Masterarbeit, 2017
118 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Fragestellung
1.3 Hypothese
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Methodisches Vorgehen
1.6 Forschungsgegenstand und Relevanz des Themas
2 Das Phänomen der nuklearen Weiterverbreitung in den Theorien der Internationalen Beziehungen im Rahmen des Neorealismus und Neo-Institutionalismus
2.1 Neorealismus als Ausgangpunkt
2.2 Der neoliberale Institutionalismus
3 Die historische Entwicklung des internationalen Nichtverbreitungsregimes
3.1 Der Beginn der nuklearen Epoche (1938 – 1945)
3.2 Die ersten Verhandlungsversuche (1946 – 1968)
3.3 Der Nichtverbreitungsvertrag als Herzstück des internationalen Nichtverbreitungsregimes (1968 – 1987)
3.4 Neue Herausforderungen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion
4 Die Struktur des internationalen Nichtverbreitungsregimes: nukleare Nichtverbreitung vs. Abrüstungsverpflichtung
4.1 Institutionelle Grundlagen
4.1.1 Zentrale Verhandlungsgremien
4.1.2 Zentrale Verträge und Institutionen
4.1.2.1 Der Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NPT)
4.1.2.2 Der Vertrag über das Umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT)
4.1.2.3 Der Vertrag über ein Produktionsverbot von Spaltmaterial für Waffenzwecke (FMCT)
4.1.2.4 Die kernwaffenfreien Zonen (KWFZ)
4.1.2.5 Die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO)
4.2 Die Struktur des nuklearen Nichtverbreitungsregimes nach Harald Müller
4.2.1 Prinzipien
4.2.2 Normen
4.2.3 Regeln
4.2.4 Verfahren
5 Nukleare Abrüstung: Mögliche Auswege aus dem nuklearen Dilemma
5.1 Die Initiativen aus der Zivilgesellschaft zur Stärkung des NV-Regimes
5.2 Zum aktuellen Stand der atomaren Bestände weltweit
5.3 Zum aktuellen Stand der Militärausgaben weltweit
5.4 Zum Zusammenhang zwischen der nuklearen Abrüstung und Nichtverbreitung
6 Die Grundsätze der russischen Sicherheits- und Nuklearpolitik: Die Entwicklung von der Wahrnehmung von Prioritäten und Hauptbesorgnissen
6.1 Die Entwicklung der Grundlagen der neuen staatlichen Politik nach dem Zusammenbruch der UdSSR
6.2 Die Grundsätze der russischen Sicherheits- und Nuklearpolitik von 2000 bis 2008
6.2.1 Das Konzept der Nationalen Sicherheit von 2000
6.2.2 Die Militärdoktrin 2000
6.2.3 Die Konzeption der Außenpolitik von 2000
6.3 Die veränderte Wahrnehmung der Sicherheitsrisiken ab dem Jahr 2008
6.3.1 Die Konzeption der Außenpolitik von 2008 und die nationale Sicherheitsstrategie bis zum Jahr 2020 von 2009
6.3.2 Die neuen Militärdoktrinen von 2010 und 2014
7 Von START zum Finish? Ein Ausblick auf die Zukunft der Multilateralisierung des Abrüstungsprozesses
8 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Russischen Föderation im internationalen Nichtverbreitungsregime seit dem Jahr 2000. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich diese Rolle erklären lässt, insbesondere vor dem Hintergrund der russischen Sicherheits- und Abrüstungspolitik und ihrer theoretischen Einbettung in die internationalen Beziehungen.
1.1 Hinführung zum Thema
Grundsätzlich sind Kernwaffen kein „neues Weltproblem“. Sie werden seit ihrer Erfindung als Waffenkategorie mit besonderen Gefahren betrachtet (vgl. Maier 2011: 1). Bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem bisher einzigen Einsatz von Atomwaffen gab es Aufrufe und Initiativen, diese Waffenkategorie abzuschaffen. Scheiterte 1955 der damalige US-Präsident Eisenhower mit seinem Vorschlag an die Sowjetunion, die Kernwaffen beider Staaten zu beseitigen, so führte die Kuba-Krise und der Aufstieg Chinas in den Club der Nuklearmächte in den frühen 1960-er Jahren zu einem mehr pragmatischen Ansatz.
Der wichtigste Schritt gelang schließlich mit dem Nichtverbreitungsvertrag (NPT) von 1968, in dem sich die damaligen fünf Atomwaffenstaaten: die Sowjetunion, die USA, Großbritannien, Frankreich und die Volksrepublik China vertraglich dazu verpflichteten, keine Atomwaffen bzw. Material zu deren Bau weiterzugeben (vgl. ebd.). Die Nichtatomwaffenstaaten ihrerseits bestätigten, nach Nuklearwaffen nicht zu streben. Darüber hinaus verpflichteten sich alle Vertragsstaaten in Artikel VI des NPT-Vertrags, Schritte zur Abrüstung einzuleiten:
„ […] Each of the Parties to the Treaty undertakes to pursue negotiations in good faith on effective measures relating to cessation of the nuclear arms race at an early date and to nuclear disarmament, and on a treaty on general and complete disarmament under strict and effective international control […].” (NPT 1968).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, stellt die Forschungsfrage und Hypothese auf und erläutert den methodischen Ansatz sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Das Phänomen der nuklearen Weiterverbreitung in den Theorien der Internationalen Beziehungen im Rahmen des Neorealismus und Neo-Institutionalismus: Dieser Teil diskutiert theoretische Erklärungsansätze für das Verhalten von Staaten im Bereich der nuklearen Weiterverbreitung basierend auf Neorealismus und neoliberale Institutionalismus.
3 Die historische Entwicklung des internationalen Nichtverbreitungsregimes: Hier wird ein historischer Abriss der Entstehung des Nichtverbreitungsregimes von 1938 bis zur Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gegeben.
4 Die Struktur des internationalen Nichtverbreitungsregimes: nukleare Nichtverbreitung vs. Abrüstungsverpflichtung: Dieses Kapitel erläutert die institutionelle Architektur des Regimes sowie dessen Prinzipien, Normen, Regeln und Verfahren.
5 Nukleare Abrüstung: Mögliche Auswege aus dem nuklearen Dilemma: Hier werden zivilgesellschaftliche Initiativen zur Stärkung des NV-Regimes, aktuelle Bestände an Atomwaffen und der Zusammenhang zwischen Abrüstung und Nichtverbreitung thematisiert.
6 Die Grundsätze der russischen Sicherheits- und Nuklearpolitik: Die Entwicklung von der Wahrnehmung von Prioritäten und Hauptbesorgnissen: Dieses zentrale Kapitel analysiert die strategischen Grunddokumente Russlands, um die sicherheitspolitischen Prioritäten und das Verhalten Moskaus zu verstehen.
7 Von START zum Finish? Ein Ausblick auf die Zukunft der Multilateralisierung des Abrüstungsprozesses: Hier wird die Zukunft des Abrüstungsprozesses unter Berücksichtigung des New START-Vertrags und der Position Russlands diskutiert.
8 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle Russlands im Nichtverbreitungsregime vor dem Hintergrund der eingangs formulierten Hypothesen.
Russische Föderation, Nichtverbreitungsregime, Kernwaffen, Atomwaffen, Abrüstung, Nichtverbreitung, Sicherheitspolitik, Militärdoktrin, NPT, Rüstungskontrolle, Strategische Stabilität, Multilateralisierung, Global Zero.
Die Arbeit analysiert die Rolle der Russischen Föderation im internationalen Nichtverbreitungsregime seit dem Jahr 2000 und beleuchtet, wie Russland seine Abrüstungsverpflichtungen wahrnimmt.
Die Schwerpunkte liegen auf den Theorien der internationalen Beziehungen zur nuklearen Weiterverbreitung, der historischen Entwicklung des Regimes sowie der Analyse der russischen Sicherheits- und Nuklearpolitik anhand zentraler Dokumente.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie lässt sich die Rolle der Russischen Föderation innerhalb des internationalen Nichtverbreitungsregimes seit 2000 erklären?“
Die Master-Arbeit basiert auf der qualitativen Inhaltsanalyse nach dem Modell von Phillip Mayring, um sicherheitspolitische Dokumente und Textquellen theoriegeleitet auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, historische Entwicklungen, institutionelle Strukturen, aktuelle Abrüstungsdebatten sowie eine detaillierte Analyse der russischen Sicherheitsdokumente.
Zentrale Begriffe sind neben der Russischen Föderation und dem Nichtverbreitungsregime insbesondere Kernwaffen, Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle, Abrüstung und die strategische Stabilität.
Das Jahr 2000 markiert eine Zäsur, in der Präsident Putin die sicherheitspolitische Hierarchie des Landes erneuerte und strategische Dokumente wie das Konzept der Nationalen Sicherheit neu formulierte.
Die Arbeit zeigt, dass Russland die NATO-Osterweiterung und Raketenabwehrpläne als externe Bedrohungen wahrnimmt, was den Stellenwert von Rüstungskontrollverträgen für Russland negativ beeinflusst.
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