Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Kindheit und Jugend
2.1 Leopold Mozart
2.2 Reisen durch Europa
2.3 Stilisierung zum Wunderkind
3. Mozart und Salzburg
4. Violine und Klavier im Solokonzert
5. Musikalische Analyse von Violinkonzert Nr. 3 - KV 216
5.1 I. Allegro
5.2 II. Adagio
5.3 III. Rondeau
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Violine als Soloinstrument in den Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart während seiner Zeit in Salzburg (1773–1777). Dabei wird der Frage nachgegangen, welche biografischen, sozialen und musikalischen Faktoren Mozarts Umgang mit der Violine prägten und warum er sich trotz der kompositorischen Qualität seiner Violinkonzerte später zunehmend anderen Gattungen und Instrumenten zuwandte.
3. Mozart und Salzburg
Über die Entstehungszeit der Violinkonzerte ist vergleichsweise wenig bekannt, da dies seit 1762 die längste Zeitspanne ist, in der Mozart in seinem Geburtsort Salzburg verweilt. Daher existieren keine regen Briefwechsel und Reiseberichte der Mozartfamilie, was jedoch für die Forschung erforderlich und sehr aufschlussreich wäre. Salzburg als Geburts- und Heimatstadt Mozarts ist der Ursprung seiner Laufbahn, weshalb es auch der Stützpunkt ist, zu dem Mozarts zwischen den Reisen immer wiederkehren wird, wie auch 1772, als Mozart nach langer Zeit von Italien zurückkehren werden.
Nachdem der Salzburger Fürsterzbischof Siegmund Christoph Graf Schrattenbach nach zwanzig Amtsjahren verstirbt, übernimmt der „gesellig[e]“, „gastfreundlich[e]“, aber auch unbeliebte Erzbischof Colloredo von Salzburg dessen Amt. Für Mozart bringt dies berufliche Konsequenzen mit sich, da dieser der Familie keine weiteren großen Reisen genehmigt. Dadurch ist davon auszugehen, dass Mozart in seiner Funktion als Konzertmeister ab 1773 zahlreichen Verpflichtungen in Salzburg nachgehen muss: Er komponiert das erste Violinkonzert KV 207, vier weitere (KV 211, KV 216, KV 218, KV 219) entstehen zwei Jahre später. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wurden sämtliche Violinkonzerte für den Erzbischof Colloredo geschrieben.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Bedeutung der Violine in Mozarts Salzburger Schaffen sowie die Absicht dar, die instrumentale Entwicklung und die biografischen Hintergründe zu beleuchten.
2. Kindheit und Jugend: Dieses Kapitel analysiert den prägenden Einfluss von Leopold Mozart, die Bedeutung der frühen Konzertreisen und die inszenierte Stilisierung Mozarts zum Wunderkind.
3. Mozart und Salzburg: Hier wird die schwierige berufliche Situation am Salzburger Hof unter Erzbischof Colloredo und deren Auswirkungen auf die kompositorische Arbeit an den Violinkonzerten thematisiert.
4. Violine und Klavier im Solokonzert: Der Autor vergleicht die spieltechnischen und klanglichen Unterschiede beider Instrumente und deren jeweilige dramaturgische Funktion als Solopart gegenüber dem Orchester.
5. Musikalische Analyse von Violinkonzert Nr. 3 - KV 216: Eine detaillierte Untersuchung der drei Sätze (Allegro, Adagio, Rondeau) hinsichtlich ihrer Form und der Verwendung thematischer Motive.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle der Violine in Mozarts Leben sowie die Gründe für deren spätere Abkehr als bevorzugtes Soloinstrument.
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Die Arbeit behandelt die Bedeutung der Violine als Soloinstrument im kompositorischen Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart, insbesondere während seines Aufenthalts in Salzburg zwischen 1773 und 1777.
Zentrale Themen sind der Einfluss von Mozarts Erziehung durch seinen Vater, die prägenden Erfahrungen der Konzertreisen, die Vergleiche zwischen Violine und Klavier sowie die detaillierte musikalische Analyse des Violinkonzerts KV 216.
Das Ziel ist es, die spezifische Verwendung der Violine in den Konzerten darzustellen und zu klären, warum Mozart die Violine als Soloinstrument nach 1777 in seinem Schaffen weitgehend aufgab.
Es wird eine biografisch-kontextuelle Analyse mit einem musiktheoretischen Ansatz kombiniert, um sowohl die Lebensumstände des Komponisten als auch die strukturellen Besonderheiten seiner Werke zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in biografische Kapitel, einen instrumentenkundlichen Vergleich zwischen Geige und Klavier sowie eine tiefgehende Analyse der Sätze des dritten Violinkonzerts (KV 216).
Die wichtigsten Schlagworte sind Mozart, Violinkonzerte, Salzburg, musikalische Analyse, Solist, Klavier und Konzertreisen.
Der Autor beschreibt das Verhältnis als eine komplexe, von strenger Erziehung und Leistungsdruck geprägte Bindung, die Mozart einerseits musikalisch förderte, ihn aber andererseits persönlich belastete.
KV 216 dient als zentrales Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie Mozart traditionelle Formen mit innovativen, teils von der Volksmusik beeinflussten Elementen verband und die Violine als „singendes“ Instrument einsetzte.
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