Bachelorarbeit, 2017
90 Seiten, Note: 1,0
1 Zielsetzung der Arbeit
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Struktur
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Immobilienfinanzierung
2.2 Preisblasen
2.3 Indikatoren von Preisblasen
2.4 Kennzahlenanalyse
2.5 Kreislauf einer Spekulationsblase
3 Immobilienmarktblase USA
4 Immobilienmarktblase Spanien
5 Immobilienmarktblase Irland
6 Deutschland
6.1 Allgemeine Indikatoren
6.2 Kennzahlenanalyse
6.3 Metropolen
6.3.1 Berlin
6.3.2 Leipzig
6.3.3 Frankfurt am Main
6.4 Kreditvergabe in der Praxis
6.5 Das Praxisbeispiel
7 Staatliche Maßnahmen
7.1 Mietrechtsnovellierungsgesetz–MietNovG
7.2 Wohnimmobilienkreditrichtlinie
8 Handlungsempfehlungen
9 Fazit
Die vorliegende Bachelor Thesis untersucht die Preisentwicklung auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt und analysiert, ob Anzeichen für eine Immobilienmarktblase vorliegen. Dabei wird der deutsche Markt mit historischen Krisenverläufen in den USA, Spanien und Irland verglichen, um fundierte Schlüsse über das Risikopotenzial in Deutschland ziehen zu können.
1.1 Ausgangssituation
„The term ‘bubble’ is widely used but rarely clearly defined.“ Diese Aussage der Wirtschaftsprofessoren Case und Shiller zeigt, dass es gar nicht so einfach ist den Begriff einer Vermögenspreisblase zu definieren. In der Literatur findet man die unterschiedlichsten Definitionen. Während seiner Amtszeit als Vorsitzender der US Notenbank bezeichnete Alan Greenspan Vermögenspreisblasen in einer Rede im Dezember 2006 einfach mit dem Ausdruck „irrational exuberance“. Aber man findet auch weitreichendere Definitionen wie z.B., dass es sich bei einer Blase um eine Überbewertung handelt. Der Preis eines Gutes übersteigt dessen natürlichen Wert immer weiter. Diese Entwicklung endet schließlich in einem Crash.
Viele Länder mussten bereits eine Vermögenspreisblase auf dem Immobilienmarkt durchleben. Begünstigt wurde die Blase jedes Mal durch bestimmte makro- und mikroökonomische Rahmenbedingungen und endete meistens in einer Krise im jeweiligen Land. Auch Deutschland weist zurzeit einige außergewöhnliche Rahmenbedingungen auf: die von der EZB gelebte „Nullzinspolitik“, eine schwache Inflation und einen momentanen „Hype“ auf dem Immobiliensektor. Als Resultat dieser Faktoren und bedingt durch den Mangel an alternativen Anlagemöglichkeiten, die sich wiederum durch rückläufige Renditeentwicklungen und eine kräftige Abwertung des Euros ergeben, investieren Anleger jedoch mehr und mehr in das „Betongold“.
1 Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Thematik der Immobilienpreisblasen und Festlegung der Forschungsfragen sowie der theoretischen und empirischen Vorgehensweise.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der ökonomischen Definitionen von Preisblasen, der Funktionsweise der Immobilienfinanzierung und der relevanten Indikatoren für eine Blasenbildung.
3 Immobilienmarktblase USA: Untersuchung der Ursachen und des Verlaufs der Immobilienkrise in den USA, insbesondere unter Betrachtung der Geldpolitik und Kreditvergabepraxis.
4 Immobilienmarktblase Spanien: Analyse der spanischen Immobilienmarktblase, getrieben durch den Beitritt zur Währungsunion und exzessive Kreditvergabe.
5 Immobilienmarktblase Irland: Darstellung der irischen Immobilienkrise, die nach einem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung in einem Systemkollaps endete.
6 Deutschland: Detaillierte empirische Analyse des deutschen Marktes, der regionalen Hot-Spots sowie der Kreditvergabepraxis und ein Vergleich von Kauf- und Mietoptionen.
7 Staatliche Maßnahmen: Diskussion der Auswirkungen von Mietpreisbremse und Wohnimmobilienkreditrichtlinie auf den deutschen Immobilienmarkt.
8 Handlungsempfehlungen: Ableitung möglicher politischer Instrumente zur Stabilisierung des Marktes und zur Vermeidung einer spekulativen Überhitzung.
9 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung in Deutschland.
Immobilienmarktblase, Deutschland, Preis-Einkommens-Relation, Miet-Kaufpreis-Relation, Tobin q, Immobilienfinanzierung, Niedrigzinspolitik, Wohnungsneubau, Spekulationsblase, Kreditvergabepraxis, Wohnimmobilienkreditrichtlinie, Mietpreisbremse, Immobilienmarkt, Immobilienblase, Vermögenspreisblase.
Die Arbeit untersucht, ob der deutsche Wohnimmobilienmarkt Anzeichen für eine spekulative Preisblase aufweist, basierend auf ökonomischen Indikatoren und Vergleichen mit anderen Ländern.
Die zentralen Themen sind Preisentwicklung, Finanzierungsstrukturen, staatliche Regulierungsmaßnahmen sowie der Vergleich zwischen Mieten und Kaufen.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt auf eine Blase hindeuten und wie sich diese im Vergleich zu den Krisen in den USA, Irland und Spanien verhalten.
Es wird ein deduktiver Ansatz verfolgt, der theoretische Grundlagen mit einer empirischen Analyse von Marktdaten, Kennzahlen und Ländervergleichen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, historische Länderanalysen, eine umfassende Untersuchung Deutschlands und seiner Metropolen sowie eine praxisnahe Beispielrechnung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Immobilienmarktblase, Miet-Kaufpreis-Relation, Tobin q und Niedrigzinspolitik geprägt.
Frankfurt am Main dient als „Hot Spot“ zur Veranschaulichung, ob der Kauf einer Eigentumswohnung im Vergleich zur Miete angesichts der hohen Immobilienpreise wirtschaftlich noch sinnvoll ist.
Der Autor stuft diese Maßnahmen überwiegend als wirkungslos ein, da sie die Ursache – den Mangel an Neubauten – nicht beheben und eher die Angebotsseite belasten.
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