Diplomarbeit, 2004
213 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Der Europäische Fahrzyklus
2.1. Allgemeines
2.2. Entwicklung von Fahrkurven
2.2.1. Entwicklung von Fahrkurven aus realen Fahrten
2.2.2. Entwicklung von synthetischen Fahrkurven
2.3. Beurteilungs- und Vergleichskriterien
2.4. Abgas- und Verbrauchsprüfung
2.4.1. Fahrleistungsprüfstand und Prüfablauf
2.4.2. Testfahrer
2.4.3. CVS-Verdünnungsverfahren
2.4.4. Nichtdispersiver Infrarot-Absorptionsanalysator für CO und CO2 (NDIR)
2.4.5. Chemilumineszenz-Analysator für NOX (CLA)
2.4.6. Nichtdispersiver Ultraviolett-Resonanz-Absorptionsanalysator für NOX (NDUVR)
2.4.7. Flammenionisationsdetektor für HC (FID)
2.4.8. Berechnung des Kraftstoffverbrauches
3. Programmdokumentation
3.1. Grundlegende Formeln zur Ermittlung des Motorbetriebspunktes
3.1.1. Luftwiderstand
3.1.2. Rollwiderstand
3.1.3. Beschleunigungswiderstand
3.1.4. Ermittlung des Motorbetriebspunktes
3.2. Übertragungswirkungsgrad
3.3. Programmbeschreibung
3.3.1. OTTOMAIN-Subroutine
3.3.2. NEFZMAIN
3.3.3. TRAPZD-Subroutine
3.3.4. FUNC-Subroutine
3.3.5. Ceta-Subroutine
3.3.6. Ccw- und Cmred-Funktion
3.3.7. NEFZDATA
3.4. Nachweis der formalen Lauffähigkeit
4. Anwendungsrechnungen
4.1. Magermotor
4.2. Vollvariable Ventilsteuerung (Valvetronic)
4.3. Variation des Motorhubraums
4.4. Variation des Verdichtungsverhältnisses
4.5. Variation der Fahrzeugmasse
4.6. Variation des cw-Widerstandsbeiwerts
4.7. Variation der Achsübersetzung
4.8. Variation der Zylinderzahl
5. Zusammenfassung
6. Literatur
Anhang A : Auszug aus der Richtlinie 91/441/EWG
Anhang B : Auszug aus der Richtlinie 98/69/EWG
Anhang C : Fahrzeugdaten
Anhang D : Diagramme (Anwendungsrechnungen)
D1 : Einfluss des Motorhubraums
D2 : Einfluss des Verdichtungsverhältnisses
D3 : Einfluss der Fahrzeugmasse
D4 : Einfluss des cw-Widerstandsbeiwerts
D5 : Einfluss der Achsübersetzung
D6 : Einfluss der Zylinderzahl
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Computerprogramms, das in der Lage ist, den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffemissionen von Personenkraftwagen basierend auf verschiedenen Fahrzeugparametern (wie Motorhubraum, Stirnfläche und Luftwiderstand) innerhalb des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) zu berechnen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie ein Fortran-basiertes Prozessprogramm zur Ermittlung von Verbrauchs- und Emissionsdaten in ein übergeordnetes Simulationsmodell integriert werden kann, um eine präzise Auswertung unter Variation technischer Daten zu ermöglichen.
2.4.4. Nichtdispersiver Infrarot-Absorptionsanalysator für CO und CO2 (NDIR)
Das Prinzip dieser Messung beruht auf der Tatsache, dass jedes Gas in einem für ihn charakteristischen Wellenlängenbereich (Absorptionsbande) elektromagnetische Strahlung absorbiert (aufnimmt). Je größer die Konzentration des bestimmten Gases in einem Gasgemisch, desto mehr Strahlung wird absorbiert.
Um die Konzentration von heteroatomigen Gasen zu bestimmen, wie z.B. CO und CO2, wird Infrarotstrahlung verwendet, deren Wellenlänge zwischen 0,78 µm und 340 µm liegt. Diese Gase absorbieren nämlich nur diese und keine andere Strahlung [2,5,7,8,9,12,17,18]. Beispielsweise liegt bei CO die Absorptionsbande bei einer Wellenlänge von ca. 4,5 bis 4,9 µm (s. Abb. 2.17) [12].
Für das Messen von schädlichen Substanzen im Abgas von PKW wird die sogenannte nicht-dispersive Infrarot-Absorptionsanalyse (NDIR) durchgeführt (keine Zerlegung der Strahlung in ihr Spektrum). Abb. 2.18 zeigt das Schema eines nicht-dispersiven Infrarot-Absorptionsanalysators [18].
Das Gerät funktioniert folgendermaßen :
Infrarotstrahler durchstrahlen die Analysenkammer, in die das zu untersuchende Gas eingepumpt wird, und die Vergleichskammer, die ein Inertgas beinhaltet, das in diesem Wellenlängenbereich keine Strahlung absorbiert (z.B. Stickstoff). Die Küvetten und der Empfänger sind in Strahlrichtung mit Infrarotdurchlässigen Fenstern versehen. Durch das sich drehende Blendenrad wird erreicht, dass die Küvetten pulsierend durchstrahlt werden, sodass beim Empfänger lediglich Strahlungsimpulse ankommen.
1. Einleitung und Zielsetzung: Diese Einführung erläutert die Relevanz von Abgasemissionen im Automobilbau und definiert das Ziel der Programmierung eines Tools zur Berechnung von Verbrauch und Emissionen im NEFZ.
2. Der Europäische Fahrzyklus: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Hintergründe und die technischen Details des Europäischen Fahrzyklus, einschließlich der Prüfverfahren und Messmethodiken.
3. Programmdokumentation: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte technische Dokumentation der verwendeten Formeln, der Subroutinen und des Quellcodes für die Berechnungslogik.
4. Anwendungsrechnungen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der durchgeführten Rechenläufe zur Variation von Fahrzeug- und Motordaten (wie Hubraum, Verdichtung, Masse) vorgestellt und analysiert.
5. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit reflektiert und die Leistungsfähigkeit sowie Erweiterbarkeit des entwickelten Berechnungsprogramms resümiert.
Kraftstoffverbrauch, Schadstoffemission, NEFZ, Europäischer Fahrzyklus, Fahrwiderstand, Motorbetriebspunkt, Simulationsrechnung, Verbrennungsmotor, Abgasgesetzgebung, Magermotor, Valvetronic, Programmdokumentation, Fortran, Emissionen, Automobiltechnik
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung eines Berechnungsprogramms, das Verbrauchs- und Emissionswerte für Pkw unter Anwendung des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ermittelt.
Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen des Europäischen Fahrzyklus, messtechnische Verfahren der Abgas- und Verbrauchsprüfung, die mathematische Modellierung von Fahrwiderständen sowie die softwaretechnische Umsetzung der Berechnungen.
Das Ziel ist die Erstellung einer flexiblen Softwarelösung, die basierend auf technischen Fahrzeugparametern den Kraftstoffverbrauch und die Schadstoffausstöße simuliert, um verschiedene Konfigurationen vergleichen zu können.
Es wird eine numerische Simulation angewandt, die auf physikalischen Grundformeln zur Fahrwiderstandsberechnung sowie Daten aus dem NEFZ basiert und in der Programmiersprache Fortran umgesetzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Programmplanung, eine detaillierte Dokumentation der Routinen und eine praktische Anwendungsphase, in der verschiedene Fahrzeug- und Motordaten variiert werden.
Wichtige Begriffe sind Kraftstoffverbrauch, Schadstoffemissionen, NEFZ, Fahrwiderstand, Motordatenvariation, Simulation, CO2-Reduktion und Abgastechnik.
Das Programm ist modular aufgebaut und kann durch Schnittstellen an unterschiedliche Motorkonfigurationen (wie etwa einen Magermotor oder Motoren mit variabler Ventilsteuerung) angepasst werden, wie in den Anwendungsbeispielen gezeigt wird.
Die Fahrzeugmasse beeinflusst direkt den Beschleunigungswiderstand. Da dieser proportional zur Masse wächst, hat eine Gewichtsreduktion laut den Simulationen signifikante Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch, insbesondere im Stadtverkehr.
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