Diplomarbeit, 2009
124 Seiten, Note: 1,3
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Vorstellung der Allversöhnung und untersucht deren biblische, theologische und pastorale Implikationen. Sie verfolgt das Ziel, ein grundlegendes Verständnis dieser eschatologischen Vorstellung zu vermitteln und ihre Relevanz für die heutige Kirche zu beleuchten.
Die Einleitung stellt das Thema der Allversöhnung vor und erläutert die Begriffsdefinition sowie deren biblischen Ursprung. Kapitel II widmet sich Origenes, einem der prominentesten Vertreter der Allversöhnung in der Kirchengeschichte. Hier werden sein Umfeld, seine Lehrer und seine exegetischen Methoden beleuchtet.
Kapitel III untersucht den exegetischen Befund zur Allversöhnung, wobei die relevanten biblischen Stellen und die jeweiligen Argumentationslinien der Befürworter und Gegner der Allversöhnung dargelegt werden.
In Kapitel IV werden pastorale Gründe für und gegen die Allversöhnung diskutiert, wobei verschiedene Straftheorien und deren Kritikpunkte beleuchtet werden.
Kapitel V schließlich beschäftigt sich mit der Haltung des römisch-katholischen Lehramtes zur Allversöhnung und beleuchtet die Relevanz der Thematik in der heutigen Dogmatik.
Allversöhnung, Apokatastasis panton, Origenes, Eschatologie, biblische Exegese, pastorale Theologie, römisch-katholisches Lehramt, Gottesbild, Gericht, Heil, Erlösung.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bezeichnet die Vorstellung der „Allversöhnung“. Er besagt, dass am Ende der Zeiten alle Menschen (und ggf. alle Wesen) durch Gottes Gnade gerettet und mit ihm versöhnt werden.
Origenes war einer der prominentesten Vertreter dieser Lehre in der frühen Kirche. Er sah die Allversöhnung als Konsequenz der Universalität der Erlösung durch Jesus Christus.
Das Lehramt hält offiziell an der Möglichkeit einer ewigen Verdammnis (Hölle) fest. Die Arbeit untersucht jedoch, wie sich diese Position, insbesondere seit dem Zweiten Vatikanum und unter Papst Benedikt XVI., weiterentwickelt hat.
Ja, ein häufig angeführtes Beispiel ist Matthäus 25, 31-46 (das Weltgericht), wo von einer Trennung der Menschen und ewiger Strafe die Rede ist.
Kritiker der ewigen Hölle hinterfragen die Sinnhaftigkeit einer unendlichen Strafe und argumentieren mit einem Gottesbild, das von absoluter Liebe und der Überwindung jeglichen Dualismus geprägt ist.
Die Arbeit will dem Streit um die eschatologische Vorstellung der Allversöhnung nachgehen und prüfen, ob die Vollendung „zweipolig“ (Himmel/Hölle) oder universal gedacht werden muss.
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