Bachelorarbeit, 2016
88 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Propaganda
2.1 Wirkung von Musik
3 Musik im „Dritten Reich“
4 Rechtsrock
4.1 Geschichte der Skinheads
4.2 Die Anfänge des Rechtsrock und das Blood & Honour-Netzwerk
4.3 Anfänge der Skinhead-Szene in Deutschland
4.4 Die Anfänge von Rechtsrock und seine Entwicklung
5 Rechtsextremistische Musikszene heute
5.1 Unterschiedliche Stile rechtsextremistischer Musik
5.2 Aktuelle Lage der rechtsextremistischen Musikszene
6 Landser – eine der wichtigsten Bands des Rechtsrock
7 Liedtexte
7.1 Nationalismus
7.2 Antisemitismus
7.3 Neonazismus / Heldengedenken
7.4 Rassismus
7.5 Revisionismus
7.6 Germanische Mythologie
8 Kategorie C die „unpolitischen Rechtsextremisten“
9 Gegenmaßnahmen und Strategien
10 Fazit
11 Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht die Rolle von Musik als Propagandamittel innerhalb der rechtsextremistischen Szene. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Musik, insbesondere der Rechtsrock, zur Ideologietransportierung, emotionalen Konditionierung und Rekrutierung neuer Mitglieder genutzt wird, wobei die historische Kontinuität vom „Dritten Reich“ bis in die heutige Hooligan-Szene beleuchtet wird.
4.2 Die Anfänge des Rechtsrock und das Blood & Honour-Netzwerk
„Musik ist das ideale Mittel, Jugendlichen den Nationalsozialismus näher zu bringen. Besser als dies in politischen Veranstaltungen gemacht werden kann, kann damit Ideologie transportiert werden.“37 Diese Feststellung stammt von Ian Stuart Donaldson, dem Sänger der Band Skrewdriver und dem Begründer des Blood & HonourNetzwerks, welcher als „Urvater“ des Rechtsrock bezeichnet werden kann. Stuart erkannte früh die Möglichkeit der Indoktrination durch die Musik, weil er damit die Jugendlichen und vor allem einen größeren Kreis erreichen konnte, als das zum Beispiel die Parteifunktionäre der National Front konnten.38
Mit seiner Band Skrewdriver, die 1977 eigentlich als Punkband ohne nationalistische oder rechtsextremistische Tendenzen gegründet wurde, trug Stuart immens dazu bei, dass die gewaltsamen und rassistischen Strömungen, die es in der Skinhead-Szene bereits gab, sich ideologisch so verfestigten, wie man sie heute kennt. „Skrewdriver verband die vom Punk initiierte musikalische Rebellion mit dem „neuen“ Identitätsangebot des klassen- und nationalbewussten britischen Skinheads.“39 Um sich musikalisch vom Oi abzusetzen, änderte sich die Richtung zum Hard Rock und Heavy Metal hin, was für den Rechtsrock von der Musik her ebenfalls prägend werden sollte. Ein wichtiges Thema in den Texten der Skrewdrivers waren die Themen Rasse, Nation, Volk, Zusammenhalt und Kampf. Hier geht es vornehmlich um den Hass gegenüber anderen Rassen oder den Kampf die eigene Rasse zu erhalten. Dies soll exemplarisch an zwei Textstellen dargestellt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik ein, hinterfragt die vermeintlich harmlose Wirkung von Musik und definiert das Ziel der Untersuchung, nämlich die Analyse der Propagandawirkung von Musik im Rechtsrock.
2 Propaganda: Dieses Kapitel klärt den Begriff der Propaganda und erläutert die psychologische Wirkung von Musik sowie deren Potenzial zur Konditionierung.
3 Musik im „Dritten Reich“: Hier wird die Instrumentalisierung von Musik im Nationalsozialismus zur Steuerung der Kulturpolitik und zur Indoktrinierung der Bevölkerung analysiert.
4 Rechtsrock: Das Kapitel behandelt die Entstehung der Skinhead-Szene, die Anfänge des Rechtsrock, insbesondere durch das Blood & Honour-Netzwerk, sowie die Entwicklung in Deutschland.
5 Rechtsextremistische Musikszene heute: Eine Übersicht über aktuelle Stile wie Rap, Liedermacher und NS-Black Metal sowie eine Analyse der aktuellen Szene-Lage.
6 Landser – eine der wichtigsten Bands des Rechtsrock: Eine detaillierte Betrachtung der Band Landser, ihres Kultstatus, ihrer Radikalisierung und der gerichtlichen Konsequenzen.
7 Liedtexte: Eine tiefgehende Analyse verschiedener ideologischer Motive in Liedtexten, wie Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus, Revisionismus und germanische Mythologie.
8 Kategorie C die „unpolitischen Rechtsextremisten“: Die Analyse dieser Band verdeutlicht, wie durch das Label „unpolitisch“ versucht wird, ein breiteres Publikum zu erreichen, während inhaltlich rechtsextreme Botschaften transportiert werden.
9 Gegenmaßnahmen und Strategien: Das Kapitel diskutiert staatliche Verbotsmaßnahmen sowie präventive pädagogische Ansätze in der Jugendarbeit.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Präventionsarbeit gegenüber der bloßen repressiven Strategie.
11 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Bücher und Internetressourcen.
Rechtsrock, Nationalsozialismus, Propaganda, Skinheads, Blood & Honour, Indoktrination, Antisemitismus, Rassismus, Liedtexte, Hooligans, Radikalisierung, Jugendkultur, Musik, Politische Bildung, Rechtsextremismus
Die Arbeit untersucht die Verwendung von Musik als Propagandamittel durch rechtsextremistische Gruppierungen, um politische Ideologien zu verbreiten und neue Mitglieder zu rekrutieren.
Die Untersuchung deckt die historische Entwicklung des Rechtsrock, die Rolle von Musik als Propagandainstrument im Nationalsozialismus, die Analyse rassistischer und antisemitischer Liedtexte sowie pädagogische Gegenstrategien ab.
Das Ziel ist es, die Macht von Musik zur emotionalen Beeinflussung und zur Verankerung rechtsextremer Weltbilder aufzudecken, um die Gefährlichkeit dieser kulturellen Indoktrination aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse von Sekundärliteratur, historischen Kontexten sowie eine detaillierte Textanalyse exemplarischer Lieder und Szene-Dokumente.
Im Hauptteil werden die historischen Ursprünge der Skinhead-Szene, wichtige Netzwerke und Bands wie Skrewdriver und Landser sowie eine inhaltliche Kategorisierung rechtsextremer Lieder thematisiert.
Zentrale Begriffe sind Rechtsrock, Propaganda, Indoktrination, Rassenideologie, Antisemitismus und die Strategien zur Bekämpfung dieser rechtsextremen Subkultur.
Die Band Landser wird als ein Paradebeispiel für die Radikalisierung des Rechtsrock und als erste explizit rechtsextremistische Band, die juristisch als kriminelle Vereinigung verurteilt wurde, detailliert analysiert.
Die Arbeit zeigt auf, dass dieses Label als taktische Fassade dient, um aus dem Untergrund heraus mehr finanzielle Mittel zu generieren und ein breiteres Publikum zu erreichen, ohne sofort als Neonazi-Band diskreditiert zu werden.
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