Masterarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Historische Kontextualisierung
2.1 Zweiter Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika
2.2 Die Relevanz der Waffenkultur in den USA – Vergangenheit und Gegenwart
3. Frauen und Waffen in den USA – Emanzipation und Feminismus versus Angst und Verletzlichkeit
3.1 Geschlecht: „Men (especially perhaps gun-wielding sportsmen) are potential rapists, women (especially left-leaning feminists?) potential victims“ (Zeiss Stange; Oyster 2000: 37)
3.2 Ethnische Herkunft und Sozialer Status: „Women who own firearms come in all shapes and sizes, ages, and backgrounds” (Zeiss Stange; Oyster 2000: 61)
3.3 Waffen als modisches Accessoire – „Pistolen in Pink und Halterungen im BH: Die Hersteller von Schusswaffen haben amerikanische Frauen als lukrative Zielgruppe entdeckt“ (Werner 2013: 1)
4. Öffentliche Debatte – Pro- und Kontrapositionen im 21. Jahrhundert
5. Fazit
Die Masterarbeit untersucht die steigende Popularität von Waffenbesitz unter US-amerikanischen Frauen und analysiert, inwieweit Faktoren wie Emanzipation, Feminismus, Angst und Verletzlichkeit diese Entwicklung beeinflussen. Die Forschungsfrage hinterfragt, ob Waffenbesitz als Ausdruck von Unabhängigkeit oder als Reaktion auf gesellschaftliche Ängste zu verstehen ist und welche Rolle Marketing und Waffenkultur dabei spielen.
3.1 Geschlecht: „Men (especially perhaps gun-wielding sportsmen) are potential rapists, women (especially left-leaning feminists?) potential victims“ (Zeiss Stange; Oyster 2000: 37)
I submit that the right to keep and bear arms is a very important women’s issue. Without this right we are reduced to second-class citizens, destined to remain in our homes after dark unless we can travel in groups or with an escort if we want to be safe. There have been many trips alone to grocery stores that have had tragic results for women (Shiloh 2015: 4).
Cimarron Shiloh, eine erfolgreiche Autorin und Geschäftsfrau, führt in ihrem Werk Concealed Carry Laws are a Women’s Rights Issue eine Debatte darüber, inwiefern die US-Waffenrechte die Sicherheit und das Recht auf Freiheit und Gleichberechtigung der US-amerikanischen Frauen beeinflussen. Ihr lediglich 52 Seiten umfassendes Werk wird mir in diesem Kapitel als Primärliteratur dienen. Meine Entscheidung diesbezüglich beruht auf der Tatsache, dass Shiloh bewaffnete US-amerikanische Frauen zu einhundert Prozent befürwortet und durchaus als sogenannte „Pro-Waffen-Feministin bezeichnet werden kann. Ihre zum Teil sehr radikalen und einseitigen Ansichten eignen sich zweifelsfrei gut dazu, um sie einer kritischen Analyse zu unterziehen.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Motiven für den steigenden Waffenbesitz unter US-amerikanischen Frauen und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Relevanz des Themas.
2. Historische Kontextualisierung: Dieses Kapitel untersucht den Zweiten Zusatzartikel der US-Verfassung und die Entwicklung der amerikanischen Waffenkultur als historisch gewachsene, jedoch teils durch Marketing geprägte Struktur.
3. Frauen und Waffen in den USA – Emanzipation und Feminismus versus Angst und Verletzlichkeit: Der Hauptteil analysiert die Motivationen von Frauen, sich zu bewaffnen, und diskutiert dabei geschlechtsspezifische Debatten, ethnische Einflüsse, sozialen Status sowie die Vermarktung von Waffen als modische Accessoires.
4. Öffentliche Debatte – Pro- und Kontrapositionen im 21. Jahrhundert: Hier werden die kontroversen Standpunkte zur Waffengewalt in den USA beleuchtet und ein Vergleich zur Schweizer Waffenkultur gezogen, um internationale Perspektiven einzubeziehen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach Feminismus, Angst und der Einfluss der Waffenindustrie die Popularität des Waffenbesitzes maßgeblich erklären, während die Frage nach einem spezifischen "Startzeitpunkt" unbeantwortet bleibt.
Waffenbesitz, USA, US-amerikanische Frauen, Second Amendment, Emanzipation, Feminismus, Waffenkultur, Selbstverteidigung, Waffengesetze, Waffenindustrie, Gewaltprävention, Geschlechterrollen, Concealed Carry, soziale Schichtung, Waffenzubehör.
Die Arbeit analysiert die zunehmende Popularität von Schusswaffen unter US-amerikanischen Frauen und setzt sich kritisch mit den Beweggründen und den gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung auseinander.
Die zentralen Felder sind die Rolle des Zweiten Verfassungszusatzes, der Einfluss des Feminismus, Sicherheitsbedürfnisse von Frauen, sozioökonomische Faktoren sowie die Rolle der Werbeindustrie.
Das Ziel ist es, die stetig wachsende Popularität des Waffenbesitzes unter US-amerikanischen Frauen zu erklären und zu hinterfragen, ob dies als feministische Neudefinition oder Reaktion auf Angst und Verletzlichkeit zu sehen ist.
Die Autorin nutzt eine kritische Analyse von Primärliteratur (wie Zeitungsartikeln und speziellen Fachbüchern) und Sekundärliteratur zur historischen und soziologischen Kontextualisierung.
Im Hauptteil werden die Motive für Waffenbesitz, der Zusammenhang mit dem sozialen Status, die Rolle von Modetrends in der Waffenindustrie sowie die gesellschaftliche Debatte um Waffengesetze diskutiert.
Zu den Schlüsselwörtern zählen Waffenbesitz, Feminismus, USA, Waffenkultur, Selbstverteidigung und der Zweite Zusatzartikel (Second Amendment).
Die Autorin verdeutlicht, dass die Waffenindustrie Frauen aktiv als lukrative neue Zielgruppe entdeckt hat und durch zielgerichtetes Marketing sowie modische Accessoires den Waffenbesitz gezielt gefördert hat.
Angst und die Wahrnehmung von Verletzlichkeit, insbesondere in Bezug auf sexuelle Gewalt, werden als ein zentrales Motiv identifiziert, warum sich US-amerikanische Frauen zunehmend bewaffnen.
Obwohl beide Länder eine hohe Waffendichte aufweisen, zeigt der Vergleich, dass die Schweiz eine deutlich geringere Gewaltrate bei Schusswaffen hat, was teilweise auf das Milizsystem und eine andere gesellschaftliche Einordnung der Waffe zurückgeführt wird.
Dies wird zwiespältig betrachtet: Während einige Frauen den Waffenbesitz als Akt der Stärke und Unabhängigkeit (feministische Neudefinition) verstehen, kritisieren andere, dass die Waffe als männliches Machtsymbol die Abhängigkeit von patriarchalischen Strukturen eher perpetuiert.
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