Bachelorarbeit, 2017
93 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die theoretischen Grundlagen der Führung
2.1 Die Definition des Führungsbegriffes
2.2 Die Führungskraft: Abgrenzung zwischen Leader und Manager
2.3 Die ideologische Begründung der Führung
2.4 Die Führung im Unternehmen
2.5 Die Rolle der Führungskraft im Unternehmen
3 Die klassischen Führungstheorien im Überblick
3.1 Die Grundlagen der Führungstheorie
3.2 Die personenzentrierten Führungsansätze
3.3 Die verhaltenszentrierten Führungsansätze
3.4 Die situativen Führungsansätze
3.5 Die Grenzen der Führungstheorien
4 Die Führungsbeurteilung
4.1 Der personenzentrierte Führungsansatz: Die Eigenschaftstheorie
4.1.1 Die Definition und Geschichte der Eigenschaftstheorie
4.1.2 Die Aktualität und Kritikpunkte
4.2 Der verhaltenszentrierte Führungsansatz: Die Ohio-Studien
4.2.1 Die Durchführung und Ergebnisse der Ohio-Studien
4.2.2 Der Ohio-State-Leadership-Quadrant
4.2.3 Die Folgestudien und Kritikpunkte
5 Die Auswertung der Führungstheorien
5.1 Die Versuchsbeschreibung
5.2 Die Gesamtauswertung
5.3 Die Auswertung im Blick auf Führungskräfte
5.4 Die Auswertung im Blick auf Geführte
5.5 Die kritische Würdigung
6 Die Ableitung von Handlungsempfehlungen
6.1 Die Optimierungspotenziale
6.2 Der konkrete Leitfaden
7 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der vergleichenden Untersuchung personen- und verhaltenszentrierter Führungsansätze, repräsentiert durch die Eigenschaftstheorie nach Ralph Stogdill und die Ohio-Studien nach Shartle et al., um deren heutige Relevanz zu bewerten und Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
4.2.1 Die Durchführung und Ergebnisse der Ohio-Studien
Den Beginn der Verhaltensforschung im Bezug auf die Ohio-Studien markiert Carroll L. Shartle, als dieser in den 1940er Jahren begann, die bisherigen Ohio-Führungsstudien im Hinblick auf die Arbeitsanforderungen und –leistungen zu untersuchen. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden hier lediglich die Charaktereigenschaften von Führungskräften untersucht. Zu ähnlichen Zeitpunkten kamen die Forscher Hemphill und Stogdill zu dem Ergebnis, dass die bisherigen Forschungen im Bereich der Führung in ihren Augen unvollständig war. So kamen Shartle und seine Kollegen zu dem Schluss, dass die Informationen und Forschungen hinsichtlich des Verhaltens der Führungskraft zu diesem Zeitpunkt nicht zufriedenstellend waren. Somit war es das Ziel der Forscher, im Rahmen der Ohio-Studien das Führungsverhalten zu beschreiben und somit greifbar zu gestalten. Des Weiteren machten es sich Shartle et al. zur Aufgabe, die Zusammenhänge zwischen dem Verhalten einer Führungskraft und die Leistung der Geführten zu ermitteln, um Rückschlüsse auf die Arbeitszufriedenheit und die Führungseffizienz ziehen zu können.
Für die Durchführung der Studien entwickelten die Forscher Hemphill, Fleishman, Stogdill und Shartle zwei aussagekräftige Fragebögen: Den „Leadership Opinion Questionnaire“-Fragebogen nach Fleishman (LOQ) und den „Leadership Behavior Description Questionnaire“-Fragebogen nach Fleishman und Stogdill (LBDQ). Der LOQ-Fragebogen wurde von Vorgesetzten ausgefüllt und behandelte die „ideale“ Führungsmethode. Der LBDQ-Fragebogen wurde von den Geführten (z.B. Kollegen oder Gruppenmitgliedern) ausgefüllt und erfragte die Beschreibung des Verhaltens und des Führungsstils der Vorgesetzten aus der Perspektive von Geführten. Diese Feldbefragungen ergaben die Identifizierung von zwei unabhängigen und varianzstarken Führungsdimensionen, welche in 85% der Fragen und Antworten wiedererkannt wurden: Die Dimension „Initiating Structure“ und die Dimension „Consideration“.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die kontroverse Diskussion um den Führungsbegriff ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, klassische Führungstheorien im heutigen Kontext empirisch zu untersuchen.
2 Die theoretischen Grundlagen der Führung: Hier werden unterschiedliche Auffassungen des Führungsbegriffs beleuchtet sowie die Rollen von Leader und Manager voneinander abgegrenzt.
3 Die klassischen Führungstheorien im Überblick: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über personen-, verhaltens- und situationszentrierte Ansätze und analysiert deren theoretische Grenzen.
4 Die Führungsbeurteilung: Eine detaillierte Untersuchung der Eigenschaftstheorie und der Ohio-Studien als Grundlage für die empirische Datenerhebung erfolgt in diesem Abschnitt.
5 Die Auswertung der Führungstheorien: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Online-Umfrage, unterteilt in allgemeine Erkenntnisse sowie spezifische Perspektiven von Führungskräften und Geführten.
6 Die Ableitung von Handlungsempfehlungen: Basierend auf der Datenauswertung werden konkrete Optimierungspotenziale identifiziert und ein Leitfaden für erfolgreiche Führung entwickelt.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz der untersuchten klassischen Theorien sowie die Übereinstimmung der Perspektiven von Vorgesetzten und Mitarbeitern.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Gegenüberstellung klassischer Führungstheorien und deren Anwendung in einem aktuellen organisationalen Kontext.
Im Zentrum stehen die Eigenschaftstheorie (personenzentriert) und die Ohio-Studien (verhaltenszentriert) sowie deren Relevanz für moderne Führungsprozesse.
Das Ziel ist die Identifizierung von Optimierungspotenzialen in der Führung durch einen empirischen Vergleich der Ansichten von Führungskräften und Geführten.
Die Autoren nutzen eine qualitative Online-Umfrage unter 104 Personen, deren Ergebnisse mittels Häufigkeitsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die kritische Diskussion der Theorien sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Daten zu Führungsverhalten und Persönlichkeitsmerkmalen.
Kritische Begriffe sind unter anderem Führungserfolg, Führungsstile, Mitarbeiterorientierung und die Balance zwischen Persönlichkeit und Verhalten der Führungskraft.
Die Untersuchung beleuchtet die Wahrnehmung von geschlechtsspezifischen Eigenschaften und stellt fest, dass Führungserfolg aus Sicht der Teilnehmer weitgehend unabhängig vom Geschlecht bewertet wird.
Der kooperative Führungsstil wird sowohl von Führungskräften als auch von Geführten als die erfolgreichste und ansprechendste Führungsweise eingestuft.
Eine erfolgreiche Führungskraft sollte laut der befragten Personen vor allem Zuverlässigkeit, Urteilskraft und Aufmerksamkeit zeigen sowie beide Dimensionen (Mitarbeiter- und Aufgabenorientierung) ausbalancieren.
Es wird empfohlen, keine starren Muster beizubehalten, sondern den Führungsstil situativ anzupassen, eine flache Hierarchie zu fördern und die Erlernbarkeit von Führungskompetenzen gezielt zu unterstützen.
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