Bachelorarbeit, 2017
39 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung
2.1 Entwicklung der europäischen Rahmenrichtlinie
2.2 Der ORSA nach deutschem Recht
2.3 Die Bestandteile des ORSA
3 Die Prozessstufen des ORSA
3.1 Einbindung der Geschäfts- und Risikostrategie
3.2 Risikoidentifikation
3.3 Risikobewertung und Risikoaggregation
4 Mehrwert des ORSA-Berichtes als Instrument des Risikomanagements
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, dem Leser ein fundiertes Verständnis über den ORSA-Prozess (Own Risk and Solvency Assessment) sowie dessen Bedeutung für die strategische Unternehmensführung und das Risikomanagement von Versicherungsunternehmen zu vermitteln.
3.2 Risikoidentifikation
Die Identifizierung bestehender sowie aufkommender Risiken ist die Prämisse für die erfolgreiche Umsetzung des Risikomanagementsystems und somit auch für den ORSA-Prozess. Die Risikoidentifizierung stellt in diesem Zusammenhang die Grundlage für alle nachgelagerten Prozessschritte, um die Risiken zu bewerten und zu steuern, dar. Für ein Risiko, welches nicht erkannt wird, kann folglich keine Gegenmaßnahme ergriffen werden. Der Prozessschritt kann somit auch als Instrument der Risikofrüherkennung verstanden werden.
Die Einbeziehung des Vorstandes ist nach Ansicht des Verfassers schon hier unbedingt notwendig. Nur so kann sichergestellt werden, dass strategische Entwicklungen auf der Vorstandsebene Berücksichtigung finden.
Dieser erste Prozessschritt des ORSA-Prozesses kann über verschiedene Ansätze, welche in der Praxis häufig in Kombination auftreten, durchgeführt werden. Die unterschiedlichen Ansätze beruhen auf der Tatsache, dass bestehende und bereits bekannte Risiken sowie entstehende und unbekannte Risiken identifiziert werden können. Die Identifikation der offensichtlichen Risiken erfolgt mittels Kollektionsmethoden zu denen beispielsweise Interviews und Befragungen zählen. Um bisher unbekannte Risiken zu identifizieren eignen sich Suchmethoden, welche sich wiederum in analytische und kreative Methoden unterteilen lassen. Um das Risikoprofil eines Versicherungsunternehmens sinnvoll und weitestgehend vollständig abbilden zu können, ist die Kombination dieser beiden Ansätze auch aus Sicht des Verfassers eine sinnvolle Methode. Gleich, welcher Ansatz bzw. welche Kombination verfolgt wird, sollte die Identifikation der Risiken einer gewissen Systematik nachgehen. Die Risiken sollten vollständig, aktuell, prospektiv und antizipativ, wirtschaftlich und konsistent erfasst werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Solvency II-Regulierung ein und erläutert die Problemstellung sowie die Zielsetzung und Struktur der Bachelorarbeit.
2 Die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung: In diesem Kapitel werden die historischen Entwicklungen der Rahmenrichtlinie sowie die rechtlichen Grundlagen des ORSA im deutschen Aufsichtsrecht erörtert.
3 Die Prozessstufen des ORSA: Dieses Kapitel detailliert die konkrete Umsetzung des ORSA-Prozesses, beginnend mit der strategischen Einbindung bis hin zur Identifikation und Aggregation von Risiken.
4 Mehrwert des ORSA-Berichtes als Instrument des Risikomanagements: Hier wird analysiert, welchen Nutzen Versicherungsunternehmen aus der Dokumentation des ORSA-Prozesses für die Steuerung und Offenlegung ziehen können.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Aufwand sowie den langfristigen Mehrwert des ORSA für die strategische Unternehmensplanung kritisch.
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Die Arbeit behandelt die Umsetzung des ORSA-Prozesses im Risikomanagement von Versicherungsunternehmen im Rahmen von Solvency II.
Die zentralen Felder umfassen die aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen, die Integration des ORSA in die Unternehmensstrategie, die Identifizierung und Bewertung von Risiken sowie den Nutzen des ORSA-Berichts.
Das Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für den ORSA-Prozess zu vermitteln und aufzuzeigen, warum eine eigene Risikobeurteilung ein wesentliches strategisches Werkzeug darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung von Gesetzestexten sowie der Analyse aktueller aufsichtsrechtlicher Leitlinien und Auslegungsentscheidungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Anforderungen durch die Rahmenrichtlinie sowie eine detaillierte prozessuale Analyse, wie Risiken identifiziert, bewertet und aggregiert werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Solvency II, Risikotragfähigkeit, ORSA, Risikomanagement und strategische Unternehmensführung.
Laut dem Autor ist die Einbindung des Vorstandes notwendig, um sicherzustellen, dass strategische Entscheidungen und Entwicklungen auf höchster Ebene direkt in den ORSA-Prozess einfließen.
Durch die holistische Betrachtung und Verdichtung der Risiken im Bericht wird das Risikoempfinden innerhalb des Unternehmens geschärft und die Risikokultur nachhaltig gefördert.
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