Masterarbeit, 2017
117 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Relevanz des Schülerinteresses für den Geographieunterricht
3 Vorstellung der Unterrichtssituation
4 Erhebung des Schülerinteresses zum Unterrichtsgegenstand Wasser als Ressource
5 Unterrichtsreihe zum Gegenstand Wasser als Ressource
5.1 Relevanz des Gegenstandes und Bezug der Unterrichtsreihe zum Kernlehrplan
5.2 Didaktische Analyse der Unterrichtsreihe (nach Klafki)
5.2 Sachanalyse zum Unterrichtsgegenstand Wasser als Ressource
5.2.1 Gründe für die Wasserproblematik unserer Erde – Wasserreichtum vs. Wassermangel
5.2.2 Von Wassermangel betroffene Regionen
5.2.3 Die Bedeutung des Wasserfußabdrucks
5.2.4 Der Drei-Schluchten-Staudamm
5.2.5 Der Aralseekonflikt
5.2.6 Plastikmüll als Umweltproblem
6 Planung der Reihe
6.1 Aufbau der Reihenplanung
6.1.1 Das blaue Gold unserer Erde – zu viel oder zu wenig Wasser?
6.1.2 Des einen Freud ist des anderen Leid
6.1.3 Und was geht mich das an – der Wasserhahn läuft
6.1.4 Fluch oder Segen? Der Bau eines Staudamms
6.1.5 Hauptsache meine Jeans ist cool! – Warum fängt Arsaan immer weniger Fische, wenn Patrick sich eine Hose kauft?
6.1.6 Endstation Meer – die Entstehung eines Plastikkontinents
6.1.7 Wie Zahnpasta das Meer vergiften kann – wieviel Plastik steckt in einer Zahnpasta?
6.1.8 Kreativ gegen Plastikmüll
7 Zusammenfassung und Reflexion der Reihenplanung in Bezug auf die eigene zukünftige Lehrertätigkeit
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Konstruktion einer schülerorientierten Unterrichtsreihe zum Thema „Wasser als Ressource“ für die Einführungsphase eines Gymnasiums in NRW ab. Dabei wird erforscht, wie die Einbeziehung individueller Schülerinteressen die Motivation und Leistungsbereitschaft innerhalb des Geographieunterrichts steigern kann.
Die Bedeutung des Wasserfußabdrucks
Die Nutzung der Ressource Wasser verläuft sich weltweit auf drei Kernbereiche: 1. Haushalt, 2. Erzeugung industrieller Produkte, 3. Erzeugung von Nahrungsmitteln.
Auf globaler Ebene betrachtet, verbraucht die Landwirtschaft mit einem Anteil von 70% die größte Wassermenge. Auf die Industrie fallen ca. 22% des Wasserverbrauchs und gerade einmal 8% verlaufen sich auf die Haushalte. Die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, das vor Ort herrschende Klima sowie die Bevölkerungsdichte nehmen hierbei Einfluss auf die Verwendung der Ressource Wasser. Das hochindustrialisierte Europa nutzt das Wasser beispielsweise primär für die Industrie und die Erzeugung von Energie wohin gehen in den altweltlichen Trockengürteln das Wasser hauptsächlich für die Bewässerung innerhalb des landwirtschaftlichen Sektors genutzt wird (Hamann, Brameier, & Böhn, 2008, S. 6).
Über den Wasserverbrauch in deutschen Haushalten sind aufgeschlüsselte Angaben vorhanden, die über die Nutzung informieren. Im Vergleich zu weiteren Industriestaaten wie England, in welchen der Wasserverbrauch pro Person pro Tag bei rund 150l liegt oder in Norwegen, mit einem Wasserverbrauch von 260l pro Person pro Tag, werden in Deutschland nur ca. 127l pro Person pro Tag verbraucht. Dies ist vor allem den im Haushalt durchgeführten Sparmaßnahmen für die Ressource Wasser zu verdanken. Einen Anteil von ca. 4l Trinkwasser pro Tag benötigt der Mensch laut Ermittlungen, die er entweder direkt durch Getränke oder indirekt durch Speisen zu sich nimmt (Bundeszentrale für politische Bildung, 2006). Rechnet man die notwendigen 4l pro Tag pro Person auf die Weltbevölkerung hoch, so käme man auf ca. 10km³/J, was in etwa einem Zehntausendstel des jährlichen Niederschlags, welcher auf große Landmassen fällt, entspricht (Hamann, Brameier, & Böhn, 2008, S. 6).
1 Einleitung: Vorstellung des Themas Nachhaltigkeit in Bezug auf Wasser, motiviert durch den Song „der blaue Planet“, und Zielsetzung der Unterrichtsreihe.
2 Die Relevanz des Schülerinteresses für den Geographieunterricht: Erläuterung der Bedeutung von Interesse für schulisches Lernen unter Einbeziehung der Personen-Gegenstands-Konzeption.
3 Vorstellung der Unterrichtssituation: Beschreibung der Lerngruppe (18 Schüler der Einführungsphase am Gymnasium) und der räumlichen Ausstattung.
4 Erhebung des Schülerinteresses zum Unterrichtsgegenstand Wasser als Ressource: Darstellung der methodischen Vorgehensweise zur Erfassung der Interessen mittels Bildimpulsen.
5 Unterrichtsreihe zum Gegenstand Wasser als Ressource: Umfassende didaktische und sachanalytische Fundierung der geplanten Unterrichtseinheiten.
6 Planung der Reihe: Detaillierte Darstellung des geplanten Stundenausbaus, der Methoden und der Materialien für die einzelnen Themenbereiche.
7 Zusammenfassung und Reflexion der Reihenplanung in Bezug auf die eigene zukünftige Lehrertätigkeit: Kritische Würdigung der Planungsarbeit und Übertragbarkeit auf die künftige Praxis.
Wasser als Ressource, Schülerinteresse, Geographiedidaktik, Unterrichtsreihe, Nachhaltigkeit, Wasserfußabdruck, Plastikmüll, Wassermangel, Drei-Schluchten-Staudamm, Aralsee, Mystery-Methode, intrinsische Motivation, Handlungskompetenz, Einführungsphase, Umweltbildung
Die Arbeit untersucht, wie ein auf Schülerinteressen basierender Geographieunterricht zum Thema „Wasser als Ressource“ konzipiert werden kann, um Motivation und Lernerfolg zu steigern.
Zentrale Themen sind die globale Wasserverfügbarkeit (Wasserarmut vs. Wasserreichtum), der Wasserfußabdruck, Auswirkungen von Staudammprojekten, die Aralseekatastrophe und die Umweltproblematik durch Plastikmüll.
Das Ziel ist es, durch die Einbindung der Schülerwünsche in die Unterrichtsplanung eine höhere Lernbereitschaft und eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Fachgegentand zu erreichen.
Es erfolgt eine didaktische Analyse nach Klafki, eine Sachanalyse sowie die Erhebung von Schülerinteressen mittels Bildimpulsen zur Planung einer 16-stündigen Unterrichtsreihe.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Interessenorientierung, die Analyse der spezifischen Unterrichtssituation und die detaillierte Planung der Unterrichtseinheiten (inkl. Stundenverläufe).
Schlüsselwörter sind u.a. Wasserressourcen, Schülerinteresse, Handlungskompetenz, Plastikmüll im Meer, Nachhaltigkeit und geographische Unterrichtsmethodik.
Bei der Interessenanalyse zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler ein besonders hohes Interesse an diesem Themenfeld haben, weshalb es als motivierender Abschluss der Reihe dient.
Dies erfolgt durch ein Gruppenpuzzle, bei dem die Lernenden Pro- und Contra-Argumente erarbeiten und in einer anschließenden Diskussion vertreten.
Er dient dazu, den Lernenden den eigenen, oft unbewussten Wasserverbrauch durch Produkte (virtuelles Wasser) vor Augen zu führen und so ihre Reflexionsfähigkeit zu schulen.
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