Bachelorarbeit, 2017
69 Seiten, Note: 12 Punkte
1. Einleitung
2. Die Mensch-Tier-Beziehung
2.1 Erklärungsansätze zur Wirkung der Mensch-Tier-Beziehung
2.1.1 Konzept der Du-Evidenz
2.1.2 Biophilie-Hypothese
2.1.3 Bindungstheorie
2.2 Verhaltensaspekte der Mensch-Tier-Beziehung
2.2.1 Die Anthropomorphisierung
2.3 Die Kommunikation zwischen Mensch und Tier
2.3.1 Die Interaktion zwischen Mensch und Tier
2.4 Die besondere Beziehung von Kindern zu Tieren
2.4.1 Im Kleinkindalter
2.4.2 Im Grundschulalter
2.4.3 In der Pubertät
3. Tiergestützte Interventionen
3.1 Begriffliche Klärung der Bereiche Tiergestützter Interventionen
3.1.1 Begriffe im anglo-amerikanischen Raum
3.1.1.1 Animal-Assisted Activities (AAA)
3.1.1.1 Animal-Assisted Therapy (AAT)
3.1.2 Begriffe im deutschsprachigen Raum
3.1.2.1 Tiergestützte Aktivität (TG A)
3.1.2.2 Tiergestützte Förderung (TG F)
3.1.2.3 Tiergestützte Pädagogik (TG P)
3.1.2.4 Tiergestützte Therapie (TG T)
3.1.2.5 Resümee Tiergestützter Interventionen im deutschsprachigen Raum
3.2 Interaktionsformen der Tiergestützten Therapie
3.2.1 Organisationsformen der Interaktion
3.2.1.1 Die freie Interaktion
3.2.1.2 Die gelenkte Interaktion
3.2.1.3 Die ritualisierte Interaktion
3.2.2 Funktionsformen der Interaktion
3.3 Einwirkungsbereiche und Fördermöglichkeiten bei Tiergestützter Intervention
3.4 Zielgruppe der Tiergestützten Intervention
3.5 Das Tier im pädagogische-therapeutischen Einsatz
3.5.1 Tierschutz und Tierethik
3.5.2 Warum ist das Pferd so gut geeignet?
3.5.3 Die Auswahl eines geeigneten Pferdes
3.5.4 Die Ausrüstung
4. Der Einsatz von Pferden in unterschiedlichen Praxisfeldern
4.1.1 Die Hippotherapie
4.1.2 Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd
4.1.2.1 Heilpädagogisches Voltigieren
4.1.2.2 Heilpädagogisches Reiten
4.1.3 Ergotherapeutische Behandlungen mit dem Pferd
4.1.4 Der Behindertenreitsport
4.2 Ein Praxisbeispiel
5. Diskussion und Fazit
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mensch-Tier-Beziehung als wissenschaftliche Grundlage für den pädagogisch-therapeutischen Einsatz von Pferden bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, die Wirkungsweise dieser Beziehung zu beleuchten, die Einsatzmöglichkeiten in der Praxis zu systematisieren und die Bedeutung des Tieres als Partner in der therapeutischen Arbeit zu analysieren.
2.1.1 Konzept der Du-Evidenz
Mit der Du-Evidenz bezeichnen Greiffenhagen und Buck-Werner „die Tatsache, dass zwischen Menschen und höheren Tieren Beziehungen möglich sind, die denen entsprechen, die Menschen unter sich bzw. Tiere unter sich kennen“ (Greiffenhagen & Buck-Werner, 2011, S. 22).
Die Du-Evidenz ist von großer Bedeutung für die Mensch-Tier-Beziehung, denn ohne sie kann keine erfolgreiche Tiergestützte Intervention stattfinden. Die Du-Evidenz zwischen Mensch und Tier lässt eine noch tiefergreifendere Beziehung zu, als die zwischen Tier-Tier oder Mensch-Mensch (Bachmann, 2016, S. 16).
Gotthart Teutsch (1987, S. 40) erklärt in seinem Lexikon der Tierschutzethik die Du-Evidenz folgendermaßen: „Die Du Evidenz bedeutet, dass einem Lebewesen ein zunächst beliebiges Wesen durch intensive Begegnung zum individuellen, unverwechselbaren und insofern auch unersetzlichen Partner wird“.
Für Greiffenhagen (2007, S. 24) bildet die Du-Evidenz „die unumgängliche Vorrausetzungen dafür, dass Tiere therapeutisch und pädagogisch helfen können. Dabei reicht die Breite der durch die Du-Evidenz nahegelegten Zuwendung von Betrachten und Füttern der Aquarienfische bis zu einer Partnerschaft, welche kaum noch Unterschiede zu zwischenmenschlichen Beziehungen erkennen lässt“.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Mensch-Tier-Beziehung ein und stellt die Fragestellung bezüglich der pädagogisch-therapeutischen Nutzung von Tieren bei Kindern und Jugendlichen vor.
2. Die Mensch-Tier-Beziehung: In diesem Kapitel werden theoretische Erklärungsansätze, Verhaltensaspekte sowie die Besonderheiten der Beziehung von Kindern zu Tieren detailliert analysiert.
3. Tiergestützte Interventionen: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung und Abgrenzung der verschiedenen Interventionsformen sowie eine Erläuterung der Interaktionsformen und tierethischer Aspekte.
4. Der Einsatz von Pferden in unterschiedlichen Praxisfeldern: Dieses Kapitel stellt spezifische Anwendungsgebiete wie die Hippotherapie und die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd vor und liefert ein Praxisbeispiel.
5. Diskussion und Fazit: Die Arbeit reflektiert kritisch die Ergebnisse, diskutiert den aktuellen Forschungsstand und weist auf die Notwendigkeit weiterer Standardisierungen hin.
6. Zusammenfassung: Hier wird der gesamte Inhalt der Arbeit nochmals kompakt zusammengefasst.
Mensch-Tier-Beziehung, Tiergestützte Intervention, Heilpädagogische Förderung, Hippotherapie, Du-Evidenz, Bindungstheorie, Kind-Tier-Beziehung, Therapiebegleittier, Kommunikation, Interaktion, Tierschutz, Tierethik, Anthropomorphisierung, Entwicklungsförderung, Pädagogik.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Mensch-Tier-Beziehung als theoretischer Basis für den pädagogisch-therapeutischen Einsatz von Pferden bei Kindern und Jugendlichen.
Zu den Kernbereichen gehören die wissenschaftlichen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, verschiedene Interventionsformen sowie die ethischen Anforderungen an den Einsatz von Tieren.
Ziel ist es, den heilenden Einfluss der Mensch-Tier-Beziehung wissenschaftlich einzuordnen und aufzuzeigen, wie Pferde gezielt in pädagogischen und therapeutischen Settings zur Förderung eingesetzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender theoretischer Modelle und Studien aus den Bereichen Pädagogik und Psychologie.
Der Hauptteil analysiert theoretische Konzepte (wie die Bindungstheorie), definiert Begrifflichkeiten tiergestützter Arbeit und erläutert detailliert die verschiedenen Praxisfelder der Arbeit mit Pferden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mensch-Tier-Beziehung, Tiergestützte Intervention, Heilpädagogische Förderung und Therapiebegleittier definiert.
Es bildet die unabdingbare Basis für eine gelingende Intervention, da es die Möglichkeit einer tiefgreifenden Beziehung zwischen Mensch und Tier beschreibt.
Das Pferd bietet durch seine physische Präsenz, die Möglichkeit des Reitens und seine feine nonverbale Kommunikation vielfältige Ansätze für die psychomotorische und soziale Entwicklung von Kindern.
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