Masterarbeit, 2017
85 Seiten, Note: 2,0
A. Einleitung
B. Der illegale Drogenmarkt und die Rolle der Organisierten Kriminalität
I. Der illegale Drogenmarkt
1. Konzept des illegalen Marktes
2. Teilnehmer am illegalen Drogenmarkt
2.a) Konsumenten
2.b) Anbieter am illegalen Drogenmarkt, kriminaltheoretische Erörterung
2. ba) Der Rational Choice Ansatz
2. bb) Learning- und Opportunitytheorien
2. bc) Anomietheorie
3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einem legalen und illegalen Markt
3. a) Suchtpotential von illegalen Betäubungsmitteln
3. b) Straftatbestand und Verfolgungsdruck
3. c) Vertrauen und Glaubwürdigkeit
3. d) Gewalt(potential)
3. e) Angestellte
3. f) Probleme Unternehmen zu vergrößern
3. g) Notwendige Korruption
3. h) Niedrige Einstiegsanforderungen
3. i) Verfügbarkeit & Regionaler Markt
3. j) Werbung
4. Marktdifferenzierung und Distributionsketten im illegalen Drogenmarkt
4. a) Produzenten
4. b) High-Level Markt
4. c) Mid-Level Markt
4. d) Low-Level Markt
II. Organisierte Kriminalität (OK) im Drogenmarkt
1. Probleme bei der Definition des Begriffs OK
2. Arbeitsdefinition von OK im Markt für illegale Drogen
3. Rolle der OK im illegalen Drogenmarkt
3. a) Keine OK-Gruppe beherrscht die gesamte Distributionskette
3. b) Betätigung von OK-Gruppen in bestimmten Marktsegmenten
3. c) „Disorganized Crime“ im unteren Marktsektor erwünscht
4. Gefahren durch OK im illegalen Drogenmarkt
4. a) OK und das Mittel der Gewalt
4. b) Fallbeispiel Mexiko
4. c) Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
III. Implikationen der Marktanalyse für Politik und Strafverfolgung
1. Bewertung der Prohibition
1. a) Nachfrage und Angebot stabil
1. b) Probleme der repressiven Strategie
1. ba) Möglichkeit großer Gewinne erst durch Strafverfolgung möglich
1. bb) „Unerschöpflicher“ Ersatz im Angebotssektor
1. bc) Schwierigkeiten die Distributionskette nachhaltig zu behindern
2. Legalisierung
2. a) Mögliche Vor- und Nachteile eines unsicheren Szenarios
2. b) Chancen durch die Monopolisierung des Angebots durch den Staat
2. c) Steuereinnahmen und Schwächung der OK
3. Präventionsideen unter Beibehaltung der Prohibition
3. a) Bargeldverbot
3. b) Anwerbung von Teilnehmern des illegalen Markts
C. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein tiefergehendes Verständnis für die Strukturen, Akteure und Funktionsweisen des illegalen Drogenmarktes zu entwickeln, um zu erklären, warum bisherige drogenpolitische Strategien (insb. der "War on Drugs") weitgehend erfolglos geblieben sind und welche Rolle die Organisierte Kriminalität in diesem komplexen Marktgefüge tatsächlich spielt.
3. d) Gewalt(potential)
Die Gewalt oder deren Androhung wird als Mittel zur Konfliktlösung in den allermeisten Fällen in der legalen Wirtschaft keine Rolle mehr spielen, wobei auch hier Ausnahmen die Regel bestätigen. In der illegalen Wirtschaft ist es auch nicht so, als ob alle Probleme mit dem Einsatz von Gewalt geregelt werden könnten und werden. Der Einsatz von Gewalt bringt enorme Probleme und ist schlecht für das Geschäft. Strafverfolgungsbehörden werden durch ein hohes Level an Gewalt aufmerksam auf die dahinterstehenden Geschäfte. Deswegen versucht der rationale illegale Unternehmer, wenn möglich keine Gewalt, im Sinne von bspw. Mord oder Körperverletzung, anzuwenden. Die Strafverfolgungsbehörden müssen auf ein hohes Level von Gewalteinsatz reagieren. Die höhere Präsenz und Aufmerksamkeit der Polizei gegenüber denjenigen Unternehmungen, die ein hohes Level an Gewalt anwenden (müssen), ist für die Geschäftstätigkeit dieser illegalen Unternehmen eindeutig von Nachteil. Das Problem, dass sich dem illegalen Unternehmer stellt, ist, dass er ab und an zur Gewalt greifen muss, um seine eigene Glaubwürdigkeit, gegenüber Kunden und Geschäftspartnern zu untermauern. Häufig führt das dazu, dass Gewalt sogar höchst unverhältnismäßig eingesetzt wird und die Taten möglichen Partner vor Augen geführt werden, um erstens eine abschreckende Wirkung zu erzeugen und zweitens beim nächsten Konflikt auf frühere Gewalttaten verweisen zu können.
Konzept des illegalen Marktes: Einführung in das ökonomische Marktmodell und dessen Anwendung auf illegale Aktivitäten, wobei die Notwendigkeit der Abgrenzung zu legalen Märkten erläutert wird.
Teilnehmer am illegalen Drogenmarkt: Analyse der Konsumenten und Anbieter, unter Einbeziehung kriminologischer Theorien zur Erklärung des Markteintritts.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einem legalen und illegalen Markt: Vergleich der Marktmechanismen und Identifikation der durch Illegalität erzwungenen Modifikationen.
Marktdifferenzierung und Distributionsketten im illegalen Drogenmarkt: Systematisierung des Marktes in vier funktionale Stufen zur besseren Analysierbarkeit der Handelsstrukturen.
Organisierte Kriminalität (OK) im Drogenmarkt: Theoretische Herleitung einer Arbeitsdefinition für OK und Untersuchung ihrer tatsächlichen Rolle und Einflussnahme.
Gefahren durch OK im illegalen Drogenmarkt: Evaluation der tatsächlichen Bedrohungslage durch OK-Gruppen unter besonderer Berücksichtigung des Gewaltpotenzials und systemischer Risiken.
Implikationen der Marktanalyse für Politik und Strafverfolgung: Bewertung der bisherigen repressiven Strategien und Diskussion alternativer drogenpolitischer Optionen.
Drogenmarkt, illegale Drogen, Organisierte Kriminalität, War on Drugs, Marktanalyse, Distribution, Risikominimierung, Prohibition, Legalisierung, Korruption, Gewaltpotenzial, Drogenpolitik, Konsumenten, Kriminologische Theorien, Schwarzmarkt.
Die Arbeit untersucht die strukturellen Gegebenheiten und die Funktionsweise des illegalen Drogenmarktes unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Organisierten Kriminalität.
Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen legalen und illegalen Märkten, die kriminologische Fundierung des Markteintritts von Akteuren sowie die Wirksamkeit aktueller drogenpolitischer Strategien.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die ökonomischen und sozialen Dynamiken illegaler Drogenmärkte zu schaffen, um die Gründe für das Scheitern repressiver Strategien aufzuzeigen.
Es wird eine theoretische Analyse auf Basis bestehender kriminologischer Fachliteratur durchgeführt, ergänzt um die Anwendung ökonomischer Marktmodelle zur Modellierung des Drogenhandels.
Der Hauptteil analysiert die Akteure, die Segmentierung des Marktes in verschiedene Stufen, die Rolle der OK hinsichtlich Korruption und Gewalt sowie die ökonomischen Folgen der Drogenprohibition.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Marktsegmentierung, Risikominimierung, Prohibitionsfolgen, OK-Arbeitsdefinition und die ökonomische Logik des illegalen Handels charakterisiert.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Gefahr durch OK-Gruppen im Drogenmarkt in Konsumentenländern zumeist überschätzt wird, da der Markt strukturell desorganisiert bleibt und OK-Gruppen ihn nicht vollständig kontrollieren.
Mexiko dient als Beispiel für einen "schwachen Staat", in dem das Gewaltpotenzial von OK-Gruppen voll zur Entfaltung kommt, was die fatale Wirkung einer unkontrollierten Gewaltspirale bei fehlender staatlicher Garantiemacht verdeutlicht.
Neben der Legalisierung werden konkrete Präventionsvorschläge wie ein Bargeldverbot und die gezielte Anwerbung von Akteuren aus dem illegalen Markt zur Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden erörtert.
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