Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,3
1 Relevanz des Lebensmittelonlinehandels
2 Definitorische Abgrenzung der zentralen Begriffe
3 Situation des Wettbewerbs im Lebensmitteleinzelhandel
3.1 Strategische Ansätze der E-Food Anbieter in Deutschland
3.2 Aktuelle Wettbewerbssituation im Lebensmitteleinzelhandel
4 Betrachtung von E-Food als Innovation im Lebensmitteleinzelhandel
4.1 Innovationstypen im Lebensmittelbereich und Einordnung von E-Food
4.2 Notwendigkeit für Innovationen im Lebensmitteleinzelhandel
5 Aus E-Food entstehende Risiken und Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel
5.1 Allgemeine Herausforderungen für E-Food Anbieter
5.2 Risiken und Herausforderungen für Online-Pure-Player
5.3 Durch E-Food entstehende Risiken und Herausforderungen für traditionelle Lebensmitteleinzelhändler
6 Aus E-Food entstehende Chancen und Potenziale für den Lebensmitteleinzelhandel
6.1 Allgemeine Chancen für den Lebensmitteleinzelhandel durch E-Food
6.2 Chancen für Online-Pure-Player
6.3 Chancen für traditionelle Anbieter durch E-Food
7 Abschließende Betrachtung und Prognose
Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken des digitalen Lebensmittelhandels (E-Food) für verschiedene Akteure im Lebensmitteleinzelhandel. Ziel ist es, die spezifischen Herausforderungen und Potenziale für traditionelle Einzelhändler im Vergleich zu spezialisierten Online-Pure-Playern zu analysieren, um zukunftsfähige Strategien in einem gesättigten Markt abzuleiten.
5.1 Allgemeine Herausforderungen für E-Food Anbieter
Der beschriebene Preiskampf wird nicht von allen E-Food-Anbietern auf Anhieb gemeistert. Das Scheitern des Otto-Supermarkts im Jahr 2003 ist hierfür ein Beispiel.76 Neben den schwierigen Wettbewerbsbedingungen ergeben sich sowohl für traditionelle Händler als auch für Online-Pure-Player noch weitere zentrale Hindernisse. Rechtlich gilt seit 2014 die neue Lebensmittelinformationsverordnung, die auch Lebensmitteleinzelhändler, die online vertreiben, zu umfangreichen Informationen über Inhaltsstoffe der Lebensmittel verpflichtet.77 Die damit verbundenen Probleme veranlassten bereits die ersten Pure-Player wie Shopwings, den deutschen Markt zu verlassen.78 Als entscheidende Hürde für E-Food wird außerdem die Logistik der zu versendenden Produkte genannt79. So „[…] stellt die Garantie von Frische und Qualität aufgrund der logistischen Herausforderungen eine Erfolgsbedrohung des Konzepts eines Online-Handels dar“80. Hierbei ist zwischen der aktiven und passiven Kühlkette zu differenzieren. Bei der aktiven Kühlung findet der Transport in gekühlten Laderäumen statt, bei der passiven erfolgt er in Isolierverpackungen, deren Kühlung an die Außentemperatur geknüpft ist.81 Für Waren, die temperatur- oder feuchtigkeitsempfindlich sind, ist eine ununterbrochene Kühlkette unabdingbar.
1 Relevanz des Lebensmittelonlinehandels: Einleitung in die Marktsituation, Definition der Zielsetzung und Abgrenzung der betrachteten Anbietertypen im Lebensmittelhandel.
2 Definitorische Abgrenzung der zentralen Begriffe: Klärung der Kernbegriffe E-Food, Lebensmitteleinzelhandel und Innovation im wissenschaftlichen Kontext.
3 Situation des Wettbewerbs im Lebensmitteleinzelhandel: Analyse der strategischen Konzepte der Anbieter und Darstellung der aktuellen Marktstruktur sowie globaler Trends.
4 Betrachtung von E-Food als Innovation im Lebensmitteleinzelhandel: Einordnung von E-Food als technologische und nicht-technologische Innovation sowie Untersuchung der Innovationsnotwendigkeit aufgrund veränderter Kundenbedürfnisse.
5 Aus E-Food entstehende Risiken und Herausforderungen für den Lebensmitteleinzelhandel: Darstellung allgemeiner Hürden wie Logistik und Recht sowie spezifischer Risiken für Pure-Player und traditionelle Händler.
6 Aus E-Food entstehende Chancen und Potenziale für den Lebensmitteleinzelhandel: Erläuterung der Vorteile durch Kosteneinsparungen, Marketingoptimierung und Möglichkeiten des Cross-Channel-Ansatzes zur Stärkung der Kundenbindung.
7 Abschließende Betrachtung und Prognose: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Risiken sowie Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit hybrider Geschäftsmodelle.
E-Food, Lebensmitteleinzelhandel, Online-Lebensmittelhandel, Innovation, Cross-Channel, Multi-Channel, Online-Pure-Player, Wettbewerb, Logistik, Kühlkette, Kundenbindung, Kundendaten, One-to-One-Marketing, Disintermediation, Marktsättigung.
Die Arbeit befasst sich mit dem digitalen Lebensmittelhandel (E-Food) und analysiert, welche Chancen und Risiken sich daraus für den stationären sowie den reinen Online-Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland ergeben.
Es wird zwischen traditionellen, stationären Lebensmitteleinzelhändlern, die ihre Angebote digital ergänzen, und sogenannten Online-Pure-Playern unterschieden, die ausschließlich über das Internet vertreiben.
Das Ziel ist die Untersuchung der Erfolgsfaktoren für E-Food sowie die Differenzierung von Chancen und Risiken, um Handlungsempfehlungen für die strategische Ausrichtung in einem umkämpften Markt zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse. Sie stützt sich auf eine Vielzahl aktueller Studien, Branchenberichte und wissenschaftliche Fachliteratur, um den theoretischen Rahmen und die Marktsituation fundiert aufzuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Innovationsbetrachtung von E-Food, die detaillierte Darstellung logistischer und rechtlicher Herausforderungen sowie die Analyse spezifischer Wachstums- und Kundenbindungsstrategien.
Zentrale Begriffe sind E-Food, Cross-Channel, Online-Pure-Player, Innovationsmanagement im LEH, Logistikherausforderungen und Kundenvertrauen.
Die Logistik ist aufgrund der notwendigen ununterbrochenen Kühlkette für verderbliche Lebensmittel und der komplexen Zustellung auf der "letzten Meile" zum Endkunden kostenintensiv und fehleranfällig.
Traditionelle Händler profitieren von einem bereits bestehenden Kundenvertrauen, einer etablierten physischen Infrastruktur und der Möglichkeit, durch Cross-Channel-Ansätze das stationäre Einkaufserlebnis sinnvoll mit dem Online-Kanal zu verknüpfen.
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