Bachelorarbeit, 2013
138 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Arbeit
2 Aktuelle Ansprüche an ein Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.1 Ziele und Anforderungen
2.2 Derzeitige Umsetzung in der betrieblichen Praxis
3 Präsentismus als eine zentrale Herausforderung im BGM
4 Statistische Untersuchung möglicher Einflussfaktoren auf Präsentismus
4.1 Vorbereitung und Durchführung
4.2 Ergebnisse
4.2.1 „Makroanalyse“ - Ergebnisse im Überblick und Auswahl zentraler relevanter Einflussfaktoren
4.2.2 „Mikroanalyse“ - Detaillierte Ergebnisse zu zentralen, relevanten Einflussfaktoren
5 Fazit und Ausblick
5.1 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse der Analyse
5.2 Implikationen für Unternehmen
A ANHANG
A.1 Datenmanagement
A.2 Ergebnisse der statistischen Analyse
A.3 Fragebogen
Die Arbeit untersucht das Phänomen Präsentismus im Kontext des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), um dessen Bedeutung als zentrale aktuelle Herausforderung zu verdeutlichen. Das primäre Ziel ist es, Unternehmen für dieses Thema zu sensibilisieren und durch die Analyse beeinflussender Faktoren auf das Verhalten von Mitarbeitern im Krankheitsfall eine Grundlage für die Entwicklung wirksamer präventiver Maßnahmen zu schaffen.
3 Präsentismus als eine zentrale Herausforderung im BGM
Während Präsentismus in der betrieblichen Praxis vereinzelt nicht als Nebenschauplatz sondern als das „eigentliche Kernthema des Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ bezeichnet wird, da schließlich „nicht die Zeit, die ein Mitarbeiter am Arbeitsplatz verbringt, sondern die hohe Konzentrations- und Leistungsfähigkeit während der Arbeit ... den unternehmerischen Mehrwert“ [Hen07b, S. 51] schaffe, findet es bei der Mehrheit der Unternehmen noch keine Berücksichtigung. Dieser Umstand könnte unter anderem dem aktuell noch eher lückenhaften Forschungsstand geschuldet sein.
Erstmalig thematisiert im Jahre 1955 findet das Thema Präsentismus auch im Forschungsbereich erst seit der Jahrtausendwende wirkliche Berücksichtigung, wobei der Begriff innerhalb existierender wissenschaftlicher Arbeiten sehr unterschiedlich definiert wird:
• „Das Verhalten, sich bei einer Erkrankung nicht krankzumelden, sondern arbeiten zu gehen, wird als ‹Präsentismus› bezeichnet“ [SS10, S. 93].
• „Presenteeism is defined as the loss in productivity that occurs when employees come to work but function as less than full capacity because of ill health“ [GB07, S. 3].
1 Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Problematik des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in einem sich wandelnden sozioökonomischen Umfeld und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Aktuelle Ansprüche an ein Betriebliches Gesundheitsmanagement: Hier wird der Status quo des BGM in der Praxis beleuchtet, wobei kritisch hinterfragt wird, inwiefern traditionelle Kennzahlen den heutigen Anforderungen an Gesundheit gerecht werden.
3 Präsentismus als eine zentrale Herausforderung im BGM: Dieser Abschnitt widmet sich der begrifflichen Definition von Präsentismus, identifiziert die relevanten Forschungsstränge und diskutiert die Herausforderungen der Messbarkeit im betrieblichen Alltag.
4 Statistische Untersuchung möglicher Einflussfaktoren auf Präsentismus: Das Kernkapitel beinhaltet die statistische Datenaufbereitung und Analyse, in der systematisch personenbezogene, unternehmensbezogene und relationale Faktoren auf ihren Einfluss auf das Präsentismus-Verhalten geprüft werden.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Auswirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren und leitet konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Etablierung eines nachhaltigen Gesundheitsmanagements ab.
A ANHANG: Dieser Teil dokumentiert das Datenmanagement, liefert ergänzende statistische Analysen und stellt den verwendeten Fragebogen zur Verfügung.
Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Präsentismus, Absentismus, Arbeitsfähigkeit, Einflussfaktoren, Gesundheit, Krankheit, Prävention, Arbeitsgestaltung, Fehlzeiten, Arbeitsproduktivität, Datenauswertung, Statistik, SPSS
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Analyse des Phänomens Präsentismus – also das Arbeiten trotz Krankheit – innerhalb von Unternehmen und dessen Bedeutung für ein modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, die Definition und Messung von Präsentismus sowie eine umfassende statistische Analyse der Einflussfaktoren ab, die dieses Verhalten fördern.
Ziel ist es, Unternehmen für die Relevanz von Präsentismus zu sensibilisieren und durch die Identifikation entscheidender Einflussfaktoren eine evidenzbasierte Grundlage für die Entwicklung präventiver Maßnahmen zu schaffen.
Die Arbeit nutzt eine statistische Untersuchung mittels Chi-Quadrat-Tests und Kontingenzanalysen auf Basis eines bestehenden Primärdatensatzes, um Zusammenhänge zwischen Präsentismus-Symptomen und verschiedenen Einflussfaktoren zu prüfen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der systematischen Untersuchung personenbezogener, unternehmensbezogener und relationaler Einflussfaktoren auf das Arbeitsverhalten im Krankheitsfall unter Anwendung von "Makro-" und "Mikroanalysen".
Die Arbeit wird durch Begriffe wie BGM, Präsentismus, Arbeitsfähigkeit, Fehlzeitenmanagement und statistische Einflussfaktoren geprägt.
Die Unterscheidung erfolgt basierend auf den verwendeten Fragebatterien: Subjektiver Präsentismus spiegelt die Selbsteinschätzung der Befragten wider, während beim objektiven Präsentismus die Komponente "ärztlicher Rat" in die Beurteilung einfließt.
Die Autorin untersucht unter anderem Kontrollanrufe und Gespräche bei Fehlzeiten und kommt zu dem Schluss, dass diese zwar kurzfristig den Krankenstand senken, aber langfristig zu gesundheitsschädlichem Arbeitsverhalten führen können.
Der Gesundheitszustand wird als zentraler "Mischfaktor" identifiziert, wobei ein schlechter subjektiver Gesundheitszustand signifikant mit einer höheren Neigung zu Präsentismus einhergeht.
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