Bachelorarbeit, 2013
28 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Rene Descartes
2.1 Leben und Werke
3. Meditationes de prima philosophia
3.1 Erste Meditation
3.2 Zweite Mediation
3.3 Dritte Meditation
4. Inception
4.1 Handlung
4.2 Interpretationsansätze
4.3 Cobbs innerer Konflikt und seine Wirklichkeitswahrnehmung
4.4 Der Totem als Realitätsprüfer
4.5 Mal und Descartes
5. Freudsche Spuren in Inception
6. Nozicks „Erlebnismaschine“ in Inception
7. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit analysiert Christopher Nolans Film „Inception“ unter dem Aspekt der philosophischen Erkenntnistheorie, insbesondere unter Einbeziehung der Theorien von René Descartes, der Psychoanalyse Sigmund Freuds und des Gedankenexperiments zur „Erlebnismaschine“ von Robert Nozick, um die Wirklichkeitswahrnehmung und den inneren Konflikt des Protagonisten zu deuten.
4.4 Der Totem als Realitätsprüfer
„Du wartest auf einen Zug. Ein Zug, der dich weit weg bringen wird. Du weißt, wohin der Zug dich hoffentlich bringen wird. Aber du bist dir nicht sicher, weil es ist dir nicht wichtig. Weil ihr zusammen sein werdet.“
Sowohl die Kreisel- als auch die Zugsymbolik liefern ein gutes Indiz dafür, um zu untermauern, dass die Realität in Wirklichkeit Cobbs Traum ist. Die einzige Möglichkeit Traum und Wirklichkeit unterscheiden zu können, besteht in der Verwendung der sogenannten Totems, kleine charakteristische Objekte, die in ihrer Beschaffenheit nur ihre Besitzer genau kennen. Sie haben den Sinn und Zweck, dem Besitzer aufzuzeigen, ob er sich in einer von jemand anderem konstruierten Traumumgebung befindet. Ein fremder Traumarchitekt simuliert die spezifischen Eigenschaften des Objekts zwangsläufig falsch und der Träumer kann zwischen eigenem und fremdem Traum unterscheiden. Mal’s Totem war ein kleiner Kreisel, der sich in der Traumwelt permanent weitergedreht hat. In mehreren Szenen dreht Cobb den Kreisel (den er nach Mal’s Tod an sich genommen hatte) um zu prüfen, ob er sich in der Realität oder in einem Traum befindet. Die moderne Wissenschaft hat unsere Wahrnehmung der Realität auf eine Weise verändert, wie es Descartes niemals hätte tun können.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der menschlichen Erkenntnisfähigkeit und die Relevanz philosophischer sowie psychoanalytischer Ansätze für das Verständnis des Films Inception.
2. Rene Descartes: Biografischer Überblick über das Leben und Werk des Philosophen mit Fokus auf seinen intellektuellen Werdegang.
3. Meditationes de prima philosophia: Detaillierte Auseinandersetzung mit Descartes' radikalem Zweifel, dem Traumargument und dem Gottesbeweis.
4. Inception: Umfassende Analyse der Filmhandlung, verschiedener Interpretationsmodelle sowie der Rolle von Symbolen wie dem Totem und Cobbs psychischer Verfassung.
5. Freudsche Spuren in Inception: Untersuchung der Verbindungen zwischen Inception und Freuds Traumdeutung, speziell hinsichtlich Verdrängung und psychischer Abwehrmechanismen.
6. Nozicks „Erlebnismaschine“ in Inception: Diskussion der ethischen Implikationen eines Lebens in einer simulierten Realität basierend auf Nozicks Gedankenexperiment.
7. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der philosophischen und psychoanalytischen Erkenntnisse zur Bewertung der Realitätskonstruktion des Protagonisten Cobb.
Inception, Christopher Nolan, Rene Descartes, Meditationes de prima philosophia, radikaler Zweifel, Traumargument, Wirklichkeitswahrnehmung, Sigmund Freud, Traumdeutung, Unterbewusstsein, Verdrängung, Robert Nozick, Erlebnismaschine, Erkenntnistheorie, Limbus.
Die Arbeit untersucht den Film „Inception“ unter philosophischen und psychoanalytischen Gesichtspunkten, um zu ergründen, wie der Protagonist Cobb zwischen Realität und Traum unterscheidet.
Die zentralen Felder sind die Erkenntnistheorie von Descartes, die psychoanalytische Traumdeutung nach Freud und das ethische Gedankenexperiment der Erlebnismaschine von Nozick.
Das Ziel ist es, die Parallelen zwischen den philosophischen Werken von Descartes und den Traumtheorien von Freud/Nozick aufzuzeigen und zu klären, ob Cobbs Erleben der Realität tatsächlich eine Traumkonstruktion darstellt.
Es wird eine literarische und philosophische Textanalyse angewandt, die theoretische Ansätze mit der szenischen Analyse des Films verknüpft.
Im Hauptteil werden die Theorien von Descartes (Zweifel, Dämon), Freuds Psychoanalyse (Verdrängung) und Nozicks Erlebnismaschine detailliert dargestellt und auf die Filmhandlung übertragen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erkenntnistheorie, radikaler Zweifel, Traumebenen, Wirklichkeitsprüfung und psychologische Abwehrmechanismen charakterisiert.
Der Totem dient als zentrales Symbol für die (unmögliche) eindeutige Abgrenzung von Realität und Traum, wobei die Arbeit argumentiert, dass sein Wert als Realitätsprüfer im Verlauf des Films entwertet wird.
Das Modell wird herangezogen, um zu verdeutlichen, warum ein Mensch freiwillig in einer künstlichen Traumwelt verweilen würde und welche moralische Entscheidung Cobb letztlich bezüglich seiner Realitätswahrnehmung trifft.
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