problemstellungen ermöglicht und durch die Verknüpfung von Bild und Text einen motivierenden Rahmen für den kompetenzorientierten Mathematikunterricht der ersten und zweiten Klasse bietet.
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