Masterarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 2,3
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Theatralität von Lars von Triers Film Dogville und untersucht, wie der Film die Grenzen zwischen Theater und Film verschmilzt und eine einzigartige Form der Theatralität entwickelt.
Das erste Kapitel beleuchtet die Definition von Theaterfilmen und die Intermedialität zwischen Theater und Film. Es wird die These aufgestellt, dass Dogville als ein ergiebiges Analysebeispiel für die Theaterbezüge bzw. die Theatralität im Medium des Films dient. Das zweite Kapitel geht auf die Reflexion der Theatralität im Film Dogville ein. Es wird untersucht, wie von Triers Film auf verschiedenen Ebenen die theatralen Elemente und die Inszenierungsformen des Theaters aufgreift. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Kunst der Verfremdung in Dogville und analysiert, wie diese Verfremdungseffekte durch die theatralen Elemente und die Inszenierungsformen des Films erreicht werden. Das vierte Kapitel beleuchtet die Beziehung zwischen Desillusion und Illusion im Film Dogville. Es wird gezeigt, wie die minimalistische Dekoration und die theatralen Elemente zu einem Spannungsfeld zwischen Illusion und Desillusion führen. Das fünfte Kapitel widmet sich dem Exkurs der Dogville-Inszenierung von Bastian Kraft.
Theatralität, Theaterfilm, Intermedialität, Verfremdung, Dogville, Lars von Trier, Bühnenbild, Minimalismus, Filmische Ästhetik, Brechtsches Theater, Episches Theater, Meta-Theatralität.
Der Film verzichtet auf realistische Kulissen und nutzt stattdessen ein bühnenartiges Setting mit Kreidemarkierungen auf dem Boden, was eine starke Theatralität erzeugt.
Lars von Trier nutzt Verfremdungseffekte im Sinne von Brechts „epischem Theater“, um die Zuschauer zur Reflexion anzuregen, statt sie rein emotional eintauchen zu lassen.
Es beschreibt die Verschmelzung der Medien Film und Theater, wobei filmische Mittel (Kameraführung) auf eine radikal reduzierte Theaterästhetik treffen.
Durch das Fehlen von Wänden und Türen sowie den Einsatz eines Erzählers wird die Illusion des klassischen Kinos ständig gebrochen (Desillusionierung).
Sie schafft einen „theatralen Freiraum“, in dem sich die Handlung auf die moralischen Abgründe der Charaktere konzentriert, ohne von einer opulenten Umgebung abzulenken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

