Masterarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung: Untersuchungsgegenstand, Fragestellung, Vorgehensweise
2. Die Operationalisierung der Begriffe gesellschaftliche und politische Bedeutung
3. Die römische Republik im 3. Jh. v. Chr. und die Gladiatorenkämpfe
3.1 Die römische Expansion bis in das 3. Jh. v. Chr.
3.2 Das innenpolitische System und die gesellschaftliche Ordnung im 3. Jh. v. Chr.
3.3 Der Ursprung und die Entwicklung der Gladiatorenkämpfe
3.4 Der private Charakter der Gladiatorenkämpfe und die Abgrenzung von den „ludi publici“
3.5 Die Bedeutung der Gladiatorenkämpfe im 3. Jh. v. Chr.
4. Die Krise der römischen Republik 133 bis 29 v. Chr. und die Gladiatorenkämpfe
4.1 Die römische Expansion bis zum Beginn der Krise
4.2 Die Krisenerscheinungen und ihre Auswirkungen auf das innenpolitische System und die gesellschaftliche Ordnung
4.3 Das Erscheinungsbild und die Ausweitung der Gladiatorenkämpfe in der Zeit der Krise
4.4 Die prunkvollen Gladiatorenkämpfe des Gaius Julius Caesar
5. Die römische Kaiserzeit bis in das 3. Jh. n. Chr. und die Gladiatorenkämpfe
5.1 Die römische Expansion in der Kaiserzeit bis in das 3. Jh. n. Chr.
5.2 Das politische System und die gesellschaftliche Ordnung in der Kaiserzeit
5.3 Das Erscheinungsbild und die Verstaatlichung der Gladiatorenkämpfe
5.4 Das Kolosseum als Ort des Spektakels
5.5 Die römische Geschichtsschreibung über die Gladiatorenkämpfe der Kaiserzeit
5.5.1 Tacitus
5.5.2 Sueton
5.5.3 Cassius Dio
5.6 Die Bedeutung der Gladiatorenkämpfe in der Kaiserzeit
6. Fazit: Die Gladiatur im Wandel. Vom privaten religiösen Ritual über die konkurrierende politische Instrumentalisierung zum Symbol kaiserlicher Macht
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche und politische Bedeutung der römischen Gladiatorenkämpfe von der klassischen Republik bis zur Kaiserzeit und analysiert dabei den historischen Wandel ihrer Funktion sowie die Intentionen ihrer Ausrichter.
1. Einleitung: Untersuchungsgegenstand, Fragestellung, Vorgehensweise
Die folgende Masterarbeit untersucht die Gladiatorenkämpfe im antiken Rom vom 3. Jh. v. Chr. bis in die römische Kaiserzeit des 3. Jh. n. Chr.. Die Gladiatur, deren erster Kampf in Rom für das Jahr 264 v. Chr. nachgewiesen ist (Andre, 2002, S. 150), entwickelte sich im Kontext der Geschichte des römischen Reiches, welches innerhalb des Untersuchungszeitraumes einem stetigen Wandel unterzogen war.
In Folge des gesellschaftlichen und politischen Wandels des römischen Reiches durchliefen die Gladiatorenkämpfe ebenfalls einen gewissen Prozess. Die Wettkämpfe, für welche von den antiken römischen Schriftstellern der Begriff „munera“ verwendet worden ist, fanden während der Phase der klassischen Republik lediglich in einem kleinen Rahmen statt. Im Verlauf der krisenhaften Zeit der Republik erfuhren sie eine starke Ausweitung und gewannen an enormer Beliebtheit, die sich spätestens mit dem Beginn der Kaiserzeit und dem Bau des Kolosseums zu einem Massenphänomen entwickeln sollte (Junkelmann, 2008, S. 36 ff.).
1. Einleitung: Untersuchungsgegenstand, Fragestellung, Vorgehensweise: Definition des Untersuchungszeitraums und Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung des römischen Gesellschaftswandels.
2. Die Operationalisierung der Begriffe gesellschaftliche und politische Bedeutung: Festlegung der Kriterien zur Analyse des gesellschaftlichen Stellenwerts und der politischen Intentionen der Gladiatur.
3. Die römische Republik im 3. Jh. v. Chr. und die Gladiatorenkämpfe: Betrachtung der frühen Gladiatur als privates, religiöses Bestattungsritual in einem stabilen politischen System.
4. Die Krise der römischen Republik 133 bis 29 v. Chr. und die Gladiatorenkämpfe: Analyse der Ausweitung und Instrumentalisierung der Gladiatorenkämpfe durch aufstrebende Politiker während der politischen Destabilisierung.
5. Die römische Kaiserzeit bis in das 3. Jh. n. Chr. und die Gladiatorenkämpfe: Untersuchung der Verstaatlichung der Spiele und ihrer Funktion als Symbol kaiserlicher Macht im Massenereignis.
6. Fazit: Die Gladiatur im Wandel. Vom privaten religiösen Ritual über die konkurrierende politische Instrumentalisierung zum Symbol kaiserlicher Macht: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung der Gladiatur vom privaten Ritus zum politischen Machtinstrument.
Gladiatorenkämpfe, Antikes Rom, Römische Republik, Kaiserreich, Munera, Gesellschaftlicher Wandel, Politische Instrumentalisierung, Kolosseum, Römische Expansion, Krisenzeit, Gladiatur, Sittenverfall, Massenspektakel, Römische Innenpolitik, Totenkult
Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Gladiatorenkämpfe im antiken Rom über einen Zeitraum von rund 600 Jahren.
Die zentralen Themen sind der Wandel der Gladiatur im Kontext der römischen Expansion, die innenpolitische Krise der Republik sowie die Verstaatlichung der Kampfspiele in der Kaiserzeit.
Das Ziel ist es, die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Kämpfe zu bestimmen und zu verstehen, welche Intentionen die jeweiligen Ausrichter der Spiele in den verschiedenen Epochen verfolgten.
Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die den Untersuchungszeitraum in drei Abschnitte unterteilt, um die Entwicklung der Gladiatur vor dem Hintergrund der jeweiligen politischen Ordnung darzustellen.
Der Hauptteil behandelt die drei Phasen: die klassische Republik, die Krise der Republik (133–29 v. Chr.) und die römische Kaiserzeit, jeweils mit Blick auf Expansion, Innenpolitik und das Erscheinungsbild der Gladiatur.
Schlüsselwörter wie "Munera", "politische Instrumentalisierung", "gesellschaftlicher Wandel" und "Kaiserreich" stehen im Zentrum der Arbeit.
Caesar nutzte prunkvolle Gladiatorenkämpfe gezielt als politisches Instrument, um seine Beliebtheit im römischen Volk massiv zu steigern und seinen weiteren politischen Aufstieg zu sichern.
In der Kaiserzeit wurden die Spiele verstaatlicht und unterstanden der Kontrolle des Kaisers, der sie als Machtdemonstration und zur Sicherung der Gunst der Massen nutzte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

