Bachelorarbeit, 2017
34 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Bergsons Theorie der Komik
2.1 Allgemeines zur Komik
2.2 Mensch und Maschine
2.3 Mechanismen der Komik
3 Freuds Theorie der Komik
3.1 Aufwandsdifferenz der Bewegung
3.2 Situationskomik und Erwartungsaufwand
3.3 Humor als ersparter Gefühlsaufwand
4 Buster Keaton
4.1 Szene aus Cops
4.2 Szene aus Sherlock Jr.
4.3 Szene aus The Navigator
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Komik in den Stummfilmen von Buster Keaton unter Anwendung der komiktheoretischen Ansätze von Henri Bergson und Sigmund Freud. Ziel ist es zu analysieren, ob sich diese Theorien auf die spezifische Slapstick-Komik Keatons übertragen lassen, worin die Ursachen des Lachens in den Filmen liegen und welchen kulturellen Stellenwert Keaton einnimmt.
4.1 Szene aus Cops
Betrachten wir zunächst eine Sequenz des Kurzfilmes Cops (dt. Buster und die Polizisten) aus dem Jahr 1922. In dem Film geht es darum, dass Busters Angebetete ihn erst dann heiraten möchte, wenn er ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden ist. Mehr oder weniger versehentlich entwendet er einem Mann seine Brieftasche (der Mann lässt sie fallen, Buster möchte sie eigentlich nur für ihn aufheben) und stiehlt anschließend einer Familie ihren gesamten Hausrat (von dem er allerdings glaubt, er hätte ihn gekauft). Auf einem großen Pferdewagen fährt er mit dem Hausrat durch die Stadt und gelangt schließlich in eine Polizeiparade. Dort zündet ein junger Mann eine Bombe. Als Buster von allen Anwesenden für den Attentäter gehalten wird, beginnt eine wilde Verfolgungsjagd mit sehr vielen Polizisten.
Die Szene, die ich nun analysieren möchte, ereignet sich während der Flucht Busters vor den Polizisten: Buster wird von den Polizisten durch die ganze Stadt gejagt und rettet sich schließlich auf eine Leiter, die an einen Zaun gelehnt ist. Als er ein Stück zu hoch hinaufklettert, kippt die Leiter und wird nun von ihm auf der Mitte des Zaunes balanciert – Buster hängt an ihr und schwingt sich, als ein Polizist kommt, geschickt auf die andere Seite. Doch auch von dieser Seite naht ein Polizist, der sich kurzerhand an die Leiter hängt, während Buster nun (mit Hilfe eines eleganten Purzelbaums) ganz an das andere Ende rückt.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage nach der Komik in den Stummfilmen Buster Keatons sowie die Einführung in die theoretischen Grundlagen von Bergson und Freud.
2 Bergsons Theorie der Komik: Erläuterung der Philosophie des Komischen nach Bergson mit Fokus auf den Automatismus, die „mechanische Starrheit“ und die soziale Funktion des Lachens.
3 Freuds Theorie der Komik: Darstellung der psychoanalytischen Perspektive Freuds, insbesondere der Aufwandsdifferenz und des Erwartungsaufwands als Ursachen für komische Lust.
4 Buster Keaton: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf konkrete Sequenzen aus den Filmen Cops, Sherlock Jr. und The Navigator, um die Übertragbarkeit der Theorien zu prüfen.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit von Bergsons und Freuds Theorien auf Keatons Werk sowie Einordnung der spezifischen ästhetischen Leistung des Filmemachers.
Buster Keaton, Stummfilm, Komiktheorie, Henri Bergson, Sigmund Freud, Slapstick, Automatismus, Aufwandsdifferenz, Filmkomödie, Cops, Sherlock Jr., The Navigator, Filmanalyse, Körperkomik, Zuschauerrezeption
Die Bachelorarbeit untersucht die Komik in Buster Keatons Stummfilmen anhand komiktheoretischer Ansätze von Henri Bergson und Sigmund Freud.
Zentrale Themen sind die theoretische Analyse des Lachens (Mechanik, Aufwand), die Anwendung dieser Theorien auf Slapstick-Gags und die filmische Inszenierung Keatons.
Das Ziel ist herauszufinden, ob die klassischen Komiktheorien von Bergson und Freud die spezifische Wirkung von Keatons Gags erklären können.
Es wird eine komiktheoretische Literaturanalyse mit einer anschließenden filmanalytischen Untersuchung ausgewählter Szenen aus drei Filmen durchgeführt.
Im Hauptteil werden zunächst die Theorien von Bergson und Freud detailliert erarbeitet und anschließend in drei Fallbeispielen (Cops, Sherlock Jr., The Navigator) auf die Filme Buster Keatons angewendet.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Automatismus, mechanische Starrheit, Aufwandsdifferenz, Erwartungshaltung und die spezifische "Great Stone Face"-Ästhetik geprägt.
Die Autorin betont, dass Keatons Komik nicht nur auf dem Scheitern des "mechanischen Menschen" basiert, sondern oft ein überraschendes Gelingen und eine ästhetische Grazie beinhaltet.
Der Zuschauer nimmt durch Kameraperspektiven oft ein Wissen ein, das die Filmfigur Buster nicht hat, was die Komik (insbesondere in Sherlock Jr.) verstärkt.
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