Bachelorarbeit, 2017
61 Seiten, Note: 1.8
1. Einleitung
A: Depressionen im Schatten von Vorurteilen, Stigmatisierung und Exklusion
1. Die Depression
1.1. Begriffsbestimmung und Krankheitsverständnis
1.2. Epidemiologie
1.3. Erscheinungsformen
1.4. Darstellung möglicher Erkrankungsursachen
1.5. Möglichkeiten einer Behandlung
2. Wo die Depression der Sozialen Arbeit begegnet – Ein Streiflicht durch verschiedene Arbeitsfelder
2.1. Soziale Hilfen
2.2. Kinder- und Jugendhilfe
2.3. Altenhilfe/Gerontologie
2.4. Gesundheitsbereich
3. Rechtliche Dimension
4. "Unsere Gesellschaft stigmatisiert eine Erkrankung" – Exklusion der Depression
4.1. Der Begriff des Stigmas
4.2. Der Exklusionsbegriff
4.3. Stigmatisierung psychischer Erkrankungen am Beispiel der Depression
4.3.1. Zwei Beispiele aus unserer Gesellschaft
4.3.2.1. Der Suizid des Nationalfußballspielers Robert Enke
4.3.2.2. Germanwingsabsturz Flug 4U9525
B: Inklusive Perspektiven, insbesondere aus dem Blickwinkel der Sozialen Arbeit
5. Der Inklusionsbegriff
6. Stigmabewältigung – Entstigmatisierung
7. Inklusive Chancen der Sozialpsychiatrie
8. Interdisziplinäre, multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Depressionsbegleitung
9. Teilhabechancen am Beispiel der Arbeitswelt
10. Interkulturelle Dimension
11. Systemische Soziale Arbeit – eine inklusive Chance bei depressiven Störungen?
11.1. Depressionsverständnis aus systemischer Perspektive
11.2. Systemische Soziale Arbeit in der ambulanten Sozialpsychiatrie
11.3. Systemtheoretische Gedanken zur gesellschaftlichen Inklusion
12. Reflexion und Fazit
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Stigmatisierung und Exklusion von Menschen mit depressiven Erkrankungen aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Ziel ist es, unter Einbeziehung systemischer Ansätze und rechtlicher Rahmenbedingungen inklusive Handlungsstrategien zu entwickeln, um Teilhabechancen zu verbessern und die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem interdisziplinären Feld zu definieren.
1.2. Epidemiologie
Zweifelsohne ist die Depression eine sehr weit verbreitete Erkrankung. Fasst man unterschiedliche Studienergebnisse zusammen, kann man konstatieren, dass etwa 20 % der Bevölkerung mindestens einmal im Leben depressiv erkranken. Man zählt die Depression daher zu den „Volkskrankheiten“ (vgl. Fröhlich-Gildhoff 2017: 168): „Nach Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltbank und des European Brain Council [1] sind Depressionen in Europa und Deutschland seit Anfang der 1990er-Jahre noch vor anderen Krankheiten wie Diabetes mellitus oder koronaren Herzerkrankungen als die gesellschaftlich belastendste Krankheitsgruppe einzuordnen“ (Wittchen u.a. 2010: 7).
Wirft man einen Blick auf weitere markante Kennzahlen, wird einem das Ausmaß der Erkrankung immer deutlicher, auch was volkswirtschaftliche Aspekte anbelangt: Neuropsychiatrische Störungen machen nahezu 20 % der Krankheitslast in Europa aus, in der EU sogar 26 %. Bis zu 50 % längerer Arbeitsausfallzeiten gehen auf das Konto depressiver Störungen und über die Hälfte der schweren Depressionen werden überhaupt nicht behandelt. Zusammen mit Angstzuständen verursachen Depressionen in der EU Kosten in Höhe von 170 Mrd. Euro pro Jahr (vgl. WHO 2012).
Unter den mit Behinderung verbrachten Lebensjahren steht die Depression an erster Stelle aller Erkrankungen, was folgende Grafik in absoluten Zahlen sichtbar macht:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Depression als gesellschaftliches Thema ein und erläutert die Motivation der Autorin, dieses Thema aus dem Blickwinkel der Sozialen Arbeit zu beleuchten.
1. Die Depression: Hier werden grundlegende Definitionen, epidemiologische Daten sowie Erscheinungsformen und Behandlungsansätze von Depressionen dargelegt.
2. Wo die Depression der Sozialen Arbeit begegnet – Ein Streiflicht durch verschiedene Arbeitsfelder: Dieses Kapitel verortet die Relevanz der Depression in verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit, wie der Altenhilfe oder der Kinder- und Jugendhilfe.
3. Rechtliche Dimension: Es wird untersucht, welche rechtlichen Grundlagen, insbesondere das Grundgesetz und die UN-Behindertenrechtskonvention, den Umgang mit psychisch Erkrankten regeln.
4. "Unsere Gesellschaft stigmatisiert eine Erkrankung" – Exklusion der Depression: Das Kapitel analysiert Begriffe wie Stigma und Exklusion und verdeutlicht anhand prominenter Beispiele, wie Medienberichterstattung Stigmatisierung beeinflussen kann.
5. Der Inklusionsbegriff: Hier wird der theoretische Inklusionsbegriff definiert und als Vision für eine gesellschaftliche Verfasstheit diskutiert.
6. Stigmabewältigung – Entstigmatisierung: Es werden Strategien zur Entstigmatisierung und die Bedeutung von Kontakt und Aufklärung für den Abbau von Vorurteilen erörtert.
7. Inklusive Chancen der Sozialpsychiatrie: Das Kapitel reflektiert die Rolle der Sozialpsychiatrie im Kontext von Inklusion und kritisiert aktuelle rehabilitative Ansätze.
8. Interdisziplinäre, multiprofessionelle Zusammenarbeit in der Depressionsbegleitung: Hier wird die Bedeutung einer vernetzten, interdisziplinären Zusammenarbeit für eine gelingende Versorgung depressiv erkrankter Menschen hervorgehoben.
9. Teilhabechancen am Beispiel der Arbeitswelt: Die Herausforderungen für psychisch Erkrankte auf dem Arbeitsmarkt und die Bedeutung von Teilhabe werden in diesem Kapitel thematisiert.
10. Interkulturelle Dimension: Dieses Kapitel befasst sich mit der besonderen Bedeutung interkultureller Kompetenz bei der Depressionsbehandlung von Menschen mit Migrationshintergrund.
11. Systemische Soziale Arbeit – eine inklusive Chance bei depressiven Störungen?: Hier werden systemtheoretische Ansätze vorgestellt und deren Potenzial für die Arbeit mit depressiven Klienten ausgelotet.
12. Reflexion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer persönlichen Reflexion der Autorin und einem Fazit zu den Herausforderungen und Zielen der inklusiven Sozialen Arbeit bei Depressionen.
Depression, Soziale Arbeit, Stigmatisierung, Exklusion, Inklusion, Sozialpsychiatrie, Teilhabe, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Systemtheorie, psychische Erkrankung, Antidiskriminierung, Gesundheitswesen, Arbeitswelt, Menschenrechte, Interkulturalität.
Die Arbeit befasst sich mit der gesellschaftlichen Stigmatisierung und Ausgrenzung von Menschen mit Depressionen und untersucht, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zur Inklusion leisten kann.
Die zentralen Felder umfassen Stigmatisierung, Exklusion, Inklusion, rechtliche Rahmenbedingungen, die Rolle der Sozialpsychiatrie sowie die Bedeutung systemischer Ansätze in der Unterstützung Betroffener.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit dazu beitragen kann, Depressionen zu entstigmatisieren und betroffene Menschen besser in die Gesellschaft einzubinden.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um Begriffe zu definieren und aktuelle Ansätze sowie empirische Daten (z.B. Epidemiologie) kritisch zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme von Stigmatisierung und rechtlichen Aspekten sowie die Entwicklung inklusiver Perspektiven durch systemische Soziale Arbeit und interdisziplinäre Kooperation.
Die zentralen Begriffe sind Depression, Stigmatisierung, Inklusion, Teilhabe, Sozialpsychiatrie und Systemische Soziale Arbeit.
Die Arbeit stellt heraus, dass mediale Berichterstattung über Suizide oder Straftaten psychisch Kranker oft Vorurteile verstärkt und ein verzerrtes Bild von Erkrankten in der Öffentlichkeit erzeugt.
Die systemische Sichtweise betrachtet Depression nicht nur als individuelles Defizit oder Krankheit, sondern fokussiert auf Interaktionen, Ressourcen und das soziale Umfeld des Betroffenen.
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