Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten
2 EINLEITUNG
2.1 PROBLEMSTELLUNG
2.2 FORSCHUNGSFRAGE
2.3 ZIEL DER ARBEIT
3 DEFINITIONEN
3.1 UMWELT
3.2 ETHIK
3.3 UMWELTETHIK
3.4 ABGRENZUNG ZUR WIRTSCHAFTSETHIK
4 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
5 BEGRÜNDUNGSANSÄTZE UND POSITIONEN
5.1 ANTHROPOZENTRISMUS
5.2 PATHOZENTRISMUS
5.3 BIOZENTRISMUS
5.4 HOLISMUS
5.5 TIEFEN-ÖKOLOGIE
5.6 GAIA-THEORIE UND ECOCIDE-ACT
6 DIE ANGEWANDTE UMWELTETHIK
6.1 TIERE
6.2 PFLANZEN
6.3 BIOSPHÄRE
7 WARUM NEHMEN UNTERNEHMEN RÜCKSICHT AUF IHRE UMWELT
8 PRAXISBEISPIELE
8.1 POSITIVBEISPIELE
8.1.1 Robert Bosch GmbH
8.1.2 Bellaflora GesmbH
8.1.3 H&M Hennes Mauritz AG
8.2 NEGATIVBEISPIELE
8.2.1 BP Beyond Petroleum
8.2.2 Volkswagen VW
9 SCHLUSS
9.1 ZUSAMMENFASSUNG
9.2 FORSCHUNGSFRAGE
9.3 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen ökonomischem Handeln und ökologischer Verantwortung in Unternehmen, um zu klären, welche Motive Unternehmen dazu bewegen, Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen oder zu vernachlässigen.
5.1 Anthropozentrismus
griechisch: ánthropos – „Mensch“ lateinisch: centrum bzw. (alt)griechisch kéntro– „Mittelpunkt“
Wie sich aus dem Begriff bereits ableiten lässt, steht hier der Mensch im Mittelpunkt. Der epistemische Anthropozentrismus besagt, dass Menschen die einzigen wertenden Lebewesen seien, da nur sie empfindungsfähig, teleologisch und bewusstseins- bzw. reflexionsfähig seien. Menschen haben die nötige Vernunft. Allerdings wird nichts über den Rang des Menschen ausgesagt, im Gegensatz zum moralischen Anthropozentrismus. Der Mensch steht an erster und höchster Stelle.
„Menschen neigen dazu, die Natur insoweit wertzuschätzen und zu achten wie sie ihren eigenen Bedürfnissen dient.“ D.h. dass der Mensch nur schützt, was für ihn von Vorteil ist, sozusagen aus Eigeninteresse. Der Mensch wägt seine unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten ab und handelt dann so wie es ihm mehr nutzt. Man kann ihm also einen gewissen Naturschutz nicht absprechen, allerdings wird dies als unzureichend kritisiert, da er die Natur nur soweit schützt als es für ihn von Interesse ist. „Der Anthropozentrist sieht die Welt immer und ausschließlich aus der Warte des Menschen.“
2 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Umweltbelastung durch wirtschaftliches Handeln und Formulierung der Forschungsfrage nach den Beweggründen für unternehmerische Rücksichtnahme.
3 DEFINITIONEN: Klärung zentraler Fachbegriffe wie Umwelt, Ethik, Umweltethik und deren Abgrenzung zur Wirtschaftsethik.
4 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN: Erörterung der moralischen Verantwortung von Unternehmen im Kontext der Umweltethik und des Einflusses des Menschen auf die vorbelastete Umwelt.
5 BEGRÜNDUNGSANSÄTZE UND POSITIONEN: Darstellung verschiedener ethischer Ansätze wie Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus, Holismus sowie der Gaia-Theorie.
6 DIE ANGEWANDTE UMWELTETHIK: Anwendung der ethischen Theorien auf den Schutz von Tieren, Pflanzen und der gesamten Biosphäre.
7 WARUM NEHMEN UNTERNEHMEN RÜCKSICHT AUF IHRE UMWELT: Diskussion von Gründen für Umweltschutzmaßnahmen wie Imagebildung, Kundenerwartungen und wirtschaftliche Vorteile versus Greenwashing.
8 PRAXISBEISPIELE: Fallanalysen von Unternehmen mit positiven Umweltschutzstrategien (Bosch, Bellaflora, H&M) sowie Negativbeispielen (BP, Volkswagen) im Kontext von Greenwashing.
9 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der ethischen Verantwortung von Unternehmen und Ausblick auf die zukünftige Relevanz nachhaltigen Wirtschaftens.
Umweltethik, Unternehmen, Verantwortung, Anthropozentrismus, Biozentrismus, Holismus, Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, Corporate Social Responsibility, Greenwashing, Umweltschutz, Biosphäre, Nachhaltigkeitsbericht, Wirtschaftsethik, Klimaschutz
Die Arbeit behandelt die ethische Verantwortung von Unternehmen im Hinblick auf ihren Einfluss auf die Umwelt.
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Umweltethik, verschiedene Begründungsansätze wie den Bio- oder Anthropozentrismus sowie die praktische Anwendung in Unternehmen.
Ziel ist es zu hinterfragen, ob unternehmerischer Umweltschutz aus wahrer ethischer Verantwortung, aus Gewissen oder lediglich als marktstrategischer "Trend" erfolgt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung umweltethischer Konzepte, die durch Praxisbeispiele veranschaulicht und kritisch analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition von Umweltethik, die Gegenüberstellung von ethischen Positionen und die Analyse von Unternehmensstrategien anhand von Positiv- und Negativbeispielen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umweltethik, Corporate Social Responsibility, Greenwashing und Nachhaltigkeitsmanagement geprägt.
Das steigende Bewusstsein zwingt Unternehmen dazu, ihre Produkte und Prozesse anzupassen, um Kunden zu binden und drohende Umsatzeinbußen zu vermeiden.
Sie betrachtet die Erde als ein lebendiges, sich selbst regulierendes System, was eine ganzheitliche Verantwortung für den Schutz der Biosphäre fordert.
Trotz ihres früheren Images als nachhaltige Unternehmen haben beide Konzerne durch Umweltskandale das Vertrauen der Öffentlichkeit massiv verloren, was als Paradebeispiel für "Greenwashing" dient.
Es zeigt sich, dass Motive oft vielschichtig sind; Umweltschutz ist häufig ein Mittel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, dessen wahre Intention von Außenstehenden nur schwer zu durchschauen ist.
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