Masterarbeit, 2004
66 Seiten, Note: passed
1. Einführung
2. Entstehung und Institutionen der Rechnungslegungen
2. 1. Entstehung und Träger der deutschen Rechnungslegung
2. 2. Entstehung und Träger der internationalen Rechnungslegung
3. Ziele und Adressaten der Rechnungslegungen
3. 1. Rechtspolitische Ziele des Jahresabschlusses nach HGB
3. 1. 1. Die Informationsfunktion des Jahresabschlusses nach HGB
3. 1. 1. 1. Die Dokumentationsfunktion
3. 1. 1. 2. Die Sicherungsfunktion als Gläubiger- und Anlegerschutz
3. 1. 1. 3. Die Rechenschaftsfunktion
3. 1. 2. Die Zahlungsbemessungsfunktion
3. 1. 2. 1. Die Ausschüttungssperre
3. 1. 2. 2. Sonstige Zahlungsbemessungsaufgaben
3. 1. 3. Die Relevanz des Handelsrechts für das Steuerrecht
3. 2. Zielsetzungen des IAS
3. 2. 1. In der Satzung des IASC definierte Ziele und Maßnahmen
3. 2. 2. Im Framework definierte Ziele und Maßnahmen
3. 2. 3. In den IAS definierte Ziele und Maßnahmen
3. 3. Zusammenfassung
4. Rechtsquellen und Bestandteile des Jahresabschlusses
4. 1. Nationaler rechtlicher Rahmen
4. 2. Normen der IAS/IFRS-Rechnungslegung
4. 2. 1. Grundlegende Konzeptionen
4. 2. 2. Das Framework
4. 2. 3. IAS und IFRS
4. 2. 4. Die Interpretations
5. Prinzipien der Rechnungslegung nach IAS und HGB im Vergleich
5. 1. Grundlegende Annahmen
5. 1. 1. Going Concern Principle
5. 1. 2. Accrual Basis
5. 2. Qualitative Merkmale
5. 2. 1. Understandability
5. 2. 2. Relevance
5. 2. 3. Reliability
5. 2. 3. 1. Faithful Presentation
5. 2. 3. 2. Neutrality
5. 2. 3. 3. Substance over form
5. 2. 3. 4. Prudence
5. 2. 3. 5. Completeness
5. 2. 4. Comparability and Consitency
5. 3. Beschränkungen
5. 3. 1. Timeliness
5. 3. 2. Balance between Benefit and Costs
5. 3. 3. Balance between qualitative Characteristics
5. 4. Ansatzkriterien
5. 4. 1. Definitions
5. 4. 2. Probability und Reliable Measurement
5. 4. 3. Vergleich der Ansatzpflichten und –verbote
5. 5. Die Bewertung
5. 5. 1. Historical Costs
5. 5. 2. Current Costs
5. 5. 3. Realisable Value
5. 5. 4. Present Value
6. Zusammenfassende Würdigung und Ausblick
Die Arbeit analysiert kritisch die Unterschiede zwischen deutschen Rechnungslegungskonzeptionen nach HGB und den internationalen Standards IAS/IFRS. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen der jeweiligen Ausrichtungen – hier Gläubigerschutz und dort Investorenschutz – auf die Bilanzierung, Bewertung und Zielsetzung von Jahresabschlüssen herauszuarbeiten, um die Notwendigkeit und Problematik einer Harmonisierung aufzuzeigen.
5. 4. 2. Probability und Reliable Measurement
Die zweite Stufe für den Ansatz von Posten bilden die Ansatzkriterien (Recognition Criteria) „Probability“ (Wahrscheinlichkeit) und „Reliable Measurement“ (verlässliche Bewertung).
Die „Probability“ geht von einer Wahrscheinlichkeit für den Zu- oder Abfluss der Zahlungsmittel bzw. dem Nutzen von mehr als 50 % aus. Das heißt, für die Aktivierung- bzw. Passivierungspflicht müssen mehr Gründe für, als gegen den Zu- oder Abfluss sprechen. Das „Reliable Measurement“ (verlässliche Bewertung) beinhaltet eine genaue Zuordnung zu den betroffenen „Assets“ bzw. „Liabilities“. Die Werte müssen sowohl zuverlässig bestimmbar als auch direkt zurechenbar sein. Bei der Bewertung sind ins Besondere „faithful Presentation“, „Neutrality“ und „Prudence“ zu beachten. Die Wertbestimmung hat richtig, willkürfrei und maßvoll vorsichtig zu erfolgen.
1. Einführung: Es wird die Notwendigkeit einer internationalen Rechnungslegung für deutsche Unternehmen dargelegt, da HGB-Abschlüsse für internationale Investoren oft keine entscheidungsrelevanten Informationen bieten.
2. Entstehung und Institutionen der Rechnungslegungen: Das Kapitel vergleicht den historisch gewachsenen, gesetzlich geprägten deutschen Ansatz mit dem privatrechtlich organisierten internationalen Standardsetzungsmodell des IASC/IASB.
3. Ziele und Adressaten der Rechnungslegungen: Hier wird der Fokus des HGB auf Gläubigerschutz und Dokumentation dem Fokus der IAS auf Investorenschutz und entscheidungsrelevante Informationen gegenübergestellt.
4. Rechtsquellen und Bestandteile des Jahresabschlusses: Die rechtlichen Rahmenbedingungen des nationalen HGB sowie die dreistufige Struktur der IAS/IFRS-Normen (Framework, Standards, Interpretations) werden analysiert.
5. Prinzipien der Rechnungslegung nach IAS und HGB im Vergleich: Ein detaillierter Vergleich grundlegender Annahmen, qualitativer Merkmale, Ansatzkriterien und Bewertungsmethoden, wobei die unterschiedliche Bedeutung des Vorsichtsprinzips hervorgehoben wird.
6. Zusammenfassende Würdigung und Ausblick: Das Fazit fasst die fundamentalen Unterschiede zusammen und blickt auf die zunehmende Internationalisierung durch das Bilanzrechtsreformgesetz.
Rechnungslegung, HGB, IAS, IFRS, Jahresabschluss, Gläubigerschutz, Investorenschutz, Bilanzierung, Bewertung, Rahmenkonzept, Framework, GoB, Ansatzkriterien, Transparenz, Harmonisierung
Die Masterarbeit befasst sich mit einem kritischen Vergleich der deutschen Rechnungslegung nach HGB und der internationalen Rechnungslegung nach IAS/IFRS.
Zentrale Themen sind die unterschiedlichen Zielsetzungen (Gläubigerschutz vs. Investorenschutz), die strukturellen Unterschiede in der Normensetzung sowie die differierenden Ansätze bei Bilanzierung und Bewertung.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der verschiedenen konzeptionellen Ausrichtungen auf die Jahresabschlussinformationen aufzuzeigen und die Problematik bei einer Harmonisierung beider Systeme zu verdeutlichen.
Es wird eine vergleichende Analyse der geltenden Regelwerke, Rahmenkonzepte und der relevanten Fachliteratur durchgeführt, um theoretische und praktische Unterschiede herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung und Institutionen, der Ziele und Adressaten, der Rechtsquellen und der detaillierten Prinzipien (wie Vorsicht, Stetigkeit und Relevanz) bei Ansatz und Bewertung.
Wichtige Begriffe sind Rechnungslegung, HGB, IAS/IFRS, Gläubigerschutz, Investorenschutz, Framework und Bilanzierungsgrundsätze.
Im HGB dient das Vorsichtsprinzip primär dem Schutz der Gläubiger, um durch eine eher niedrige Ausweisung von Vermögenswerten und Gewinnen eine übermäßige Ausschüttung zu verhindern und die Kapitalerhaltung zu sichern.
Während das HGB ein allgemeines Ansatzverbot für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände kennt, fordern die IAS eine Aktivierung, sobald spezifische Kriterien (wie technische Realisierbarkeit und zukünftiger Nutzen) erfüllt sind.
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