Bachelorarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 12 Punkte
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Historische Entwicklung der TV-Serie
2.2. Serielle Organisation & Narration
2.3. Gewalt- und Sexualitätsdarstellungen als Zuschauerattraktivität
3. OUTLANDER
3.1. Kurze Figureneinführung
3.2. Szenenanalyse
3.2.1. Sexualität
3.2.2. Gewalt
3.2.3. Sexuelle Gewalt
3.2.4. Vereinigung der 3 Aspekte
4. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die ästhetische Inszenierung von Sexualität, Gewalt und sexueller Gewalt im zeitgenössischen Fernsehen am Beispiel der US-Serie OUTLANDER. Das zentrale Ziel ist eine neutrale, ästhetische Analyse der Serienbilder und deren Wirkung, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie diese kontroversen Themen in die narrative Struktur eingebettet und zur Zuschauerbindung genutzt werden.
3.2.1. Sexualität
Wenn man über Sexualität im Fernsehen spricht, kommt schnell die Frage nach der Abgrenzung zu pornografischen Filmen auf. Nicht nur inhaltlich können die zeitgenössischen Formate polarisieren. Viele der beliebtesten Serien sind aufwendig und qualitativ hochwertig produziert, was sich durch filmische Werte wie technische und handwerkliche Sorgfalt und eine Komplexität der Narration auszeichnet. Diese sind in pornografischen Filmen, die oberflächlich betrachtet Gemeinsamkeiten in den Aspekten der Sexualität und sexuellen Gewalt haben könnten, nicht gegeben. Grundsätzlich wird dadurch unterschieden, dass Sexualität im Fernsehen eine öffentliche Erregung erzeugen soll. Pornografie dagegen hat das Ziel den einzelnen Betrachter zu unterhalten. Außerdem ist Pornografie im institutionellen Rahmen untersagt und darf nicht im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt werden.
Um den Aspekt der Sexualität in der Serie OUTLANDER zu analysieren, werden zwei Szenen betrachtet. Diese spielen in der Hochzeitsnacht Claires und Jamies als sie sich in einen privaten Raum zurückzogen, um die Ehe nach damaligen Brauch „zu vollziehen“ (St.1, Fl.7 „The Wedding“,12:50-16:22). Der Raum ist mit alten Holzbalken und einem Feuer im Kamin ausgestattet. Er ist nur spärlich mit flackernden Kerzen ausgeleuchtet und es werden keine Details sichtbar (low key). Die pulsierenden Lichtquellen und die massiven Holzbalken erzeugen eine rustikal romantische Atmosphäre. Die Bildfarben sind dunkel und warm. Lediglich die Kleidung und die Haut der Figuren stechen in ihren weißen Farbtönen heraus und setzen den Akzent auf Claire und Jamie. Gesprochen wird in der Szene sehr wenig.
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung und Ästhetisierung von Serien sowie Darlegung des Analysefokus auf die Serie OUTLANDER.
2. Theoretische Grundlagen: Untersuchung der historischen Entwicklung des seriellen Erzählens von der Antike bis zum modernen Pay-TV und Analyse von Gewalt- und Sexualitätsdarstellungen im Fernsehen.
3. OUTLANDER: Detaillierte Figureneinführung und szenische Analyse der Aspekte Sexualität, Gewalt sowie sexueller Gewalt innerhalb der ersten Staffel.
4. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse zur ästhetischen Inszenierung und den Rollenkonflikten, insbesondere im Hinblick auf die innovative Darstellung von männlicher Betroffenheit.
OUTLANDER, Fernsehserie, Serialität, Ästhetisierung, Sexualität, Gewalt, sexuelle Gewalt, male gaze, female gaze, Rollenbilder, Tabubruch, Pay-TV, Szenenanalyse, Narration, Geschlechterrollen
Die Arbeit analysiert die ästhetische Darstellung von Sexualität und Gewalt in der modernen Fernsehserie am Beispiel von OUTLANDER.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung des seriellen Erzählens, der Inszenierung von Tabuthemen im Fernsehen und der Analyse von Geschlechterrollen.
Das Ziel ist eine neutrale, ästhetische Untersuchung der Szenengestaltung in OUTLANDER, statt einer rein wertenden moralischen Beurteilung.
Es wird eine filmwissenschaftliche Szenenanalyse (Szenenprotokoll, Kameraperspektive, Lichtkonzept) angewandt.
Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen seriellen Erzählens und führt eine tiefgehende Untersuchung ausgewählter Schlüsselszenen zu Sexualität und Gewalt durch.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Serialität, Ästhetisierung, male/female gaze und Geschlechterrollen.
Claire wird oft in einer Opferrolle dargestellt, die auf männliche Hilfe angewiesen ist, obwohl sie gleichzeitig emanzipatorische Züge aus dem 20. Jahrhundert zeigt.
Die Serie bricht mit Tabus, indem sie männliche Vergewaltigung explizit thematisiert, den Mann als sexuelles Objekt inszeniert und dabei auch Momente der Feminisierung nutzt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

