Bachelorarbeit, 2017
125 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen
2.1 Gesetzliche Regelungen
2.2 Einkünfteermittlung im Einkommensteuergesetz
3 Beiträge zur Altersvorsorge
3.1 Beiträge zur Basisversorgung (1. Schicht)
3.1.1 Allgemeines
3.1.2 Steuerliche Berücksichtigung von Altersvorsorgeaufwendungen
3.1.3 Steuerliche Berücksichtigung von sonstigen Vorsorgeaufwendungen
3.1.4 Vorsorgepauschale nach § 10 Abs. 4a EStG
3.2 Beiträge zur kapitalgedeckten Zusatzversorgung (2. Schicht)
3.2.1 Betriebliche Altersvorsorge
3.2.1.1 Überblick
3.2.1.2 Direktversicherung
3.2.1.3 Weitere Durchführungswege
3.2.2 Riester-Rente
3.2.2.1 Überblick
3.2.2.2 Förderfähiger Personenkreis
3.2.2.3 Beiträge
3.2.2.4 Altersvorsorgezulage
3.2.2.5 Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG
3.3 Beiträge in sonstige Altersvorsorgeprodukte (3. Schicht)
3.3.1 Allgemeines
3.3.2 Kapitallebensversicherungen und private Rentenversicherungen
3.3.3 Weitere Produkte der privaten Altersvorsorge
4 Besteuerung der Alterseinkünfte
4.1 Besteuerung der Alterseinkünfte aus der 1. Schicht
4.1.1 Nachgelagerte Besteuerung der Alterseinkünfte
4.1.2 Berechnung der Rentenhöhe
4.2 Besteuerung der Alterseinkünfte aus der 2. Schicht
4.2.1 Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung
4.2.2 Leistungen aus der Riester-Rente
4.2.2.1 Besteuerung der Geldrente
4.2.2.2 Schädliche Verwendung
4.3 Besteuerung der Alterseinkünfte aus der 3. Schicht
4.3.1 Lebenslange Renten
4.3.2 Kapitalauszahlungen aus Rentenversicherungen
4.4 Altersentlastungsbetrag
5 Vergleichsberechnungen zu den Vorsorgemöglichkeiten
5.1 Vorgehensweise bei den Berechnungen
5.2 Allgemeine Ausgangsdaten für die Berechnungen
5.3 Berechnungen
5.3.1 1. Fallbeispiel: Ledig, 25 Jahre, 30.000 € Bruttogehalt, kinderlos
5.3.1.1 Ausgangsdaten der Berechnung
5.3.1.2 Gesetzliche Rentenhöhe und Rentenminderung
5.3.1.3 Berechnungen zum Riester
5.3.1.4 Wertentwicklungen der Produkte
5.3.1.5 Besteuerung in der Rentenphase
5.3.1.5.1 Gesetzliche Rentenversicherung und der resultierende Grenzsteuersatz
5.3.1.5.2 Betriebliche Altersvorsorge
5.3.1.5.3 Riester-Rente
5.3.1.5.4 Private Altersvorsorge
5.3.1.5.5 Vergleich ohne Steuern
5.3.1.6 Vergleich
5.3.2 2. Fallbeispiel: Verheiratet, 35 Jahre, 48.000 € Bruttogehalt, 2 Kinder
5.3.2.1 Gesetzliche Rentenhöhe und Rentenminderung
5.3.2.2 Berechnungen zum Riester
5.3.2.3 Wertentwicklungen der Produkte
5.3.2.4 Besteuerung in der Rentenphase
5.3.2.4.1 Gesetzliche Rentenversicherung und der resultierende Grenzsteuersatz
5.3.2.4.2 Betriebliche Altersvorsorge
5.3.2.4.3 Riester-Rente
5.3.2.4.4 Private Altersvorsorge
5.3.2.4.5 Vergleich ohne Steuern
5.3.2.5 Vergleich
5.3.3 3. Fallbeispiel: Verheiratet, 40 Jahre, 60.000 € Bruttogehalt, 3 Kinder
5.3.3.1 Gesetzliche Rentenhöhe und Rentenminderung
5.3.3.2 Berechnungen zum Riester
5.3.3.3 Wertentwicklungen der Produkte
5.3.3.4 Besteuerung in der Rentenphase
5.3.3.4.1 Gesetzliche Rentenversicherung und der resultierende Grenzsteuersatz
5.3.3.4.2 Betriebliche Altersvorsorge
5.3.3.4.3 Riester-Rente
5.3.3.4.4 Private Altersvorsorge
5.3.3.4.5 Vergleich ohne Steuern
5.3.3.5 Vergleich
5.4 Abweichende Parameter
5.4.1 Renteneintrittsalter in die gesetzliche Rente
5.4.2 Beginn des Leistungsbezuges aus den Produkten
5.4.3 Weitere Einkünfte
5.4.4 Änderungen des Einkommensteuertarifs
5.4.5 Sozialversicherungsbeiträge
5.4.6 Beiträge zu den Vorsorgeprodukten
5.4.7 Rendite und Kosten
5.4.8 Laufzeit
5.4.9 Andere Kapitalverwendung
5.4.10 Verändertes Bruttogehalt
5.4.11 Arbeitgeberzuschuss
5.4.12 Faktor Kinder
5.4.13 Wahl der Produkte
5.4.14 Weitere Fördermöglichkeiten
6 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Produkte des „Drei-Schichten-Modells“ der Altersvorsorge unter steuerlichen Aspekten zu analysieren, einander gegenüberzustellen und anhand von Modellrechnungen bei Arbeitnehmern die jeweils vorteilhafteste Anlageform zu ermitteln.
1.1 Problemstellung
„Die Rente ist sicher“. Kaum ein politischer Satz brannte sich derart in die Köpfe der Deutschen ein wie dieser von Dr. Norbert Blüm (Politiker). Mit diesen Worten wehrte er sich am im Jahr 1997 gegen die Stimmen seiner Widersacher bezüglich der geplanten Rentenreform. Schon damals war klar, dass eine Finanzierung der gesetzlichen Rente aufgrund der geringeren Geburtenzahlen und der höheren Lebenserwartung immer schwieriger sein würde.
Ein Arbeitnehmer, der 45 Jahre lang gearbeitet und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, bekommt Stand heute eine gesetzliche Rente, die ca. 50 % seines durchschnittlichen Nettoeinkommens entspricht. Bis 2030 wird davon ausgegangen, dass das Rentenniveau auf ca. 43 % zurückgehen wird und zudem ist mit ansteigenden Beitragssätzen auf über 20 % zu rechnen. Andernfalls ist eine Finanzierung nicht möglich. Den Lebensstandard an das reduzierte Einkommen anzupassen gestaltet sich oft als schwierig bzw. sogar unmöglich. Es entsteht eine Versorgungslücke zwischen dem bisherigen Verdienst und den Einkünften im Rentenalter. Um diese Lücke schließen zu können, gilt es schon vor Renteneintritt entsprechend dafür vorzusorgen. Möglichkeiten gibt es hierzu viele.
Sofern im Alter die Altersversorgung nicht ausreicht, kann im Rahmen des Antrags der gesetzlichen Renten die so genannte Grundversorgung beantragt werden. In diesem Fall muss der Staat den Steuerpflichtigen finanziell unterstützen. Da der Staat diese Problematik erkannt hat und eine eventuelle Altersarmut daher ihn auch betrifft, hat er unterschiedliche Unterstützungssysteme eingeführt. Diese Unterstützungen reichen von finanziellen Zuschüssen bis hin zu steuerlichen Befreiungen. Mit Einführung des Alterseinkünftegesetz im Jahr 2005 entstand das „Drei-Schichten-Modell“, welches eine Altersvorsorge der Steuerpflichtigen verteilt auf drei Schichten vorsieht. Die erste Schicht ist die sogenannte Basisversorgung: Dazu gehören die gesetzliche Rentenversicherung, berufsständische Versorgungseinrichtungen und bestimme kapitalgedeckte Leibrentenversicherungen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Rentenfinanzierung ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, ein Vergleich der Produkte des Drei-Schichten-Modells durchzuführen.
2 Grundlagen: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die steuerliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen sowie die Einkünfteermittlung im Einkommensteuergesetz erläutert.
3 Beiträge zur Altersvorsorge: Das Kapitel bietet eine detaillierte Aufschlüsselung der drei Schichten der Altersvorsorge, einschließlich der steuerlichen Abzugsmöglichkeiten von Beiträgen für Arbeitnehmer.
4 Besteuerung der Alterseinkünfte: In diesem Teil wird die steuerliche Behandlung von Leistungen aus den verschiedenen Altersvorsorgeprodukten in der Auszahlungsphase dargelegt.
5 Vergleichsberechnungen zu den Vorsorgemöglichkeiten: Das Kernstück der Arbeit, in dem durch drei spezifische Fallbeispiele die Nettorenditen verschiedener Altersvorsorgeprodukte verglichen werden.
6 Zusammenfassung: Abschließende Reflexion der Ergebnisse, wobei betont wird, dass die individuelle Wahl des Vorsorgeprodukts stark von persönlichen Faktoren wie dem Steuersatz und der Familiensituation abhängt.
Altersvorsorge, Drei-Schichten-Modell, Arbeitnehmer, Einkommensteuer, Sonderausgabenabzug, Basisversorgung, betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente, Nettorendite, Renteneintritt, Steuerersparnis, Versorgungslücke, Rentenniveau, Vorsorgeaufwendungen, Kapitalanlage.
Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung verschiedener Altersvorsorgeprodukte für Arbeitnehmer in Deutschland und führt Vergleichsberechnungen durch, um die vorteilhafteste Vorsorgemöglichkeit zu identifizieren.
Die zentralen Themen sind das „Drei-Schichten-Modell“ der Altersvorsorge, die steuerliche Abzugsfähigkeit von Beiträgen in der Ansparphase und die Besteuerung der Bezüge in der Rentenphase.
Das primäre Ziel ist es, verschiedene Produkte der Altersvorsorge gegenüberzustellen, um durch eine Vergleichsberechnung bei unterschiedlichen Fallkonstellationen das Produkt mit der höchsten Nettorendite zu ermitteln.
Es wird eine quantitative Analyse mittels Vergleichsberechnungen durchgeführt, basierend auf der Methode von Prof. Dr. Ulrich-Arthur Birks, um die Netto-Renten bei identischem Einzahlungsaufwand zu vergleichen.
Der Hauptteil behandelt die gesetzlichen Grundlagen, die steuerliche Behandlung von Vorsorgebeiträgen (Ansparphase) sowie die Besteuerung der Alterseinkünfte (Auszahlungsphase) für verschiedene Produkttypen.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Altersvorsorge, Drei-Schichten-Modell, steuerliche Behandlung, Nettorendite und Vergleichsberechnung charakterisieren.
Das fiktive Produkt dient als Referenzwert, um die rein mathematische Rentenhöhe zu veranschaulichen, wenn keinerlei steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Abzüge oder Förderungen die Rendite beeinflussen würden.
Das Korrespondenzprinzip beschreibt den engen Zusammenhang zwischen der steuerlichen Förderung der Aufwendungen in der Ansparphase und der späteren steuerlichen Erfassung der Leistungen in der Rentenphase.
Die Beispiele variieren in Familienstand (ledig/verheiratet), Alter (25, 35, 40 Jahre), Bruttogehalt (30.000 € bis 60.000 €) sowie der Anzahl der Kinder, um unterschiedliche steuerliche Förderwirkungen abzubilden.
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