Masterarbeit, 2015
57 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.3 Gang der Arbeit
2 Zum Diskursbegriff
2.1 Diskursbegriff nach Foucault
2.2 Diskursbegriff nach Jürgen Link
3 Das Feindbild
3.1 Definition des Terminus Feindbild
3.2 Zur Entstehung eines Feindbildes
3.3 Stereotypenbildung/ Stereotypisierung
3.4 Kollektivsymbolik
4 Inhaltsanalyse: Definition und Unterkategorien
4.1 Die Methodik der Inhaltsanalyse
4.1.1 Definition
4.1.2 Verlauf einer Inhaltsanalyse
4.1.3 Die Kodierung von Inhalten
4.2 Auswahl von Zeitungen und Artikeln (Korpus)
4.2.1 Korpusbildung
4.2.2 Korpusinhalt
4.2.2.1 Korpussegment „Süddeutsche Zeitung“
4.2.2.2 Korpussegment „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
4.3 Profile der ausgesuchten Medien
4.4 Ergebnisse
4.4.1 Qualitative Korpusanalyse
4.4.1.1 Korpusanalyse Süddeutsche Zeitung
4.4.1.2 Korpusanalyse Frankfurter Allgemeine Zeitung
4.4.2 Quantitative Korpusanalyse
4.4.3 Interpretation der Ergebnisse
4.4.3.1 Allgemeine Aspekte der Interpretation
4.4.3.2 Spezielle qualitative Aspekte der Interpretation
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über Russland und die Person Wladimir Putin in der Süddeutschen Zeitung sowie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Zeitraum von 2012 bis 2015. Ziel ist es, anhand einer inhaltsanalytischen Untersuchung aufzuzeigen, inwieweit ein dualistisches Freund-Feind-Schema die Berichterstattung strukturiert und welche diskursiven Implikationen durch die Konstruktion eines Feindbildes entstehen.
1.1 Einführung in das Thema
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist ein Wiedererstarken Russlands zu beobachten. Russland positionierte sich dabei in den letzten Jahren in der Weltpolitik als Großmacht, wobei dieser Status aus Sicht Russlands vor allem durch die reichhaltigen Energieressourcen des Staates begründet ist. Zwar ist dieser neue Status nicht mehr mit einem festlegenden ideologischen Sendungsbewusstsein verbunden, trotzdem verfolgt Russland mit seinen gewaltigen Energieressourcen handfeste politische Interessen. Dabei wird die Lieferung von Erdöl und Erdgas nicht selten mit einem handfesten Machtanspruch verbunden, dessen Inhalte rücksichtslos eingefordert werden.
Schewtzowa spricht in diesem Zusammenhang sogar von einem Willen Russlands zur Weltmacht. Dieses politische Verhalten impliziert eine Distanzierung von westlichen Interessen und eine zunehmende Verfolgung eigener russischer Interessen. Dabei dominiert in der politischen Elite Russlands immer noch ein Großmachtdenken und russische Politiker sind der Ansicht, dass Russland aufgrund der geographischen Lage und der Sicherheitsinteressen kein normales Land sein könne, sondern nach weltweitem Einfluss streben sollte. Aus Sicht der EU impliziert dieses Großmachtdenken Russlands ein neues Verständnis von Russland, das Teil einer Beziehung zu Russland ist, die nun unter veränderten Vorzeichen steht.
Dabei pflegen die EU und Russland in vielen Bereichen weitreichende Kontakte, Kooperationen und Partnerschaften. Mit Legvold lässt sich dieses Verhältnis der EU zu Russland als antagonistische Partnerschaft bezeichnen. Russland bevorzugt in einigen Bereichen eine Kooperation, in anderen Bereichen geht es um Eindämmung und Distanz zum Westen. Russlands Außenpolitik gleicht dabei einem hybriden, widersprüchlichen Verhalten, das darauf abzielt, zum einen mit dem Westen zu kooperieren, ohne sich zu sehr an den Westen anzugliedern, gleichzeitig aber auch wieder gegen den Westen zu agieren, um eigene Interessen in den Vordergrund zu stellen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des russischen Wiedererstarkens als Großmacht ein und definiert das Ziel der Arbeit, die mediale Russland-Berichterstattung inhaltsanalytisch zu untersuchen.
2 Zum Diskursbegriff: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Diskursbegriffs nach Michel Foucault und Jürgen Link, um Machtwirkungen durch Sprache zu verstehen.
3 Das Feindbild: Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff Feindbild, dessen Entstehung, der Rolle von Stereotypen und der Bedeutung von Kollektivsymbolen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung.
4 Inhaltsanalyse: Definition und Unterkategorien: Dieses methodische Kapitel beschreibt den Prozess der Inhaltsanalyse, die Kriterien der Korpusbildung und präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung, unterteilt in qualitative und quantitative Analysen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass in den untersuchten Medien eine konstante Feindbildgeneration gegenüber Russland und Wladimir Putin vorherrscht, die journalistische Standards in Teilen in Frage stellt.
Russland, Wladimir Putin, Feindbild, Inhaltsanalyse, Diskursanalyse, Medienkritik, Freund-Feind-Schema, Großmachtdenken, Kollektivsymbolik, Stereotypisierung, Außenpolitik, Berichterstattung, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Machtpolitik.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Qualitätsmedien wie die Süddeutsche Zeitung und die FAZ im Zeitraum von 2012 bis 2015 über Russland und Wladimir Putin berichteten.
Im Zentrum stehen die Konstruktion von Feindbildern, die Personalisierung der russischen Politik durch Putin sowie die Nutzung von Freund-Feind-Schemata als Deutungsmuster.
Ziel ist es, die semantischen Implikationen und die diskursive Struktur hinter der negativen Darstellung Russlands in der Presse aufzuzeigen.
Es wird eine empirische Inhaltsanalyse angewendet, bei der auf Basis eines Kategorienschemas die Berichterstattung systematisch kodiert und ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Diskursen und Feindbildern sowie eine detaillierte Inhaltsanalyse, die qualitative und quantitative Ergebnisse zu ausgewählten Medienbeiträgen präsentiert.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Russland, Feindbild, Diskursanalyse, Medienkritik und das Freund-Feind-Schema.
Der Autor argumentiert, dass eine starke Personalisierung der russischen Politik als durchgehendes Merkmal der deutschen Russland-Berichterstattung fungiert, weshalb Putin als zentraler Ankerpunkt für die Feindbildkonstruktion dient.
Überraschenderweise zeigt die Analyse, dass sich die groben Aspekte der Feindbildgeneration im Untersuchungszeitraum von 2012 bis 2015 kaum verändert haben, was auf tief sitzende strukturelle Konstanten im Russland-Diskurs hindeutet.
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