Bachelorarbeit, 2017
98 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Sportpolitik
3. Theoretischer Hintergrund / Forschungsstand
3.1 Cleavage-Theorie
3.2 Divisions im Sport
3.3 Parteiensystem in Hessen
4. Methodik
4.1 Allgemeine Parteiprogrammanalyse
4.2 Auswahl der Divisions
4.3 Akquirierung der Wahlprogramme
4.4 Analyseraster
4.4.1 Analyseraster Breitensport vs. Leistungssport
4.4.2 Analyseraster Non-Profit vs. Kommerz
4.4.3 Analyseraster Intervention vs. Autonomie
5. Ergebnisse & Interpretation
5.1 Längsschnitt Land – Bund
5.1.1 CDU Hessen
5.1.2 SPD Hessen
5.1.3 FDP Hessen
5.1.4 GRÜNE Hessen
5.1.5 LINKE Hessen
5.1.6 CDU Bund
5.1.7 SPD Bund
5.1.8 FDP Bund
5.1.9 GRÜNE Bund
5.1.10 LINKE Bund
5.2 Parteienvergleich – Bund & Land
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6. Diskussion & Fazit
Die Arbeit untersucht die sportpolitische Positionierung der fünf größten deutschen Parteien (CDU, SPD, FDP, GRÜNE und LINKE) durch eine vergleichende Analyse ihrer Wahlprogramme auf Bundes- und Landesebene (Hessen) im Zeitraum von 1990 bis 2013, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf sportpolitische Konfliktlinien (Divisions) aufzudecken.
Sportpolitik
Es würde den Rahmen sprengen, wenn an dieser Stelle die komplette Organisation des deutschen Sports im Detail erläutert werden würde2. Es ist allerdings von großer Bedeutung zu klären, warum überhaupt politische Parteien etwas zum Sport in ihren Wahlprogrammen schreiben und es stellt sich vor allen Dingen die Frage, inwiefern ihre Aussagen auch politisches Gewicht besitzen.
Denn grundsätzlich bildet sich wie bereits erwähnt der organisierte Sport aus über 90.000 Vereinen in Deutschland, die gemäß Artikel 9 Abs. 1 GG3 zur Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit für sich autonom handeln dürfen. Warum wollen dann also Politiker sich in diese Angelegenheiten einmischen?
Dies liegt vor allen Dingen daran, dass die Vereine und Verbände nicht in der Lage sind komplett eigenständig zu handeln, da ihnen vor allen Dingen die finanzielle Grundlage dafür fehlt. Da der Sport aber in unserer heutigen Gesellschaft ein derart wichtiges Kulturgut darstellt (Breuer & Feiler, 2015), haben schon die ersten Regierungen der jungen Bundesrepublik in den 1950er Jahren den Sport staatlich gefördert, um diese mangelnde finanzielle Grundlage auszugleichen. Bis heute ist es deshalb allgemeiner Konsens, dass der organisierte Sport eine Förderung durch den Staat erhält (Deutscher Bundestag, 2014). Wie diese Förderung konkret in Form und Höhe jedoch aussehen sollte, ist ein fortlaufendes Konfliktthema in der Sportförderung4.
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Sports als Kulturgut, die Notwendigkeit staatlicher Förderung für Sportvereine und begründet die Relevanz der Analyse parteipolitischer Haltungen zum Sport.
Sportpolitik: Das Kapitel erläutert die Organisation des organisierten Sports in Deutschland und diskutiert, warum staatliche Förderung trotz der Autonomie der Sportverbände notwendig ist und zu Konflikten führt.
Theoretischer Hintergrund / Forschungsstand: Hier werden die Cleavage-Theorie und das Konzept der „Divisions“ im Sport als theoretischer Rahmen zur Analyse parteipolitischer Positionen eingeführt.
Methodik: Das Kapitel beschreibt das explorative Analyseraster, das zur Untersuchung der Wahlprogramme genutzt wurde, sowie das Vorgehen bei der Akquirierung und Bewertung der Programminhalte.
Ergebnisse & Interpretation: Die Ergebnisse der quantitativen Silbenzählung und der qualitativen Analyse der „Divisions“ werden für die einzelnen Parteien auf Bundes- und Landesebene detailliert grafisch dargestellt und interpretiert.
Diskussion & Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Stärken und Grenzen der gewählten Methode und ordnet die sportpolitischen Positionierungen der Parteien ein.
Sportpolitik, Parteiprogrammanalyse, Wahlprogramme, Breitensport, Leistungssport, Autonomie, Intervention, Sportförderung, Hessen, Bundestagswahl, Politische Parteien, Cleavage-Theorie, Sportvereine, Gemeinnützigkeit, Politische Positionierung
Die Arbeit analysiert die sportpolitischen Aussagen der fünf größten deutschen Parteien in Wahlprogrammen, um deren Positionierungen und Unterschiede auf Bundes- und Landesebene (Hessen) zu verstehen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen Breitensport und Leistungssport, Autonomie versus staatliche Intervention sowie die Frage nach Non-Profit-Ausrichtung oder kommerzieller Orientierung im Sport.
Ziel ist es, eine klare sportpolitische Positionierung der Parteien zu erreichen und zu untersuchen, ob Parteien auf Bundes- und Landesebene unterschiedliche Schwerpunkte im Sport setzen.
Es wird eine explorative Inhaltsanalyse von Wahlprogrammen durchgeführt, basierend auf einem eigens entwickelten Analyseraster für sportpolitische „Divisions“.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Konfliktlinien, die methodische Vorgehensweise und die detaillierte Darstellung und Interpretation der Ergebnisse für jede Partei.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sportpolitik, Parteiprogrammanalyse, Wahlprogramme, Breitensport, Leistungssport und das Spannungsfeld zwischen Autonomie und Intervention.
Hessen wurde gewählt, um die föderale Struktur Deutschlands abzubilden und die sportpolitischen Aussagen der Landesparteien im Vergleich zur Bundesebene fundiert untersuchen zu können, da eine Analyse aller 16 Bundesländer den Rahmen der Arbeit überschritten hätte.
Die Analyse zeigt, dass das Thema Sport in Hessen einen deutlich höheren Stellenwert in den Wahlprogrammen einnimmt als auf Bundesebene, wobei der Breitensport für die Landesparteien eine größere Rolle spielt.
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